U21 EM

15. Juni 2011 22:46; Akt: 15.06.2011 22:37 Print

Spass-Fussballer Shaqiri möchte auch Vorbild sein

von Sandro Compagno aus Dänemark - Xherdan Shaqiri ist die Attraktion einer starken Schweizer U21. Das Rampenlicht an der EM in Dänemark scheint das Super-Talent kein bisschen zu blenden.

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Xherdan Shaqiri ist gut gelaunt, als er sich im Teamhotel Amerika in Hobro den Journalisten stellt. «Sicher lastet Druck auf mir, aber das ist doch nichts Neues», wischt er die Frage nach dem riesigen ­Interesse um seine Person vom Tisch. Er sei sich mittlerweile gewohnt, im Fokus zu stehen. «Ich spiele einfach gerne Fussball.»

Der Spass ist «Shaq» anzusehen. Xherdan Shaqiri ist ein Instinktfussballer: «Ich denke nicht viel, wenn ich auf dem Platz stehe.» Kreativität kann man nicht lernen – wer aber Kreativität mit taktischer Reife und Mannschaftsdienlichkeit kombiniert, dem steht eine grosse Karriere bevor.

Wie lange man das Ausnahmetalent noch in Basel bestaunen kann, ist unklar. Shaqiri fühlt sich am Rheinknie und an Mamas Tisch wohl, aber er ist bereit, bei einem passenden Angebot den Schritt in eine grosse Liga zu machen: «Ich habe mit dem FC Basel zwei Meisterschaften und einen Cup gewonnen und ich war an der WM. Ich weiss nicht, was die Zukunft bringt. Aber wenn ich gehe, wird wohl nirgends stehen, ich gehe zu früh», sagt der 19-Jährige selbst­bewusst.

Shaqiri plant seine Karriere – oder er lässt sie planen – mit grosser Sorgfalt. Mit seinen Erfolgen in der heimischen Liga sieht er sich auch als Vorbild für noch jüngere Kollegen: «Vielleicht sieht der eine oder andere, dass man auch in der Schweiz etwas erreichen kann.» Schliesslich gebe es ­genügend Beispiele von Spielern, die zu früh ins Ausland gingen. Diese Beispiele stehen entweder nicht im Aufgebot der Schweizer U21-Nationalmannschaft, oder sie schauen jeweils von der Ersatzbank aus zu, wie Shaqiri zaubert, trickst und trifft.