Super League

09. Februar 2019 18:45; Akt: 10.02.2019 00:14 Print

FCZ entscheidet Derby spät, Basel rettet Punkt

Der FC Zürich gewinnt auch das dritte Zürcher Derby in Folge. Basel und St. Gallen trennen sich nach späten Treffern 1:1.

Rückkehrer Yoric Ravet, der aus der Bundesliga von Freiburg ausgeliehen wurde, machte schon bei seinem Comeback klar, dass er GC viel bringen kann. (Video: E. Tedesco)
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Die Grasshoppers steigerten sich im Vergleich zum 0:4 gegen Basel. Eine Verschlechterung war allerdings kaum möglich. Rückkehrer Yoric Ravet, der bei Freiburg in der Bundesliga schon länger keine Rolle gespielt hatte, machte schon bei seinem Comeback klar, dass er der maroden Mannschaft viel bringen kann. In viele gute Szenen der ersten Halbzeit, die den Hoppers eine Führung hätten einbringen können, war der Franzose involviert. In der zweiten Halbzeit wirkten dann Ravet wie auch die meisten andern GC-Spieler müde - oder jedenfalls weit weniger frisch als die FCZler, die mit der Dauer des Spiels zusetzen konnten.

Der georgische Neuzugang Lewan Kharabadze scheint für die Mannschaft von Ludovic Magnin - Assistent René van Eck vertrat den gesperrten Cheftrainer an der Seitenlinie - eine echte Verstärkung zu werden. Der am linken Flügel eingesetzten Defensivspieler war die längste Zeit der auffälligste Spieler auf dem Platz. Er verwertete, von der gegnerischen Abwehr nicht behelligt, mit dem Kopf einen Corner von Benjamin Kololli zur frühen Führung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verpasste er sein zweites Tor nur um Millimeter: Sein Schuss von der Strafraumgrenze prallte von der Unterkante der Latte weniger als einen Meter vor die Torlinie.

Kharabadze im Mittelpunkt

Kharabadze war also der Auffälligste, und beinahe wäre er auch der Pechvogel des Spiels geworden. Er verursachte nach 38 Minuten den Handspenalty, den Raphael Holzhauser zum 1:1 verwertete. Eine Schuld traf Kharabadze indessen nicht. Er bekam eine scharfe Hereingabe von Verteidiger Nikola Gjorgjev an den Ellenbogen - aus nur etwa einem Meter. Heute wird ein solches "Vergehen" auch in internationalen Spielen sehr oft geahndet.

Die späten Tore zum Sieg, mit dem der FCZ umgehend auf die matte Leistung beim 1:3 in St. Gallen antwortete, erzielten Spieler, die sich üblicherweise nicht als Torschützen auszeichnen. Verteidiger Andreas Maxsö erzielte nach einer Flanke von Alain Nef seinen ersten Treffer für den FCZ, und Toni Domgjoni, vom eingewechselten Marco Schönbächler auf kurze Distanz angespielt, stellte den wohl um ein Tor zu hoch ausgefallenen Sieg sicher.

Basel rettet unentschieden

Der FC Basel muss sich derweil im Heimspiel gegen St. Gallen mit einem 1:1 zufrieden geben. Samuele Campo verhindert mit einem Freistosstor gar eine Heimniederlage. Wegen eines späten Gegentreffers und ungenügender Chancenverwertung drohte dem FC Basel trotz Dominanz die dritte Heimniederlage in Folge gegen St. Gallen. Der eingewechselte Rückkehrer Samuele Campo erzielte in der Nachspielzeit mit einem direkt verwandelten Freistoss zumindest noch das 1:1. Für die Gäste hatte ebenfalls ein Joker getroffen. Axel Bakayoko erzielte in der 86. Minute auf Zuspiel von Majeed Ashimeru das 1:0.

Zu diesem Zeitpunkt konzentrierten sich die St. Galler vornehmlich auf das Verwalten des torlosen Unentschiedens. Dennoch wäre der Sieg der Gäste nicht gänzlich gestohlen gewesen - einerseits nicht, weil diese im Ballbesitz durchaus den Weg nach vorne suchten, andererseits weil der FCB mit seinem Chancen ziemlich fahrlässig umging. Unter anderem scheiterte Ricky van Wolfswinkel in der 22. Minute vom Penaltypunkt an Dejan Stojanovic, köpfelte Luca Zuffi den Ball in der 9. Minute aus bester Position in die Arme des St. Galler Schlussmanns und scheiterte wiederum Zuffi in der 37. Minute mit einem Schlenzer am Pfosten.

Nicht befriedigend war der Abend für den zuvor dreimal siegreichen FCB auch deshalb, weil der eigenen Anhang nicht zum ersten Mal seinen Unmut über die Klubführung kundtat. Er boykottierte die erste Halbzeit und richtete auf einem Banner unter anderem die Aufschrift "Zum devolaufe" an die Teppichetage.

Zürich - Grasshoppers 3:1 (1:1)
11'013 Zuschauer. - SR Jaccottet.

Tore: 7. Kharabadze (Kololli) 1:0. 38. Holzhauser (Handspenalty) 1:1. 81. Maxsö (Nef) 2:1. 85. Domgjoni (Schönbächler) 3:1.

Zürich: Brecher; Nef, Bangura, Maxsö; Winter (89. Mirlind Kryeziu), Domgjoni, Hekuran Kryeziu, Kharabadze; Marchesano (67. Schönbächler); Odey, Kololli (82. Khelifi).

Grasshoppers: Lindner; Gjorgjev, Cvetkovic, Rhyner, Goelzer; Diani; Ravet, Bajrami (83. Taipi), Holzhauser, Ngoy (80. Mallé); Djuricin (70. Tarashaj).

Basel - St. Gallen 1:1 (0:0)
27'543 Zuschauer. - SR Schnyder.

Tore: 86. Bakayoko (Ashimeru) 0:1. 91. Campo (Freistoss) 1:1.

Basel: Omlin; Widmer, Zambrano, Balanta, Petretta; Frei, Xhaka (63. Ajeti); Kalulu (80. Campo), Zuffi, Bua (66. Stocker); Van Wolfswinkel.

St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger, Hefti, Stergiou (53. Nuhu), Wittwer; Quintilla; Kutesa (87. Tafer), Sierro, Ashimeru, Barnetta (64. Bakayoko); Rapp.

Rangliste: 1. Young Boys 19/52 (59:20). 2. Basel 20/34 (39:34). 3. Thun 19/31 (39:28). 4. Zürich 20/28 (30:29). 5. St. Gallen 20/27 (31:36). 6. Luzern 18/25 (29:33). 7. Sion 18/21 (28:30). 8. Lugano 19/19 (27:35). 9. Grasshoppers 20/17 (22:41). 10. Neuchâtel Xamax FCS 19/13 (26:44).

Fussball

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sehnsucht 6 7 am 09.02.2019 22:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    beschämend

    Das was GC da abliefert ist gelinde gesagt beschämend.

  • marco lichtsteiner am 09.02.2019 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    verdient, aber...

    basel hatte mehr vom spiel und den punkt sicherlich nicht gestohlen. zweifle jedoch ob die aktion, welche daraufhin zum ausgleich führte, wirklich als foul zu werten war. stocker flog wie zu seinen glanzzeiten durch die lüfte...

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  • FCZüri am 09.02.2019 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Rhyner

    Hoffentlich wird Rhyner für das absichtliche auf die Hand treten noch gesperrt. Einfach nur beschämend aber das passt ja zu GC im Moment.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruedi SG am 12.02.2019 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    WIE BITTE

    11013 Zuschauer im Zürcher Derby?? keine weiteren Fragen

  • Fred am 10.02.2019 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Zuschauerzahl

    11'200 Zuschauer bei einem Zürcher Derby, Stadion nicht mal halbvoll, ganz schwach.

  • Michelle aus dem Family Sector nebenan am 10.02.2019 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach erbärmlich

    Sehr gefährlich was einige Fussballfans machen. Gestern wieder die St. Galler Anhänger, Pyros, da gefährden sie sich selber. Aber Raketen aufs Spielfeld. Einfach gefährlich. Soll ein Verhalten muss vom Verband streng geahntet werden. Überführte Täter mit Stadionverbot und Geldstrafen belegt werden.

    • Patricia am 10.02.2019 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michelle aus dem Family Sector nebenan

      Stimmt. Waren auch im Family Corner. Raketen aufs Spielfeld. Dort steht FCB Goalie Omlin. Geht gar nicht. Warum macht da niemand etwas?

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  • gelbschwarzer Bär am 10.02.2019 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    in der Tabelle sind noch Plätze frei

    heute werden unsere übergalaktischen Weltstars vom BSC Young Boys diese kleinen 10. Liga Kickerlis aus Thun mit 27'000:0 besiegen und das Stade de Suisse und die ganze Stadt Bern wird von den 30 Millionen official YB Fans zur Festung gemacht auf Lebzeiten. Denkt an meine Worte: YB WIRD AUCH 2019 SCHWEIZERMEISTER, CUPSIEGER UND CHAMPIONS LEAGUE SIEGER ! MORGEN WERDEN RONALDO UND MESSI UND MODRIC UND NEUER EINEN 10 JAHRES VERTRAG IN BERN UNTERSCHREIBEN

    • Thunersee am 10.02.2019 09:46 Report Diesen Beitrag melden

      wirklich guter Vorschlag ;)

      da haben die Thuner Bevölkerung bestimmt nichts dagegen, wenn die Berner Fussball Fans heute zu Hause bleiben und es in Thun ruhig bleibt

    • Verg Esslicher am 10.02.2019 10:25 Report Diesen Beitrag melden

      nu hab ichs gerade vergessen...

      an welche Worte soll ich nochmals denken...?

    • Armando am 10.02.2019 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @gelbschwarzer Bär

      Wieso spielen die Grännis denn nicht noch international?

    • Meine Meinung am 10.02.2019 15:38 Report Diesen Beitrag melden

      Wie war das??

      Ich bin der Meinung dass der FZ Thun im Stade de Suisse mehr Tore in der Champion Lige geschossen hat als die Young Boys in dieser Saison 2018/19. Na Ja. Wir freuen uns auf ein spannendes Derby

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  • lucien am 10.02.2019 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anfang vom Ende

    Wie kann eine Mannschaft inklusive Trainer so extrem an Wahrnehmungsstörung leiden? GC hat die komplette zweite Halbzeit verpennt und war in allen Belängen schwächer als der FCZ. Wer das nicht einsieht und sich immernoch als bessere Mannschaft sieht, bei dem ist der freie Fall nicht mehr weit.