Viererpack

22. Juli 2014 16:58; Akt: 22.07.2014 16:58 Print

Torhüter-Lektion: Auf der Linie stehen bleiben

Schöne Tore gab es nicht nur an der WM, sondern auch in Peru. Da hat Carlos Lubaton von Sporting Cristal zum Kunstschuss-Spektakel geladen – vier Mal in zwei Spielen.

Vier sensationelle Tore in zwei Spielen. Das hat Carlos Lobaton in Peru geschafft. (Quelle: youtube.com)
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Den Auftakt zu einer der wohl spektakulärsten Torserie machte der Captain des peruanischen Klubs Sporting Cristal bei einem Eckball. Carlos Lubaton traf dabei aber nicht etwa im Strafraum per Kopf oder Volleyabnahme. Nein, er trat den Eckball – und versenkte den Ball direkt in der nahen hohen Ecke. Der zweite Streich folgte nur kurz darauf: In der eigenen Platzhälfte kommt der 34-Jährige eher zufällig an den Ball. Und statt den Ball erst einmal sicher quer zu spielen, läuft er zwei Schritte an und zieht tatsächlich aus gut 60 Metern ab. Der gegnerische Goalie versucht zwar noch verzweifelt, auf die Torlinie zurückzuhechten, doch mehr als eine Bauchlandung – während der Ball längst im Netz zappelt – schafft er nicht mehr.

Vier Tage später findet Lubaton dann gleich das nächste Goalie-Opfer. Zunächst versenkt er einen Freistoss direkt im Lattenkreuz, der Goalie bleibt wie angewurzelt stehen – immerhin auf der Linie – und schaut dem Ball zu, wie er ins Netz fliegt. Damit ist Lubatons Hunger nach Traumtoren aber noch nicht gestillt. Nach erfolgreichem Pressing in der gegnerischen Platzhälfte seiner Mitspieler fällt der Ball dem Peruaner vor die Füsse und erneut zögert er keine Sekunde, sondern hält aus etwa 35 Metern direkt drauf. Und auch dieser Ball fliegt über den Goalie und senkt sich unter die Latte. Die Lektion für Goalies der peruanischen Liga ist klar: Bei Spielen gegen Sporting Cristal bleibt man besser auf der Linie stehen, denn der Ball kann jederzeit Richtung Tor geflogen kommen. Manuel-Neuer-Libero-Einsätze können sich da sofort rächen.

(ofi)