Fifa-Sanktionen

22. Februar 2019 11:35; Akt: 22.02.2019 12:32 Print

Transfersperre für Chelsea

Wegen Verstössen gegen internationale Regeln darf Chelsea während zwei Transferperioden keine Spieler verpflichten.

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Der jüngste Chelsea-Neuzuzug Gonzalo Higuain wird so bald keine neuen Teamkollegen begrüssen dürfen. (Bild: Getty Images/Chris Brunskill)

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Der FC Chelsea darf in den nächsten beiden Transferperioden keine Transfers tätigen. Zudem muss der Tabellenfünfte der Premier League eine Busse von 600'000 Franken bezahlen.

Die Disziplinarkommission der Fifa verhängte das Strafmass gegen den Club, weil er in 29 Fällen bei internationalen Transfers und Anmeldungen von minderjährigen Spielern gegen Regeln verstossen hat. Aus demselben Grund büsste der Weltverband auch den englischen Verband FA mit 510'000 Franken.


Was passiert mit Hazard?
Die jüngste Transferpolitik der «Blues» zeigt, dass das Urteil die Londoner nicht unerwartet trifft. Im Januar lehnten sie alle Bayern-Angebote für das Eigengewächs Callum Hudson-Odoi ab. Die Münchner sollen sogar bereit gewesen sein, 30 Millionen Euro für den 18-Jährigen zu zahlen. Ebenfalls im letzten Transferfenster verpflichtete Chelsea Christian Pulisic von Borussia Dortmund (der bis Ende Saison zurück an den BVB ausgeliehen wurde) und Gonzalo Higuain leihweise von Juventus Turin. Ende dieser Saison besteht eine Kaufoption für den Argentinier und eine Option, die Leihe zu verlängern.

Die wichtigste Personalie betrifft Eden Hazard. Die Sperre betrifft nur die Verpflichtung von Spielern – nicht aber deren Verkauf. Der Vertrag des Belgiers läuft bis im Sommer 2020. Angeblich möchte er im Sommer zu Real Madrid wechseln. Nun befindet sich Chelsea im Dilemma. Wird der 28-Jährige verkauft, streicht Chelsea zwar eine hohe Ablösesumme ein, kann ihn aber nicht adäquat ersetzen. Bleibt Hazard, verzichtet der Londoner Club auf viel Geld und riskiert Protestaktionen von Hazard, wie von Nationalmannschaftskollege Thibaut Courtois letzten Sommer, der seinen Wechsel zu Real erzwang.

Auch die Trainerfrage wird von der Sperre beeinflusst sein. Der Italiener Maurizio Sarri, seit letztem Sommer im Amt, ist nach einigen schwachen Leistungen, die in der 0:6-Niederlage bei Manchester City gipfelten, stark unter Druck geraten. Er – oder allenfalls sein Nachfolger – wird bis Ende nächster Saison keine weiteren Spieler verpflichten können, die zum gewünschten Spielstil passen.

Chelsea hat ein Statement zur Sperre veröffentlicht. «Chelsea lehnt die Ergebnisse des Fifa-Disziplinarkommittee kategorisch ab und wird deshalb das Urteil anfechten», gab der Club bekannt. Auch die FA hat angekündigt, gegen den Entscheid Rekurs einzulegen.

Ähnliche Sperren wurden 2016 gegen Real Madrid und Atlético Madrid und 2014 gegen Barcelona verhängt.

Fussball

(sda/va)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Labi am 22.02.2019 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rekurs

    Wie es so ist wird Chelsea nun ein Rekurs einleiten der mit sich zieht, dass der Entscheid bis evtl. Ende Jahr oder gar anfang 2020 rauskommt. Zwischenzeitlich dürfen sie im Sommer oder evtl. Winter shoppen gehen.

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  • Hobbyjournalist am 22.02.2019 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sperre gilt nicht waehrend der Berufung

    Sollte fuer diesen Sommer kein Problem sein, da waehrend der Berufungsphase die Sperre nicht gilt!

  • Swissman73 am 22.02.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wird eh noch abgemildert

    So lange Real, Barca, PSG, Milan, Inter usw. nicht gesperrt werden (Financial Fairplay, Jugendspieler usw), ist das alles nur Pflästerlipolitik. Kommt dazu, dass Chelsea 100%ig Berufung gegen das Urteil einlegt. Wie immer wird die FIFA dann ein milderes Urteil finden... So dass es dann nur noch die kommende Wintertransferperiode betreffen wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Swissman73 am 22.02.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wird eh noch abgemildert

    So lange Real, Barca, PSG, Milan, Inter usw. nicht gesperrt werden (Financial Fairplay, Jugendspieler usw), ist das alles nur Pflästerlipolitik. Kommt dazu, dass Chelsea 100%ig Berufung gegen das Urteil einlegt. Wie immer wird die FIFA dann ein milderes Urteil finden... So dass es dann nur noch die kommende Wintertransferperiode betreffen wird.

  • Hobbyjournalist am 22.02.2019 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sperre gilt nicht waehrend der Berufung

    Sollte fuer diesen Sommer kein Problem sein, da waehrend der Berufungsphase die Sperre nicht gilt!

  • TugasPro94 am 22.02.2019 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    wette

    und scon kann man wetten abschliessen, wie chelsea nächstes jahr 100% nicht meister wird.

  • Labi am 22.02.2019 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rekurs

    Wie es so ist wird Chelsea nun ein Rekurs einleiten der mit sich zieht, dass der Entscheid bis evtl. Ende Jahr oder gar anfang 2020 rauskommt. Zwischenzeitlich dürfen sie im Sommer oder evtl. Winter shoppen gehen.

    • Emilio am 22.02.2019 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Labi

      Was heisst hier wie so oft? Wer würde das so nicht versuchen?

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