Derdiyok, Inler, Streller, Frei

21. März 2011 19:40; Akt: 21.03.2011 19:56 Print

Tore, die Mut machen

von Sandro Compagno - Will die Schweiz an der Euro 2012 aktiv teilnehmen, dann muss sie ein Mittel gegen ihre offensive Impotenz finden. Das letzte Wochenende lässt zumindest hoffen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Marco Streller traf per Kopf, Alex Frei mit einem Freistoss-Hammer, Eren Derdiyok mit einem wunderbaren Volley und Gökhan Inler mit einer nicht weniger sehenswerten Direktabnahme. Die Schweizer Nati-Stars zeigen sich vor
dem so wichtigen EM-Ausscheidungsspiel gegen Bulgarien in Torlaune.

Heute Mittag rückt unsere Nati in Feusisberg ein. Am Samstag folgt das kapitale Spiel in Sofia. «Dort müssen wir unbedingt gewinnen», sagt FCB-Stürmer Marco Streller. Dazu braucht es Tore, und hier beginnt das Problem. Denn Tore waren zuletzt Mangelware in der Equipe von Ottmar Hitzfeld. Der Durchschnitt an erzielten Toren sank unter dem 62-jährigen Deutschen auf 1,25 Volltreffer pro Spiel. Oder andersherum: Nur alle 72 Minuten trifft die Nati ins gegnerische Tor. In den letzten 15 Spielen gab es nur zweimal mehr als einen Torerfolg: letzten Herbst beim 4:1 gegen ­Wales (EM-Qualifikation) und beim 2:2 gegen die Ukraine (Test). Dazu kommen acht Nullnummern und fünf Partien mit nur einem Treffer für das Team mit dem Kreuz auf der Brust.

Hitzfeld ist kein Freund des Spektakels. Der Welt-Klubtrainer von 1997 und 2001 gilt als Verfechter des Resultat-Fussballs. Er wird auch in Sofia nicht auf Teufel komm raus stürmen lassen, sondern vielmehr Geduld predigen und aus einer gesicherten Abwehr offensive Nadelstiche setzen. Streller nannte am Sonntag nach dem 2:1-Sieg des FC Basel gegen GC die Marschroute: «Wir müssen schauen, dass hinten die Null steht, und hoffen, dass wir vorne ein Tor machen.» Das würde uns schon reichen.