Bestechungsfall bei GC

27. Februar 2019 10:06; Akt: 27.02.2019 11:04 Print

Werden Eltern und Berater nun ausgesperrt?

Bei GC hat ein Trainer gegen Bezahlung Nachwuchsfussballer in die Juniorenteams aufgenommen. Ein Modell aus England könnte dies zukünftig vermeiden.

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GC-Nachwuchschef Roman Hangarter erzählt von 13-Jährigen, die bereits von Beratern kontaktiert werden. Im Nachwuchsbereich seien Tendenzen spürbar, dass immer mehr Eltern oder Beratern Junioren pushen, damit diese im Spitzenfussball Fuss fassen. Um dies zu erreichen, seien «viele Mittel recht».

Nicht erst seit Bekanntwerden des Bestechungsfalls bei GC machen sich die Grasshoppers und der Verband Gedanken, wie man den Auswüchsen im Nachwuchsbereich Einhalt gebieten kann. Erste Schritte wurden bereits umgesetzt.

Bei GC sind bei Gesprächen zwischen Club und Spielern unter 18 Jahren seit Herbst keine Berater mehr zugelassen. Zudem sind auf dem Trainingscampus private Videoaufnahmen verboten. Ausserdem diskutiert man intern, ein Model aus dem englischen Junioren-Spitzenfussball zu übernehmen. Dort finden bis zur U-16 Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nur Clubvertreter sind zugelassen, Eltern und Beratern haben keinen Zugang.

Auch der Schweizer Fussballverband SFV stellt den Status quo in Frage. Gemäss Raphael Kern, Ressortleiter Breitenfussball beim SFV, nimmt man den Fall ernst. «Wir stellen uns die Frage, ab welchem Alter Kinder in den Spitzenvereinen integriert werden sollten.» Mit «Footeco» habe man ein Förderprogramm, welches die Junioren langsam an den Elite-Fussball heranführe. Bei zu frühem Eintreten in den Spitzenfussball würden Träume und Druck entstehen, so Kern weiter.


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(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lukas Mauer am 27.02.2019 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schamlos

    Es ist himmeltraurig was hier auf dem Rücken der Kinder austragen wird. Nur weil sich einige Eltern und Trainer einen Bubentraum verwirklichen wollen. Aber es ist wie am vielen anderen Orten und bei vielen anderen Sachen auch, wegen ein paar einzelnen müssen jetzt wieder neue Regeln und Gesetze her und die, denen wir das zu verdanken haben schreien dann wieder am lautesten von wegen Überregulierung. Die paar wenigen hart bestrafen, Schweizweit ausschliessen (Eltern und Teainer) und gut ist. Bitte nicht alle Teainer und Eltern in einen Topf werfen. Der Grossteil weiss sich nämlich zu benehmen.

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  • meme am 27.02.2019 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    traurige Sache

    Hallooooo Es sind lange nicht Alle gleich!!!!! Es gibt Vereine, Trainer, Eltern und Kinder wo es wunderbar klappt und jedes Spiel ein "Riesenspassevent" ist! Bei uns wollen die Kinder, dass wir an die Spiele gehen und diese unterstützen (richtig). Finde es sehr schade und traurig, dass die Diskussion so stattfindet!!! Schande über die Unvernünftigen!!!

  • Paolo am 27.02.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeit zum Handeln

    Ja genau, es ist Zeit zum handeln . 1. Man müsste nur mit offiziellen Berater verhandeln mit Lizenz und nicht mit möchte gerne Berater wie Eltern, Verwandte ect. 2. Der Berater muss in einem Verein sein. 3.Verträge machen nach Leistung. 4. Erst mit 18.Jahren mit dem Spieler verhandeln

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Launedernatur am 27.02.2019 15:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja aber...

    ...dann müssten ja Lobbyisten auch aus dem Bundeshaus gesperrt werden?

  • Dani Alves am 27.02.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Englische Idee übernehmen!

    Diese Idee spricht mir aus dem Herzen! Gerade gestern wurde ich vom motivierten Jungfussballer Sohn beschimpft, ich sei der einzige Vater seines Teams, der ihn nicht ins Training fahre und alle Spiele schaue. Und stattdessen lieber selber Plauschfussball spiele ;-))

  • meme am 27.02.2019 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    traurige Sache

    Hallooooo Es sind lange nicht Alle gleich!!!!! Es gibt Vereine, Trainer, Eltern und Kinder wo es wunderbar klappt und jedes Spiel ein "Riesenspassevent" ist! Bei uns wollen die Kinder, dass wir an die Spiele gehen und diese unterstützen (richtig). Finde es sehr schade und traurig, dass die Diskussion so stattfindet!!! Schande über die Unvernünftigen!!!

  • Dito.eto am 27.02.2019 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Dito

    Dies ist nicht nur in Zürich so! Jeder Verein ist betroffen! Wir werden dies erst merken, wenn unser Fussball aussterben wird, da die wahren Talente meistens das Geld nicht haben um zu bestechen (müsste ja auch nicht so sein, oder)?! Die Klubs erleben Ihre Tiefphasen, siehe FC Aarau, da ist es sogar bekannt, einige Eltern haben sogar damit geprahlt! Nun spielt der FC Aarau halt mit Senioren in der CL... In dieser Stadt gab es begabte Spieler (wie überall) aber eben..

    • marko 34 am 27.02.2019 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dito.eto

      Schrecklich

    • marko 34 am 27.02.2019 14:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dito.eto

      Schrecklich

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  • Laura am 27.02.2019 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfache Lösung

    Bis zum Abschluss einer Erstausbildung ist Profisport illegal, Punkt. Unglaublich dass es einigen Eltern offenbar wichtiger ist ihre Brut im Sport zu pushen statt eine ordentliche Ausbildung zu machen.

    • marko 34 am 27.02.2019 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Laura

      Schrecklich

    • marko 34 am 27.02.2019 14:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Laura

      Schrecklich

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