Super League

06. Februar 2019 21:34; Akt: 07.02.2019 08:02 Print

FCZ verliert in St. Gallen, Thun siegt

Im dicken Nebel gewinnt der FC St. Gallen gegen den FC Zürich 3:1. Die Berner Oberländer gewinnen in Lugano.

Den Zürchern Andreas Maxsø und Goalie Yanick Brecher bleibt nur das Nachsehen: St. Gallens neuer Stürmer Simone Rapp setzt sich durch und erzielt das 1:0. (Video: SRF)
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Dem FC St. Gallen und seinem Neuzugang Simone Rapp glückt der Start zur Rückrunde. Die Leihgabe von Lausanne steuert zwei Tore zum 3:1 über einen blassen und ideenlosen FC Zürich bei.

Der Tessiner Simone Rapp, der bis Ende Saison den verletzten Cédric Itten bei St. Gallen ersetzen und für Tore sorgen soll, hat bei seinem Debüt für die Ostschweizer überzeugt. Seine Doublette zum 2:0 läutete den verdienten Erfolg über den enttäuschenden Cupsieger ein, der nur in der ersten Viertelstunde im Nebel auf dem vom Schnee befreiten Kybunpark Spielfluss und Initiative zeigte. Als der zusammen mit Rapp überragende Majeed Ashimeru zum 3:0 (71.) ausbaute, war die am Sonntag verschobene Partie entschieden. Der siebte Saisontreffer des Nigerianers Stephen Odey eine Viertelstunde vor Schluss war lediglich Resultatkosmetik.

St. Galler Youngster überzeugt

St. Gallens Trainer Peter Zeidler zeigte Mut und vertraute in der Innenverteidigung erstmals dem talentierten, noch nicht 17-jährigen Eigengewächs Leonidas Stergiou. Der Youngster spielte solid und ruhig und überzeugte durch seine Schnelligkeit und sein Positionsgefühl. Er ist ein Versprechen für die Zukunft. Auch der Ausfall des gesperrten Vincent Sierro fiel kaum ins Gewicht. Der grossgewachsene Musah Nuhu debütierte vor der Abwehr im Zentrum ebenfalls gefällig. St.Gallen hinterliess den aufsässigeren Eindruck, wirkte agiler und entschlossener und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe.

St. Gallen schlägt den FC Zürich 3:1

Zürich kam, sieht man von der Startviertelstunde ab, kaum in Schwung, war unausgeglichen, verzeichnete defensive Schwäche, offensive Unentschlossenheit und wenig Kreativität. Zu vieles blieb Stückwerk, und einzelne Akteure wie Benjamin Kololli, Salim Khelifi sowie Marco Schönbächler wurden kaum gesehen. Demgegenüber hatte St. Gallen ein weit spielstärkeres und leichtfüssigeres Mittelfeld - und eben einen Goalgetter wie Simone Rapp.

Thun im neuen Jahr in alter Frische

Thun gewann gegen Lugano nur eines der letzten elf Duelle in der Super League. Im Nachtragsspiel vom Mittwoch beenden die Berner Oberländer die schlechte Serie mit einem 3:1-Sieg im Cornaredo.

Es war Thuns erster Sieg in Lugano seit Juli 2015, als die Tessiner gerade den Wiederaufstieg geschafft hatten.

Das Team von Trainer Marc Schneider, die Überraschung der Saison, begann die Rückrunde so, wie es das Herbstpensum beendet hatte: mit einem Sieg - seinem bereits fünften Auswärtssieg in dieser Meisterschaft. Nur die Young Boys waren bislang auf fremden Terrains erfolgreicher.

Thuns Sturm-Duo schlägt zu

Für das von Marvin Spielmann erzielte 1:0 nach 41 Minuten benötigten die Berner Oberländer auch ein bisschen Glück und die Hilfe des Gegners. Mario Piccinocchi verstrickte sich in der eigenen Gefahrenzone in einen Zweikampf. Thuns Aussenverteidiger Stefan Glarner erbte, zog los und spielte den allein gelassenen Spielmann an. Dieser traf von der Strafraumgrenze via Latte.

Die Tessiner begannen die zweite Halbzeit druckvoll und mit Chancen von Carlinhos, Petar Brlek und Mattia Bottani. Die Tore fielen aber gleich danach auf der andern Seite. Erneut Spielmann sowie Dejan Sorgic nutzten den grosszügigen Platz, den ihnen die Tessiner Hintermannschaft bot, für einen Doppelschlag innerhalb von vier Minuten und für die Vorentscheidung. Spielmann wie Sorgic zeigten abermals, dass sie zu den besten Goalgettern der Liga gehören. Zusammen haben sie schon 21 Tore erzielt – Spielmann neun, Sorgic zwölf.

Telegramm und Tabelle:

St. Gallen - Zürich 3:1 (1:0)
9824 Zuschauer. – SR Bieri. – Tore: 13. Rapp (Quintillà) 1:0. 56. Rapp (Kutesa) 2:0. 71. Ashimeru (Barnetta) 3:0. 76. Odey (Ceesay) 3:1.
St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger, Hefti, Stergiou, Wittwer; Nuhu; Quintillà, Ashimeru; Barnetta (90. Tafer), Rapp (73. Buess), Kutesa (64. Bakayoko).
Zürich: Brecher; Untersee, Bangura, Maxsö, Charabadse; Domgjoni, Hekuran Kryeziu; Khelifi (64. Ceesay), Schönbächler (81. Marchesano), Kololli; Odey (78. Winter).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Sierro (gesperrt), Itten und Wiss (beide verletzt), Kchouk, Manneh, Muheim, Vilotic, Kräuchi, Guillemenot, Koch und Ben Khalifa (alle nicht im Aufgebot). Zürich ohne Aliu, Omeragic, Rüegg, Pa Modou und Sauter (alle verletzt), Andereggen, Guenouche und Krasniqi (alle nicht im Aufgebot). Debüt des 16-jährigen Stergiou. Platz nach Verschiebung am vergangenen Sonntag schneefrei. 55. FCZ-Trainer Magnin wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen. Verwarnungen: 22. Barnetta (Unsportlichkeit), 32. Lüchinger, 45. Khelifi, 48. Untersee (alle Foul), 87. Marchesano (Reklamieren).

Lugano - Thun 1:3 (0:1)
1377 Zuschauer. – SR San. – Tore: 41. Spielmann (Glarner) 0:1. 55. Spielmann 0:2. 58. Sorgic (Glarner) 0:3. 60. Lavanchy (Piccinocchi) 1:3.
Lugano: Baumann; Maric, Covilo, Sulmoni (73. Fazliu); Lavanchy, Piccinocchi, Brlek, Mihajlovic; Bottani (82. Janko); Carlinhos (60. Sadiku), Gerndt.
Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues, Sutter, Joss; Karlen, Gelmi; Tosetti (65. Salanovic), Hediger, Spielmann (88. Schwizer); Sorgic (93. Ferreira).
Bemerkungen: Lugano ohne Sabbatini (gesperrt), Daprelà, Kameraj, Macek (alle verletzt), Yao und Amuzie (beide nicht im Aufgebot). Crnigoj verletzte sich beim Einlaufen. Thun ohne Righetti, Costanzo (beide verletzt), Fatkic, Hunziker und Da Silva (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 19. Mihajlovic (Foul), 43. Gelmi (Foul), 91. Joss (Spielverzögerung).

Rangliste: 1. Young Boys 19/52 (59:20). 2. Basel 19/33 (38:33). 3. Thun 19/31 (39:28). 4. St. Gallen 19/26 (30:35). 5. Luzern 18/25 (29:33). 6. Zürich 19/25 (27:28). 7. Sion 18/21 (28:30). 8. Lugano 19/19 (27:35). 9. Grasshoppers 19/17 (21:38). 10. Neuchâtel Xamax FCS 19/13 (26:44).

Fussball

(tbe/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alte Dame am 06.02.2019 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ohjeh FCZ

    Zum Heulen ist vor allem das katastrophale Stellungsspiel des hüftsteifen Bangura, dann der Schrecken aller Fliegen, Brecher, wieder einmal in unbestechender Form, gefolgt vom stets enervierten und wieder völlig zu unrecht aufbrausenden Magnin. Und jetzt kriegt ebendieser vom Schiri die Verbannung auf die Tribüne und im gleichen Atemzug wird der FCZ wieder überloffen und kassiert das 2-0... Wer hat den Magnin geholt?

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  • Pascal Wächter am 06.02.2019 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leonidas Stergiou

    Ein 16-Jähriger in der Innenverteidgung von StGallen und der FCZ schiesst nur ein Tor.

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  • Altstetter am 06.02.2019 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Oh, wie ist das schön, oh wie...

    Der FCZ scheint mit einer Klatsche abgefertigt zu werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rukula am 07.02.2019 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FC

    Schwache Vorstellung vom Trainer und dem FCZ es wird runter gehen in der Tabelle. Ich wette Ende Saison ist fertig mit dem Trainermotzi.

  • Fred am 07.02.2019 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Quo Vadis FC Zürich

    FCZ, Abstiegssorgen werden grösser. Man kann froh sein, dass man schon 25 Punkte auf dem Konto hat. Die Mannschaft ist einfach keine Einheit, dafür wäre eigentlich der Trainer zuständig.

  • güllen Serienmeister CL Gewinner am 07.02.2019 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so IST es

    fussball wird nur in güllen gespielt wir sind Serienmeister CL Gewinner Weltmeister cupsieger wir zerreißen alle in der Luft und gewinnen immer 540:0 die schweiz liebt güllen

    • BananeBieger am 07.02.2019 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @güllen Serienmeister CL Gewinner

      Von was träumst du in der Nacht? Ich kann mich an kein so hohes Resultat in der Nati A erinnern. Ob dies einmal in anderen Ligen vorkam, weiss ich nicht. Und falls es doch irgendwann ein 540:0 geben sollte, dann definitiv zugunsten des FC Basels (im Spiel gegen St. Gallen). Vielleicht schon am nächsten Wochenende. Ricky ist heiss und wir aus der Kurve/Familiensektor auch!

    • Sämi am 08.02.2019 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @güllen Serienmeister CL Gewinner

      Die grösste Gülle bist Du!!

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  • Ronny am 07.02.2019 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Magnin

    Eindeudig der falsche Trainer. Würde sogar behaupten, absolut ungeeignet für diesen Beruf. Aber was solls, er trainiert ja den FCZ.

  • efzezät90 am 07.02.2019 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    gratulation fcsg

    Brecher wurde von Rapp beim Fallen mit den Stollen am Kopf getroffen, anschliessend hat der am Boden liegende Rapp den Ball versenkt. Muss man nicht pfeifen, jedoch hätte sich bei einem Pfiff auch niemand beschweren können. Fcsg leider dennoch verdient gewonnen, daher Gratulation an den Fcsg. Ein Fcz Fan