Eiszeit beim FCZ

17. März 2011 22:47; Akt: 17.03.2011 22:47 Print

Stolperte Guatelli über eine Affäre?

von Sandro Compagno - FCZ-Trainer Urs Fischer mag nicht mehr über seine Goalies reden. Dies erklärte er ausgiebig und wortreich.

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Öffentlich abgestraft: FCZ-Goalie Andrea Guatelli. (Keystone)

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25 Minuten lang, um exakt zu sein, begründete Fischer im Mediengespräch sein Schweigen zur Frage, wer denn nun am Samstag gegen Neuchâtel Xamax im Tor stehen wird: Johnny Leoni, dem vor einer Woche gegen Sion ein sensationelles Comeback gelungen war, oder Andrea Guatelli, der wegen des verpassten Zapfenstreichs vor dem Spiel gegen Basel suspendiert worden war? «Wir haben darüber gesprochen. Der Fall ist ad acta», so Fischer. Und: «Für uns ist klar, wer spielt.» Und: «Wir müssen das Optimale für den FCZ machen.»

Die «Weltwoche» publizierte derweil eine pikante Version der Goalie-Posse beim Stadtklub: Die Liebe soll Guatelli zum Verhängnis geworden sein – eine Affäre mit einer Frau, die zeitgleich eine Affäre mit einem anderen FCZ-Angestellten gehabt haben soll. Mit dieser Frau war Guatelli am fraglichen Abend im Zürcher Restaurant Napoli gesehen worden. Die Kunde über den etwas zu langen Abend beim Edel-Italiener soll via den gehörnten Nebenbuhler zu FCZ-Sportchef Fredy Bickel gelangt sein.

Dass der Stadtklub den Goalie öffentlich abstraft, statt die Angelegenheit intern zu regeln, ist ein deutlicher Hinweis auf die gesunkene Wertschätzung gegenüber Guatelli. Trotz Fischers beredtem Schweigen scheint daher ausgeschlossen, dass die Nummer 1 a. D. gegen Xamax ins FCZ-Tor zurückkehren darf.

Die Stimmung unter den beiden Goalies des FC Zürich war zuletzt nahe dem Gefrierpunkt. Guatelli und Leoni reden kaum noch miteinander.