SFV ausgebremst

18. Mai 2019 16:11; Akt: 18.05.2019 18:08 Print

Was wird jetzt aus dem Supermanager?

Die Swiss Football League blockierte eine Statutenänderung und verhindert damit den ursprünglichen Plan zur Einsetzung eines Nationalteam-Managers. Das hat strategische Gründe.

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Liga-Präsident Heinrich Schifferle sprach sich im Namen der Swiss Football League gegen einen vollamtlichen Nationalmannschafts-Manager aus: Nun zieht sich die geplante Professionalisierung des SFV hin. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Es gab gestern in Bern ein zweites wichtiges Traktandum neben der Präsidentenwahl bei der Delegiertenversammlung des Fussball-Verbandes (SFV): Die Statutenänderung für die Einsetzung eines vollamtlichen Nationalmannschafts-Managers. Doch bevor es überhaupt zur Abstimmung über diesen Punkt kam, war klar, dass es zumindest vorerst zu keinen Veränderungen kommt. Liga-Präsident Heinrich Schifferle hatte das Mikrofon ergriffen und erklärt, dass die Swiss Football League (SFL) den Antrag ablehne. Das für die Statutenänderung nötige Drei-Viertel-Mehr konnte so nicht zustande kommen.

Wieso ist die Swiss Football League (SFL) gegen die Professionalisierung der Nationalmannschafts-Strukturen, obwohl sie das eigentlich auch will? Obwohl auch sie möchte, dass der Delegierte der Nationalmannschaft durch einen vollamtlichen Nationalmannschafts-Manager abgelöst wird? Aus Eigeninteresse.

Nach aktuellem Reglement ist es die SFL, die den Delegierten der Nationalmannschaft vorschlagen kann. Die Statutenänderung hätte der Liga dieses Recht genommen. Ausserdem möchten die Proficlubs, dass der neue Supermanager nicht nur Kompetenzen bei der A- und U-21-Nationalmannschaft hat, wie es die Statutenänderung vorgesehen hätte, sondern dass er für sämtliche U-Nationalmannschaften zuständig ist. Das wiederum aber lehnen die Amateure und 1. Liga zumindest derzeit ab.

Sulsers Amtszeit endet bald

Auf dem Papier bleibt deshalb alles beim Alten. Trotzdem soll es nicht mehr Jahre dauern, bis ein vollamtlicher Nationalteam-Manager im Amt ist. Die Liga möchte aus dem Teilzeit-Amt des Nationalmannschafts-Delegierten ein Vollzeit-Amt machen. Und sie wird demnächst das Auswahlverfahren mit möglichen Kandidaten beginnen. Der aktuelle Nationalmannschafts-Delegierte Claudio Sulser ist nur noch bis Ende Juni im Amt. Danach müsste sein Nachfolger bald beginnen können.

Fussball

(ukä)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andi am 18.05.2019 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War ja klar...

    Alte Bürofürze, die sich an ihrer Macht festklammern. Kein Interesse am Sport selbst.

  • Allschwiler am 18.05.2019 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeit ?

    So ganz genau weiss wohl niemand was man können muss in diesem Amt.

  • Herr Max Bünzli am 18.05.2019 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    ein Bützer wird der Herr Supermanager nie und nimmer

Die neusten Leser-Kommentare

  • Felix Huber, Präs. FC Tuggen am 19.05.2019 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arroganz

    Als Delegierter mit Stimmrecht dürfte ich die Arroganz der SFL Clubs miterleben. Aus Trotz hat man den 69 jährigen Kandidaten Blanc zum Zentralpräsidenten gewählt... Nach den Konkursen, Zwangsabstiegen und den wöchentlichen Gewaltakten in und um die SFL Stadien wäre DEMUT angebracht!

    • ruedi engel am 20.05.2019 09:38 Report Diesen Beitrag melden

      so weiter leider

      ich hätte einen 80 jährigen gewählt nun bleibt alles beim alten geleier die leidenten sind spieler und der fussball allgemein

    einklappen einklappen
  • Rhone Strand am 19.05.2019 06:13 Report Diesen Beitrag melden

    Diktatur SFL

    CC aus Sion kennt anscheinend die Gesetze besser als die Anwälte und die die grossen Wichtigtuer in der Schweizerischen Fussball-Liga.Warum gibt es Statuten, wenn man diese mit Füssen tritt und nicht einhält.

  • Brandon am 19.05.2019 05:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das passt zur ...

    Das passt zur Struktur hier in der Schweiz im Fussball. Man redet von Dingen wo man erreichen möchte aber ja keine bestehende Struktur verändern. Weil man Macht, Einfluss, Geld, usw. verlieren könnte. Das gilt auch für die FIFA und UEFA die genannten Punkte. Aber hier in der Schweiz ist es extrem, weil man möchte aufsteigen in die Spitze aber will nichts mit bestehenden Strukturen brechen.

  • Mice and Men am 19.05.2019 01:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    soll ein bisschen

    an der Speckrinde nagen - der MaNager

  • Bruce am 18.05.2019 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vote Kurt Zuppinger

    Ich drücke die Daunen für Kurt Zuppinger und mit ihm auf eine Zeit der Veränderungen und Professionalität.