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19. August 2019 14:27; Akt: 19.08.2019 15:20 Print

Wo Neymar doch noch unterkommen könnte

von Florian Raz - In Paris kann er nicht bleiben, Barça und Real zieren sich. Jetzt muss Neymar kreativ werden.

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Muss seinen Fokus bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber erweitern: Neymar Junior. (Bild: Keystone)

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Es ist traurig. In Paris beleidigen die Fans die Mutter von Neymar Junior. So, als ob die Frau Mama schuld wäre an der verfahrenen Situation ihres Sohnes. Aber klar, in der französischen Hauptstadt beim katarischen Spielzeug PSG kann der Brasilianer nicht mehr bleiben.

In Barcelona hätten sie ihn zwar vielleicht gern. Aber brauchen können sie ihn eigentlich nicht wirklich. Und bei Real Madrid ist man immer noch damit beschäftigt, einen Abnehmer für den als leicht überteuert geltenden Gareth Bale zu finden.

Das Problem sind die recht hohen Unterhaltskosten, die Neymar mit sich bringt. Fast sieht es so aus, als ob sich der 27-Jährige aus dem Markt verabschiedet hat mit seinem Nettolohn von geschätzten 30 Millionen Euro im Jahr und der wahnwitzigen Ablösesumme von 222 Millionen, die die Pariser vor zwei Jahren nach Barcelona überwiesen haben.

Möglich also, dass Neymar seinen Fokus bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber etwas erweitern muss. Wir sind gern bereit, ihm zu helfen und präsentieren fünf ideale Positionen bei Schweizer Arbeitgebern:

1. Party-Boot-Captain auf dem Zürisee

Wie viele Fliegen würden da denn bitte mit einer Klappe geschlagen? Der Schweizer Tourismus macht im Jahr zwar rund 44 Milliarden Franken Umsatz. Aber wie lange noch, bevor uns der letzte Titlisgletscher wegschmilzt und das Matterhorn abbröckelt?

Eben! Die Schweiz muss dringend eine Image-Korrektur vornehmen. Weg vom Winterwunderland. Hin zum Paradies des ewigen Sommers.

Das Geld für Neymars Ablöse und den Lohn müsste Schweiz Tourismus also zusammenbekommen. Zumal die gesamte Lohnsumme viel tiefer ausfallen wird als im Hochsteuerland Frankreich, falls Neymar in Wollerau wohnt.

Für das Boot könnte man sicher auf den in Schwyz wohnhaften Klaus-Michael Kühne setzen. Dessen Firma Kühne + Nagel verdient ihr Geld als weltweit grösste Reederei ohne Schiffe. OHNE Schiffe? Also bitte sehr. Wenigstens eines müsste doch dringend ins Portfolio.

Ausserdem möchte Kühne sicher wenigstens einmal in seinem Leben Geld für einen richtig guten Fussballer ausgeben. Der Deutsche steckt sonst Millionen in den chronisch erfolglosen Hamburger SV.

Und dass Neymar das mit dem Party-Boot-Captain draufhat, davon gehen wir jetzt einfach mal aus.

2. Flugi-Botschafter für die Schweizer Armee

Die Schweizer Armee mag Flugzeuge. Neymar Junior mag Flugzeuge. Zehn Millionen Franken liess er sich 2015 seinen Privatjet kosten. Da müsste es ihm doch möglich sein, die Flugi-skeptische Bevölkerung der Schweiz ebenfalls für neue Kampfjets zu begeistern.

Bundesrätin Viola Amherd möchte gern sechs Milliarden Franken in die neuen Kampfjets stecken. Bedeutet: Zwei, drei Flieger weniger – und Neymars Grundkosten wären gedeckt. Und je schneller die Jets, desto schneller sind auch Neymars Kumpel in Bern, wenn den Brasilianer mal wieder das Heimweh plagt.

Zwei, drei Jets weniger für einen Neymar finden Sie zu viel? Wir sagen: Keine Kampfjets, weil die miesepetrige Stimmbevölkerung wieder Nein sagt, sind noch viel weniger.

3. SVP-Ständeratskandidat

Dass da noch niemand draufgekommen ist! Neymar wäre der perfekte Kandidat für die Schweizerische Volkspartei. Er findet Steuern bis zur Hinterziehung doof. Er ist ein Selfmademan. Ja, eigentlich ist er mit seiner ganzen Entourage ein kleiner Unternehmer.

Er fliegt mehr als die ganze Klimajugend zusammen, glaubt also vermutlich noch weniger an den Klimawandel als Roger Köppel. Auch in Sachen Absenzen kann er es locker mit dem Zürcher Nationalrat aufnehmen. Und schliesslich scheinen seine Instagram-Likes im Zusammenhang mit Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro darauf hinzuweisen, dass sich Neymar in der Politik als Rechtsaussen zumindest nicht unwohl fühlt.

Das «Wahlkampfbudget» und die «Spesen» dürften von Herrliberg oder der Ems-Chemie überwiesen werden. Einziges Problem: Neymar ist (noch) kein Schweizer. Selbst bei einer Schnellheirat mit Rahel Blocher reicht es erst auf die übernächste Legislatur hin.

4. Marketing-Mensch bei Novartis

Das Basler Unternehmen hat derzeit ein paar Probleme. Einerseits gibt es tatsächlich Menschen, die 2,1 Millionen Franken für eine einzige Behandlung mit der Gentherapie Zolgensma als etwas teuer erachten. Andererseits wird gemäkelt, weil Novartis ausgerechnet bei der Entwicklung dieses Medikaments ein paar wenige Daten manipuliert hat.

Etwas gute Publicity würde dem Medikamentenhersteller am Rhein also durchaus gut tun. Und ist irgendjemand fotogener verletzt als Neymar? Kann ein anderer derart telegen im Rollstuhl sitzen? Eben.

Die Bezahlung wird für Novartis kein Problem sein. Über 12 Milliarden Franken gibt die Firma schon heute für Marketing und Vertrieb aus. Da kommt es auf ein paar Hundert Millionen mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Und wenn der FC Basel dann mal wieder Gefahr läuft, in der Qualifikation zur Champions League gegen Linz und Kunz auszuscheiden, könnte Novartis als Hauptsponsor des FCB Neymar vielleicht mal für knapp 90 Minuten entbehren.

5. Pushmeldungen-Sender bei 20 Minuten

Gut, da ist schon auch der Wunsch Vater des Gedankens. Aber wir stellen uns das so schön vor. Neymar erhält einen grossen, roten Knopf. Und immer um 12.15 Uhr, wenn Zürich in der Mittagspause ist, haut er vor den vor dem Tamedia-Gebäude versammelten Fans eine Pushmeldung raus: «Exklusiv! Gölä trennt sich von Trauffer: In der Küche habe immer nur ich gebüezt. – Diese Pushmeldung schickt Ihnen NEYMAR.»

Und das für nur rund das Doppelte unseres Tamedia-Konzerngewinns von 2018. In diesem Sinn: Meine Herren Verwaltungsräte, übernehmen Sie!

Fussball

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Witzbold am 19.08.2019 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witzig?

    Wollte da jemand besonders witzig sein beim Schreiben dieses Artikels!? Der ober Teil hätte gereicht. Die mega lustigen Vorschläge unter sollten den Verfasser des Artikels zum Selben machen wie Neymar, nähmlich arbeitslos!

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  • adima am 19.08.2019 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Hochmut kommt vor dem Fall

    Und wenn er nicht gefallen ist, dann rollt er heute noch... Irgendwie finde ich es nicht so falsch, wenn er nun für die Diva in sich, etwas unten durch muss. Ausserdem ist es doch masslose Habgier wenn ihm weniger als 30Mio im Jahr nicht genug sind... Verhältnisblödsinn in aburden Sphären.

  • FRR am 19.08.2019 15:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ciao Neymar

    Neymar ist kein Fussballer mehr. Der soll weiterhin Werbungen machen. Fussball ist definitiv nichts mehr für Ihn.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Maun am 07.09.2019 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Strassenwalze Neymar

    Im Strassenbau. Wieso Teer walzen. Nimmt doch Neymar, der rollt ja die ganze Zeit auf dem Boden rum. Zu mehr ist Neymar nicht zu gebrauchen. Vielleicht kann er singen dann könnte man ein Musical namens "Die grosse Heulsuse" machen. Neymar beim RAV. Die hätten den schwierigst möglichen Fall...

  • Doma am 29.08.2019 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sitzen lassen

    wie schon vor 5 Jahren gesagt. Schlechter durchschnitt fussballer schnell aber das wars schon, stolpert sehr oft über die eigenen füsse was immer wieder amüsnt ist und der grösste simulant ever!! nichts spezielles und der karakter mit fans eine reinhauen etc. Ich würd den nicht ziehen lassen auf der bank den vertrag absitzen lassen kein einziges spiel spielen lassen. Bis der Marktwert kommplett kaputt ist und ihn niemand mehr will!

  • Condorman am 22.08.2019 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zum Thema

    Ps.: Irgendwie müssen die Gelder auch gewaschen werden...

  • Condorman am 22.08.2019 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zirkus

    der Marktwert von Neymar ist eh überbewertet aber es gibt immer Leute die jeden Preis bezahlen, vielleicht landet er in China oder Saudi Arabien und dort kann er nicht immer am Boden seine Schwalben zelebrieren... mal sehen wer bereit ist ihn unter Vertrag zu nehmen ist bald das spannende der ganzen Geschichte.

  • Pyrron am 20.08.2019 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spielgruppe?

    Gibt es noch Spielgruppen? Da wäre Neymar bestens aufgehoben so oft wie er am Boden "teubelet".;)