Super-League-Reform

18. November 2019 14:54; Akt: 18.11.2019 21:56 Print

Vorerst kein neuer Modus in der Super League

Markus Lüthi, Präsident des FC Thun und Gegner der Reform, bestätigt, dass das Traktandum von der Liste gestrichen wurde.

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Mehr Teams gleich mehr Kampf (wie hier YBs Fabian Lustenberger (r.) gegen Koro Kone von Servette): Die von der Liga angedachte Aufstockung der Super League hätte entsprechende Auswirkungen. Doch vier Tage vor der Abstimmung bestätigte Markus Lüthi, Präsident des FC Thun und Gegner der Reform, dass die Modusänderung vorerst nicht kommen würde. Die Swiss Football League mit Präsident Heinrich Schifferle (l.) und CEO Claudius Schäfer, schlug eine Erweiterung der höchsten Spielklasse auf 12 Teams sowie einen zweistufigen Modus vor. An der Generalversammlung vom 22. November sollten die Clubvertreter (im Bild Sion-Präsident Christian Constantin) über die Änderungen befinden. Auch Abteilungen des von Dominique Blanc präsidierten Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) müssen grünes Licht geben. Wären die Vorschläge gutgeheissen worden, sollte die Saison 2021/22 als Übergang dienen. Auf diese Spielzeit hin wären dann zwei Clubs direkt aus der Challenge League aufgestiegen. Im aktuellen Jahr hat Servette (l. Coach Alain Geiger) die Rückkehr in die höchste Liga geschafft. Rekordmeister GC (im Bild Veroljub Salatic) musste den Abstieg in die Challenge League hinnehmen und will sich nächstes Jahr in der obersten Liga zurückmelden. Auch Lausanne-Sport (im Bild Andi Zeqiri) strebt eine Rückkehr in die Super League an. Künftig könnte es in dieser Platz für zwei weitere Clubs haben. Die Duelle um die Platzierungen (im Bild geraten der Basler Taulant Xhaka (l.) und Servettes Timothe Cognat aneinander) in der höchsten Liga würden sich zuspitzen.

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Die Aufstockung der Super League von 10 auf 12 Teams schien Formsache. Ligapräsident Heinrich Schifferle sagte im August: «Ich gehe davon aus, dass wir eine Mehrheit finden.»

Im Frühling 2019 habe eine Mehrheit der Clubs in informellen Treffen die SFL aufgefordert, die Diskussion über die Aufstockung der Super League auf 12 Teams erneut aufzunehmen, schrieb die Liga damals in einer Mitteilung. Vorgesehen war, dass ab der Saison 2021/22 die Liga nach 22 Runden geteilt wird. Sechs Teams spielen um den Titel und die Europacup-Plätze, sechs in der «Platzierungsrunde» gegen den Abstieg. Der Letzte steigt direkt ab, der Zweitletzte spielt die Barrage gegen den Zweiten der Challenge League. Und der Sieger der Platzierungsrunde kämpft in einem Playoff mit einem Team aus der Finalrunde um den letzten Platz im Europacup.

Im Vergleich zu 2017, als eine Modusänderung bei den zwanzig Proficlubs nicht die nötige Zweidrittelmehrheit gefunden hatte, habe sich die Ausgangslage in verschiedenen Punkten verändert, schrieb die Liga. So sei die SFL zum Beispiel im Bereich der TV-Rechte frei, über Format und Modus zu entscheiden, weil eine allfällige Änderung exakt mit dem Beginn der neuen Vertragsphase ab 2021/22 umgesetzt werden kann.

Doch diesmal kommt es nicht einmal zu einer Abstimmung. Diese hätte an der Generalversammlung der SFL diesen Freitag erfolgen sollen. Aber, nachdem sich nicht nur bei einigen Clubs sondern auch im Amateurfussball Widerstand geregt hatte, wurde das Traktandum nun von der Liste gestrichen. Die Modusänderung bleibt also bis auf Weiteres aus. Das bestätigt Markus Lüthi, der als Präsident des FC Thun einer der Gegner der Reform war und nun mit Genugtuung festgestellt hat, dass er mit seinen Bedenken (unter anderem bemängelte er die Wirtschaftlichkeit der geplanten Modusänderung) nicht allein war.


Fussball

(dwu)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 18.11.2019 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gääähn

    Dann eben auf 16 erhöhen, gibt dann wenigstens etwas mehr Abwechslung. Der Modus mit 10 Teams ist langweilig. Gäääääähn.

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  • ktanner am 18.11.2019 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Aua....

    Warum wird dies nicht von der Fussball-Liga kommuniziert? Sind die wieder einmal nicht bereit dazu?

  • Katzerich am 18.11.2019 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber Grab schaufeln

    Noch weniger Zuschauer - eine Liga-Aufstockung ist die Garantie.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bernerfussballfan am 19.11.2019 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vernunft hat gesiegt

    Die Vernunft und die finanzielle Lage vieler Klubs hat gesiegt. Schon viele Klubs in der SL und in der CL haben finanzielle Probleme und mit Aufstocken gäbe es noch mehr.Und in den unteren Ligen ist es noch schwerer.Das ist die Realität hier.Hier ist die Möglichkeit nicht wie in England oder Deutschland,Italien,Frankreich sowie Spanien mit wirtschaftlich grossen Konzerne + TV's zusammen zu arbeiten.Dafür ist die Schweiz zu klein.Sky kann in Asien bis Australien/Neuseeland und Amerika nur mit einem englischen Meisterschaftsspiel bis zu 450'000'000 und noch mehr bei einem Spitzenspiel einnehmen.

  • SuusiKurt am 18.11.2019 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NLA NLB

    Jaja Herr Lüthi nächster Jahr in der NLB werden sie sich plötzlich wieder wünschen dass 2 weitere Teams rauf in die NLA dürfen...

  • Tante Ariela am 18.11.2019 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    PKZ und K wie Kragenweiten

    Oder PKZ und P rund um das Pyros- und Vermummungs-Verbot. Oder PKZ und Z wie Zoff in den Präsidenten-Etagen. Ob die Ausrüsterverträge echt etwas bringen ?

  • walty.ch am 18.11.2019 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    Englisch voraussetzung.

    Es ist Schade, dass die Herren des SFV keine Ideen haben und eine Langweilige Saison nach der anderen laufen lassen. Aber im Umbenennen der Ligen sind sie Kreativ, so dass ein heutiger 2. Liga Spieler gleich zu setzen ist wie zu unserer Zeit (vor 40 Jahren) ein 4. Ligist!

  • Hoi zämme am 18.11.2019 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    12 Clubs 4 mal spielen

    12 Manschaften und 4 gegeneinander spielen wäre am besten kein Schnickschnack und die Liga hat an Abwechslung gewonnen.