FC Basel

20. Mai 2019 10:33; Akt: 20.05.2019 13:00 Print

Wie weiter mit Marcel Koller?

Der FC Basel holt den ersten Titel in der Ära Burgener/Streller. Trotz versöhnlichem Saisonende bleiben Fragen offen – sie betreffen auch Marcel Koller.

Marcel Koller über seine erste Titelfeier am Barfüsserplatz. (Video: Lukas Hausendorf)
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«Wir haben uns den Titel gewünscht – und wir haben geliefert», sagte Präsident Bernhard Burgener glücklich nach dem ersten Titelgewinn unter seiner Führung. Aber es war kein berauschender Cupfinal. «Ich lasse mir den Cupsieg nicht schlechtreden, schliesslich hat die ganze Schweiz mitgemacht und alle hatten die gleiche Chance, in den Final zu kommen», sagte Fabian Frei. «Nachdem wir zehn Monate lang Dreck fressen mussten, können wir uns jetzt freuen. Jetzt haben wir in dieser Saison gleich viele Titel wie die Berner.»

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Soll der FCB mit Marcel Koller weitermachen?

Das 2:1 im Cupfinal gegen Thun ist für den FC Basel ein versöhnlicher Abschluss einer schwierigen Saison. Einer Saison, in der Rotblau selten überzeugte, in vielen Spielen einen zwiespältigen Eindruck hinterliess und kaum begeisterte. Einer Saison, in der man den Meistertitel zum zweiten Mal in Folge YB überlassen musste – mit einer Differenz von 23 Punkten (nach 34 Runden) notabene. Einer Saison, in der Basel gegen ebendiesen Meister einen einzigen Punkt erspielte und neben den ernüchternden Resultaten 1:3, 2:2 und 1:3 vor allem eine schmerzhafte 1:7-Pleite in Bern zu verdauen hatte. Riskiert der FCB noch einmal eine Chaos-Saison?

Streller mag noch nicht über den Trainer reden

Ein klares Bekenntnis zum Trainer hat Marco Streller vor dem Cupfinal vermieden. Und auch am Sonntag wollte der FCB-Sportdirektor kein Statement zu Marcel Kollers Zukunft abgeben. Aber der Knatsch mit der Mannschaft vor der Rückrunde, die zusätzliche Anstellung eines Athletiktrainers, die Unzufriedenheit vieler Profis, die pragmatische Spielweise und auch der Zuschauerschwund sind Zeichen, die man in Basel nicht ignorieren kann. «Das ist an einem Abend wie heute einfach kein Thema», sagte Streller am Sonntag.


So feiern die Spieler auf dem Balkon am Barfüsserplatz. (Video: Lukas Hausendorf)

Und Koller? Seine Aussage war überraschend und liess mehr Fragen und Spekulationen offen, als sie klärte. «Ich habe noch ein Jahr Vertrag. Ich habe bei allen meinen Stationen alles gegeben. Wenn irgendjemandem etwas nicht passt, dann muss man darüber reden. Dann ist das halt so», sagte er. Denkt der Zürcher an einen freiwilligen Abschied, aus welchen Gründen auch immer?

Trotz versöhnlichem Saisonende bleiben einige Fragen offen. Fakt ist: Redebedarf besteht, denn der Cupsieg ändert nichts daran, dass die Saison 2018/19 für den FCB unter dem Strich eine Enttäuschung war.

Fussball

(ete)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto am 20.05.2019 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Good one

    Ich halte sehr viel von Koller. Meister mit GC, St. Gallen, machte aus Bochum eine Nicht-Mehr-Fahrstuhl Mannschaft und konnte mit Österreich an ein Endturnier. Aber zum FCB passt er von mir aus gesehen nicht. Koller ist ein Über-Trainer für Underdogs, nicht den FCB!

    einklappen einklappen
  • Bleidtmehr Fürmanagmant am 20.05.2019 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Er war nun Erfolgreich

    nun kann er gehen. hat ja vielleicht noch irgendwo einen billigen Nachwuchstrainer beim Ausverkauf des FCB...

  • miky am 20.05.2019 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realität und Demut

    Es wäre an der Zeit mit etwas Demut den Erfolg zu geniessen und anzuerkennen. Wenn man von Budgetkürzung CHF 20 mio. spricht sollte der etwas verwöhnte FCB mal auf den Boden der Realität zurückkommen. Etwas gutes hat das ja, der Erfolg in der CH-SL wird weniger von Finanzen gesteuert. YB wird es einem nächsten Lebenszyklus so treffen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • frankG. am 23.05.2019 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "leider.. leider"

    Saufgelage nach Cupsieg.. passt richtig zu diesem Sport.

  • nino bosch am 21.05.2019 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    Bin kein Insider

    Bei Basel war der Wurm bereits vor Koller drin, mit Koller hat sich der FCB stabilisiert. Mein Gefühl sagt mir, dass Kohler ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt, die Facts wissen am besten die Insider in Basel.

  • frankG. am 20.05.2019 23:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Medien"

    Wie immer.. die Medien, die den Abschuss provozieren!

  • KickerOnFire am 20.05.2019 21:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Transfers ?

    Wer wird verkauft seitens FCB ? Das war für den FCB immer sehr wichtig in der Vergangenheit.... Sommer Xhaka Shaq Akanji Elyounoussi Lang Steffen....das gab in Summe ein paar fette zweistellige Millionen... Heute: Okafor ? 4Mio Marktwert. Omlin 3Mio Kuzma...FFrei...Stocker... Suchy... Widmer... Tauli...Zuffi....hmmm.... Evtl. RvW 2.5Mio ? Alb Ajeti 7Mio ??? Wer bezahlt denn das ??

  • Fredy Burger am 20.05.2019 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steil war der Aufstieg ...

    Es gab Zeiten, da spielte der FCB in der zweithöchsten Liga. Dann wurde ganz vieles richtig gemacht. Strategisch wie operativ. Geldgeber sowie Einnahmen CL, Spielertransfers, Zuschauereinnahmen. Und nun? All dies ist rückläufig. Wo führt der Weg hin? Die mageren rund sieben Jahre scheinen unaufhaltsam zu kommen: Geldnehmen, fehlende CL, keine Talente = geringere Transfererlöse, Zuschauerschwund ... Keine rosige Aussichten. Eine Ablösung an der Spitze. Die Chance für andere - allez Servette!