Brutalo Milan

16. Februar 2011 08:34; Akt: 16.02.2011 09:59 Print

Würgegriff, Kamikazefoul und Kopfnuss

Die AC Milan verliert im Champions-League-Achtelfinal gegen Tottenham nicht nur 0:1, sondern zeigt sich auch von ihrer dunklen Seite. Im Mittelpunkt: Captain Gattuso.

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Gennaro Gattusos Ausraster gegen Joe Jordan.

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Milan ist der Start in die Königsklasse im neuen Jahr ziemlich missglückt. Tottenham zeigte im San Siro vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und setzte sich am Ende dank dem späten Tor von Peter Crouch mit 1:0 durch. Für das Rückspiel eine hervorragende Ausgangslage der Londoner.

Milan dagegen schiesst sich nicht nur durch das Resultat ins Abseits. In der 50. Minute springt Mathieu Flamini Gegenspieler Vedran Corluka von vorne mit beiden gestreckten Beinen in die Füsse. Ein Kamikazefoul sondergleichen (Video unten). Doch der Franzose sieht nur Gelb. Corluka dagegen muss ausgewechselt werden. Zum Glück hat sich der Kroate nicht schwerer verletzt.

Gattusos Würgegriff

Danach rückt Antreiber Gattuso ins Zentrum der Aggressionen. Der Captain legt sich nach einem Foul von Wilson Palacios wenig später mit Tottenhams Assistent Joe Jordan an und geht ihm an die Gurgel. Der Weltmeister von 2006 kann sich während der gesamten Halbzeit nicht mehr beruhigen. Er schreit, motzt, pöbelt und grätscht in den letzten Minuten nur noch. Nach dem Schlusspfiff dann der totale Ausraster: Oben ohne geht Gattuso nochmals auf Jordan los und verpasst ihm eine Kopfnuss. (Video unten)

Gattuso fehlt im Rückspiel wegen der gelben Karte, die er in der 76. Minute kassiert, sowieso. Doch sein Ausraster dürfte noch ein zusätzliches Nachspiel haben. Er selbst zeigte immerhin schon nach dem Schlusspfiff Reue: «Ich habe die Kontrolle verloren. Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe.»

Gattusos Ausraster gegen Joe Jordan

(Quelle: YouTube)

Flaminis Brutalo-Foul gegen Corluka

(Quelle: YouTube)