Posse

01. Februar 2011 12:12; Akt: 01.02.2011 12:24 Print

Transfer geplatzt - wegen kaputtem Fax

Unglaubliche Transfergeschichte in Deutschland. Ein technischer Defekt verhindert einen Wechsel von HSV-Stürmer Maxim Choupo-Moting zum 1. FC Köln.

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HSV-Stürmer Maxim Choupo-Moting kann nicht zum 1. FC Köln wechseln. (Bild: Keystone)

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Alle Parteien waren sich einig. HSV-Stürmer Maxim Choupo-Moting soll in der Rückrunde für den 1. FC Köln spielen. Die Transfermodalitäten waren nur noch Formsache. Bis um 18 Uhr musste die Deutsche Fussball Liga DFL über den Wechsel informiert werden. Die Zeit drängte nicht, es war erst 17.46 Uhr. Just Moting, Vater und Berater des Spielers, legt die Papiere mit den Unterschriften für die DFL auf das Faxgerät. Und dann dies. Die Übermittlung bricht mittendrin ab.

Der Fax ist nicht leserlich. «Es sind Schlieren drauf», zitiert «Bild» eine Person vom 1. FC Köln. Um 18.03 Uhr erhält der Bundesligist den Fax doch noch in tadellosem Zustand. Drei Minuten später leitet ihn Köln an die DFL weiter. Dort heisst es: «Wir haben die Unterlagen seit 18.14 Uhr vorliegen.» Also eine knappe Viertelstunde zu spät.

Der Bundesligist hat den Transfer noch nicht ganz abgeschrieben. Köln legt Beschwerde ein und prüft Rechtsmittel. Schliesslich habe man Beweise, dass die Sache wegen einem technischen Fehler nicht reibungslos über die Bühne ging.

Wegen zwei Minuten Wechsel geplatzt

Eine ähnliche Geschichte erregt in England die Gemüter. Blackpools Captain Charlie Adam sollte für knapp zehn Millionen Franken zu Tottenham wechseln. Zwei Blackpool-Verantwortliche setzten ihre Unterschrift aber erst um 23.02 Uhr auf die Unterlagen, berichtet die «Sun». Zwei Minuten zu spät, denn in England mussten die Modalitäten bis 23 Uhr geregelt sein.

Während in diesem Fall menschliches Versagen vorliegt, war bei der deutschen Wechsel-Posse die Technik schuld. Transfers in letzter Minute abzuschliessen und über die Bühne zu bringen ist offenbar nicht so einfach.

(heg)