Lohndiskriminierung

22. Oktober 2019 12:07; Akt: 30.10.2019 18:38 Print

Mehr Lohn gefordert, Gelbe Karte gesehen

Ein Teil eines High-School-Fussballteams aus Vermont (USA) wird wegen «Equalpay»-Shirts bestraft.

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Indem Spielerinnen einer High-School-Fussballmannschaft aus Vermont ihre Trikots auszogen, bejubelten sie kurz vor Spielende ihren Ausgleichstreffer. Dafür erhielten gleich vier Spielerinnen aufgrund der Verbreitung politischer Botschaften die Gelbe Karte. Unter den Trikots trugen die Kickerinnen Shirts, die mit «Equalpay» überschrieben waren.

Die Kickerinnen wollten mit der Aktion ein Zeichen gegen Lohndiskriminierung im Fussball setzen. Mittlerweile erfreuen sich die Shirts einer immer grösser werdenden Beliebtheit. Mehr als 700 Exemplare wurden bereits verkauft, wobei – getreu nach ihrem politischen Motto – männliche Käufer 16 Prozent mehr bezahlen. Das entspricht nach Angaben des Teams dem durchschnittlichen Lohngefälle in Vermont.


Sogar der Senator von Vermont unterstützt die Fussballerinnen. (Bild: Twitter)

US-Nationalteam als Vorbild

Das Team wurde von Weltfussballerin Megan Rapinoe und ihren Kolleginnen des Nationalteams inspiriert, das sogar den eigenen Verband wegen Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen in der Nationalmannschaft verklagt hatte. Obwohl das Männerteam weniger erfolgreich als die Frauen spiele, erhalte das Männerteam mehr Lohn. Die Statistik gibt jedenfalls den US-Frauen recht: Während sie bei vier von sechs olympischen Fussballturnieren Gold holten und 2019 bereits zum vierten Mal Weltmeister wurden, konnte sich die Herrennationalelf zuletzt nicht mal für die WM 2018 in Russland qualifizieren.


Rapinoe spricht über die Diversität im US-Team. (Video: AFP)


Fussball

(fbo)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Timothy Stephens am 22.10.2019 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Dann macht mal ...

    schön weiter mit eurem Apfel-Birnen-Vergleich. Profi-Fussball ist Showbusiness und Showbusiness lebt vom Interesse der Zuseher. Auch ich mache zwischendurch Musik in der Fußgängerzone, erwarte aber nun wirklich nicht eine Frank-Sinatra-Gage.

  • Jochum am 22.10.2019 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot und Nachfrage

    Bestimmen den preis. Vieleicht sollte man daran denken bevor wieder ne sexismus Debatte losgetreten wird.

    einklappen einklappen
  • Fussballfan am 22.10.2019 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot und Nachfrage

    Es geht darum, wie viel sie einspielen. Ein Frauenteam hat nun mal weniger Einnahmen von Sponsoren und Zuschauern. Angebot und Nachfrage, sonst würden wir im Kommunismus leben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ganjaflash am 25.10.2019 02:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Rationaler Bürger am 24.10.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sexismus

    Meiner Meinung nach ist der Verkauf dieser Shirts die Definition von Sexismus. Nur weil ein Mann ein "Mann" ist, muss er 16% mehr für die Shirts bezahlen. Wo bleibt da die Gleichberechtigung bzw. die Gleichstellung? Mir scheint als wenn diese Leute das Prinzip von Angebot und Nachfrage nicht verstehen. Gilt übrigens auch für die Frauen Nationalmannschaft der USA, ein sehr schlechtes Vorbild.

  • Dr. D am 23.10.2019 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realtalk

    jetzt mal ohne Angebot und Nachfrage, in den meisten Sportarten sind Frauen nun mal schlechter und keiner bezahlt um zweitklassigen Sport zusehen. Schade aber es ist so.

  • Typhoeus am 23.10.2019 07:35 Report Diesen Beitrag melden

    Frauenfußball ist ebenso schön,

    aber eben auch ein Rabaukensport.

  • Hobbit am 23.10.2019 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Geht nicht

    Wenn keiner Frauenfussball sehen will, woher sollen dann die Einkommen kommen um die höheren Löhne zu zahlen?