Annullierter Siegtreffer

04. Dezember 2011 20:20; Akt: 04.12.2011 20:28 Print

Wölflis Ärger über Schiri Studer

von Eva Tedesco - Wenn einem das Pech an den Schuhsohlen klebt, dann meistens richtig. Nach dem 1:1 gegen Sion hadert YB-Captain Marco Wölfli mit dem Schicksal.

YB-Captain Marco Wölfli hadert nach dem 1:1 gegen den FC Sion mit dem Schicksal. (Video: 20 Minuten Online)
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«Da haben wir in der 85. Minute ein Tor geschossen und wieder wird es abgepfiffen. Und wieder ist es ein Foul! Langsam nervt es, wenn uns schon zum fünften Mal ein Tor aberkannt wird», echauffiert sich YB-Captain Marco Wölfli nach der Partie gegen den FC Sion über die Leistung von Ref Stephan Studer. «Wenn ein bisschen Abstützen als Foul gilt, ist bald jeder Zweikampf ein Foul. Das nervt!» In der angesprochenen Szene war YBs Moreno Costanzo im Luftduell höher als sein Sittener Gegenspieler Anthony Sauthier gestiegen und traf zum vermeintlichen 2:1. Aber eben: Studer sah ein Abstützen des Offensivspielers und annullierte den Treffer.

Der Ärger der Berner ist verständlich. Die Entscheidung des Unparteiischen war grenzwertig. «In ganz Europa wird so ein Treffer gegeben», ärgert sich Trainer Christian Gross. Der YB-Trainer hatte sich die Szene am TV noch einmal angesehen, ehe er sie kommentierte. «Wenn Manchester United so ein Tor erzielt, erfolgt der Anstoss ohne mit der Wimper zu zucken und nichts passiert. Dieses Fingerspitzengefühl spüre ich in der Schweiz nicht», so der Zürcher angesäuert.

Wenn das Pech an den Sohlen klebt

YB hatte ein gutes Spiel gezeigt und viel Aufwand betrieben. Mit dem 1:1-Remis war der Gastgeber am zweiten Adventsonntag schlecht belohnt. Aber eben, wenn einem das Pech an den Sohlen klebt ... Der Gegentreffer zum 1:1 durch Giovanni Sio passte deshalb perfekt ins Bild. Eigentlich wollte der Franzose nur flanken, aber der Ball wurde länger und länger, prallte an die Latte und via Rücken von Goalie Wölfli schliesslich ins Tor. «Das passt zur Situation. Nur wenig später hat Costanzo auf der anderen Seite eine ähnliche Szene. Sein Schuss prallt ans Lattenkreuz und wieder raus ... », hadert Wölfli.

So blieb es in Bern bei der Punkteteilung - und das bei den Hauptstädtern mit einem bitteren Nachgeschmack. Seit drei Partien warten sie nunmehr auf einen Sieg. Das Umfeld wird unruhiger und kritische Stimmen immer lauter. Das lässt Wölfli aber unbeeindruckt. «Die Leute können reden und Journalisten schreiben, was sie wollen. Entscheidend ist, dass wir innerhalb der Mannschaft wissen, was zu tun ist. Momentan haben wir einfach Pech», so der Captain. Er bleibt aber zuversichtlich: «Nun müssen wir eben gegen Thun drei Punkte holen.»

YB-Routiner Christoph Spycher äussert sich zum 1:1-Remis gegen den FC Sion. (Video: 20 Minuten Online)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • denker am 06.12.2011 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hinspiel

    im Hinspiel wars genau umgekehrt. Da hat Sion in der 94. ausgeglichen und das Tor wurde auch fälschlicherwiese nicht gegeben. Aber daran wollen sich die gelb-schwarzen nicht erinnern. Ihr habt ja schon 2 Punkte zu viel...

  • Moritz grünspan am 05.12.2011 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Zum ersten Mal ansehnlichen Fussball gespielt, nicht gewonnen, also ist bei Herrn Gross der Schiri Schuld. Ein "Gränni" halt.

  • Mr.Burgdorf am 04.12.2011 23:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fragwürdiger sxhweizer fussball

    wieder mal typisch: alle bekommen schlechte shiris ausser der FCB! und das in dem land, wo der FIFA hauptsitz ist -.-

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • denker am 06.12.2011 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hinspiel

    im Hinspiel wars genau umgekehrt. Da hat Sion in der 94. ausgeglichen und das Tor wurde auch fälschlicherwiese nicht gegeben. Aber daran wollen sich die gelb-schwarzen nicht erinnern. Ihr habt ja schon 2 Punkte zu viel...

  • Moritz grünspan am 05.12.2011 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Zum ersten Mal ansehnlichen Fussball gespielt, nicht gewonnen, also ist bei Herrn Gross der Schiri Schuld. Ein "Gränni" halt.

  • Niko FCB am 05.12.2011 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Fussball "logik"

    Wölfli beschwert sich über den Schiri? Wer beschwert sich über sein "Eigentor"??? Die ständigen Disskusionen über die Unparteiischen nerfen doch echt, wenn man nicht gewinnt ist der Schiri schuld...Ich frage mich wie sich Herr Gross, Herr Yakin, Herr Vogel oder wie sie alle heissen in der Schiedsrichter Rolle anstellen würden.

  • heiri basler am 05.12.2011 03:51 Report Diesen Beitrag melden

    YB = Yellow Badluck

    Dass in der Schweiz kleinlich gepfiffen wird ist nicht neu, also darf man sich deswegen nicht beklagen. Gleicht sich auch aus über längere Zeit (Wie oft hat YB in den letzten beiden Saisons Glück gehabt?).YB's "loser-gen" ist nicht neu. Wie sagte schon ein bekannter deutscher Fussballer? "Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu" ... :-)

  • roberto am 04.12.2011 23:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    forza

    inter hat auch eine krise.