Treffsicher

11. Dezember 2011 14:53; Akt: 11.12.2011 14:53 Print

Vanczak - der Puyol des FC Sion

von Eva Tedesco - Sein Job ist es, Tore zu verhindern. Doch davon hält Vilmos Vanczak nicht viel. Der Sion-Verteidiger schoss gegen den FCZ bereits sein siebtes Saisongoal.

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Vilmos Vanczaks Kopftor gegen den FCZ. (Keystone)

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Fünf seiner sechs Saisontore hatte der Verteidiger vor dem Zürich-Spiel per Kopf erzielt. Der FCZ hätte also gewarnt sein sollen. Trotzdem schaffte es Vanczak wieder mit Köpfchen: Der Ungar köpfelte einen Crettenand-Freistoss kraftvoll zum 1:1 (65.) ein. Es war sein 7. Saisontreffer und Kopfballtor Nummer 6 in der aktuellen Meisterschaft. «Es ist doch das Ziel eines jeden Fussballers, Tore zu schiessen. Ich freue mich sehr, dass es so gut klappt, aber ich will noch mehr Tore schiessen – so viele wie es nur geht.» Und das am liebsten mit Köpfchen. Denn Vanczak hat sich vorgenommen, der beste Kopfballspieler der Liga zu werden.

Dafür scheut er keine Mühen. Vanczak hat sich überlegt, wie er mit «nur» 1,88 Meter Körpergrösse sein Kopfballspiel optimieren kann und suchte nach einem Spieler, der in etwa seine Grösse und das perfekte Timing hatte. Er fand in Barças Carlos Puyol das richtige Vorbild. So begann er unzählige Videos anzuschauen und dessen Bewegungen, das Timing und sein Verhalten zu studieren. Neben dem Laufweg sei vor allem der Moment des Absprungs wichtig. Entscheidend sei, dass er unmittelbar vor seinem Gegenspieler in die Höhe kommt. Das trainiert er seither akribisch. Oft in Zusatzschichten. Zur Motivation setzt er sich Ziele, wie viele Tore er pro Saison schaffen will. Aber darüber spricht Vanczak nicht. Es sollen einfach mehr sein, als die sieben Treffer in der vergangenen Saison.

Angriff in der Rückrunde auf Cup und Meisterschaft

Grosse Ziele hat sich Vanczak zusammen mit den Teamkollegen gesetzt. Der Cupsieg gehört dazu. Aber auch in der Meisterschaft will man ganz vorne mitspielen. Das Ziel ist der Titel. Die Chancen dafür sind intakt. Sion beendet die Vorrunde auf Platz drei. Mit wie vielen Punkten Rückstand werden die Walliser am Sonntag wissen, wenn Leader Basel sein Spiel gegen Neuenburg beendet hat.

Der ungarische Internationale weiss aber schon vor dem Spiel der Konkurrenz: «Wir haben ein gutes Kader. Einen Punkt aus dem Letzigrund zu entführen, obwohl zwölf Spieler fehlen, sagt einiges aus. Aber wir brauchen auch die neuen Spieler, um vorne mitspielen zu können.» Sie würden neue Motivation und Konkurrenz bringen, und das braucht ein Team, um vorwärts zu kommen.

Ferien in der Heimat

Bevor er aber weiter über die Rückrunde nachdenkt, ist erst einmal Kräftetanken angesagt. Vanczak freut sich über Ferien. Die wird er mit seiner Frau Brigitta und Töchterchen Vivien in der Heimat verbringen. «Das sind für mich die schönsten Ferien», sagt Sittens Puyol.

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