YB

24. September 2009 22:05; Akt: 24.09.2009 21:47 Print

Stürmer Schneuwly meidet Rampenlicht

von Peter Berger - Marco Schneuwly war der YB-Matchwinner bei der Gala gegen den FCZ. Trotzdem standen einmal mehr andere Akteure im Mittelpunkt.

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Für Seydou Doumbia haben die YB-Anhänger ein eigenes Lied. Thierry Doubai wurde bei seinem Comeback mit Sprechchören gefeiert. Für Marco Schneuwly musste der Applaus für die ganze Mannschaft genügen. Das stört den Stürmer nicht – im Gegenteil: «Ich bin nicht gern im Mittelpunkt. Das entspricht nicht meinem Charakter.» Der 24-jährige Freiburger bezeichnet sich als ruhigen ­Typen. «Für mich ist es gut, wenn andere im Rampenlicht stehen, dann kann ich konzentriert arbeiten.»

Das tat Schneuwly auch gegen den FCZ. Den ersten Treffer beim 3:0-Erfolg schoss er «nach einem einstudierten Corner» per Kopf selbst, Doumbias 2:0 bereitete er mit einem genialen Zuspiel vor – wie es in der Schweiz eigentlich nur Hakan Yakin kann. «Trotz diesen Aktionen sind meine Technik und mein Kopfball-Spiel noch verbesserungswürdig.»

Unter Vladimir Petkovic ist dem U17-Europameister endlich der Durchbruch gelungen. Trotz seinen konstant starken Auftritten hat es noch keinen Kontakt mit Nationalcoach Ottmar Hitzfeld, der am Mittwoch in Bern weilte, gegeben. Aber vielleicht ändert sich das bald.

So wie damals, als er mit der Freiburger U15-Equipe gegen die gleichaltrige Landesauswahl spielte. «Ich erzielte als linker Aussenverteidiger drei Tore. Seither spiele ich als Stürmer. Diese Partie öffnete mir auch die Türen in die verschiedenen Schweizer Nachwuchs-Nationalmannschaften.»