Transfergewinn verplant

28. Juni 2011 22:16; Akt: 29.06.2011 10:31 Print

YB fehlt Geld für neue Spieler

von Peter Berger - Senad Lulic und Thierry Doubai sind verkauft. Aber diese Einnahmen kann YB nicht für neue Spieler wie Nassim Ben Khalifa einsetzen. Der Klub wird zudem seine Restposten nicht los.

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«Leider ist es nicht so, dass uns die beiden Abgänge den Zuzug von Ben Khalifa finanzieren», hält YB-CEO Ilja Kaenzig fest. Geschätzte 7 Millionen Franken dürften die Verkäufe von Lulic (Lazio Rom) und Doubai (Udinese) einbringen. «Aber dieses Geld ist schon verplant. Es fliesst in die laufende Rechnung, um den Stadionbetrieb zu gewährleisten.»

Deshalb ist Kaenzig weiter auf den Verkauf von Spielern wie etwa Ammar Jemal und allenfalls auch Emiliano Dudar angewiesen. Bloss befindet er sich in der Zwickmühle. Es gibt ausländische Interessenten an Jemal (Stoke City?), doch die haben keine Eile, weil dort die Saison erst im August startet. «Doch wir müssen unsere Hausaufgaben in zehn Tagen abgeschlossen haben, damit Trainer Christian Gross mit dem vollständigen Kader arbeiten kann.» Kaenzig ist deshalb bemüht, «andere Lösungen zu suchen».

Zum Beispiel Vorschuss von den Investoren zu erhalten? «Das wird diskutiert, aber ich kann nicht jedes Mal die hohle Hand machen.» Deshalb ist die Ausleihe des U21-Internationalen Ben Khalifa (Wolfsburg) immer noch nicht fix. Auch für einen neuen Innen- und Aussenverteidiger fehlt das Geld.

Als schwierig erweist sich zudem der Verkauf von Restbeständen wie Issam Mardassi (Tun/30), Youssouf Traoré (Elf/20), Matar Coly (Sen/26) oder Hassan Lingani (Elf/23). Letzterer verletzte sich gestern und fällt erneut mehrere Monate aus. «Diese belasten unser Budget mit mehr als einer Million Franken.»

Geld fehlt Kaenzig auch, um mit dem «Fall Ja-Cheol Koo» an die Fifa zu gelangen. Mit dem Südkoreaner hatte YB im Winter bereits einen Vertrag, bevor er im letzten Moment in die Bundesliga zu Wolfsburg wechselte. «Um das Verfahren einzuleiten, sind 400 000 Euro nötig», sagt Kaenzig. «So viel Vorschuss haben wir im Moment nicht. Aber wir haben zwei Jahre Zeit, um den Fall bei der Fifa anzumelden.» Noch immer hofft der Boss, einmal Schadenersatz für den verpassten Deal zu erhalten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ex-YB-Fan am 29.06.2011 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Marktwanderer

    Es ist an der Zeit das Geld in eigenen Nachwuchs zu investieren anstatt diese Absahner-Fussballer zu fördern!Ohne Spielpraxis wird er nicht einsatzfähig sein! Vergeudetes Geld und Zeit!YB besitzt bereits eine Fussballakademie an der Elfeinbeinküste, das sollte für Nachwuchs sorgen!

  • Fan der Jugend am 01.07.2011 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist die Kohle???

    Möchte gerne wissen, wo das ganze Geld hinfliesst! Zwischen Basel und YB gibt es nur einen kleinen Unterschied. Der magische Satz heisst "gib unserer Jugend eine Chance", oder haben wir keine Berner Jungtalente? Doch...aber die haben ja in Bern keine Chance und werden dann mit Handkuss, gratis von Zürich, Basel oder gar in der Bundesliga in Empfang genommen. YB ist keine Familie, wie es früher mal so war, das alle Spieler (Jugend) gleich behandelt werden, ob arm oder reich. Und so werden wir die nächsten 100 Jahre nicht meister. Schade!

  • U. Berner am 29.06.2011 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Provinzort Bern

    Es wäre besser gewesen, YB in der B-Liga zu lassen. Kein richtiges "National"-Stadion (zu klein), ni9cht genug Geldgeber (Nur-Beamten-Stadt) um einen konkurrenzfähigen Betrieb zu finanzieren, uwe. Was nützt ein Gross, wenn zuwenig gute Spieler da sind? Proviniziell, liebe Berner.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fan der Jugend am 01.07.2011 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist die Kohle???

    Möchte gerne wissen, wo das ganze Geld hinfliesst! Zwischen Basel und YB gibt es nur einen kleinen Unterschied. Der magische Satz heisst "gib unserer Jugend eine Chance", oder haben wir keine Berner Jungtalente? Doch...aber die haben ja in Bern keine Chance und werden dann mit Handkuss, gratis von Zürich, Basel oder gar in der Bundesliga in Empfang genommen. YB ist keine Familie, wie es früher mal so war, das alle Spieler (Jugend) gleich behandelt werden, ob arm oder reich. Und so werden wir die nächsten 100 Jahre nicht meister. Schade!

  • Ex-YB-Fan am 29.06.2011 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Marktwanderer

    Es ist an der Zeit das Geld in eigenen Nachwuchs zu investieren anstatt diese Absahner-Fussballer zu fördern!Ohne Spielpraxis wird er nicht einsatzfähig sein! Vergeudetes Geld und Zeit!YB besitzt bereits eine Fussballakademie an der Elfeinbeinküste, das sollte für Nachwuchs sorgen!

  • U. Berner am 29.06.2011 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Provinzort Bern

    Es wäre besser gewesen, YB in der B-Liga zu lassen. Kein richtiges "National"-Stadion (zu klein), ni9cht genug Geldgeber (Nur-Beamten-Stadt) um einen konkurrenzfähigen Betrieb zu finanzieren, uwe. Was nützt ein Gross, wenn zuwenig gute Spieler da sind? Proviniziell, liebe Berner.

    • Andreas Grübel am 29.06.2011 09:44 Report Diesen Beitrag melden

      Provinziell so weit das Auge reicht

      Provinziell und auf Sparkurs geht's leider in allen CH-Super-League Clubs zu und her, einzige Ausnahme ist und bleibt der FC Basel mit seiner unerschöpflichen Finanzquelle.Eigentlich tragisch, dass der FCB innerhalb der Schweiz über keine wirklich ernst zu nehmenden Gegner vefügt, YB als Meister 2011/12 ist auch mit Gross als Trainer äusserst unwahrscheinlich...

    • aus Bern am 29.06.2011 10:15 Report Diesen Beitrag melden

      aber...

      Ich finde YB hat dafür Respekt verdient, ohne "richtig" grossen Geldgeber, sich in den letzten Jahre auf Platz 2 oder 3 der SL festzusetzen. Klar braucht man dazu etwas Glück (z.B. Dumbia), aber Kaenzig macht aus meiner Sicht das richtige. Ausserdem - wenn YB in die ChL gehört, dann wird wohl bald nur noch der FCB und FCZ in der SL spielen :-)

    • ackermann jacqueline am 29.06.2011 10:29 Report Diesen Beitrag melden

      geht's noch?

      also echt... ich bin ja kein sonderlicher yb symphatisant aber zu sagen, yb gehöre in die b liga ist einfach absolut lächerlich und beweisst, dass man keine ahnung vom fussball in diesem land hat. natürlich ist dieser fussball nicht gerade hochstehend und trotzdem braucht es teams wie yb, gc, luzern, sion... ausserdem ist das stadion für schweizer verhältnisse keineswegs zu klein. sowas lächerliches habe ich ja lange nicht mehr gelesen.

    • S. Werder am 29.06.2011 11:14 Report Diesen Beitrag melden

      Wie bitte?

      Klar, und genau dieser Provinz-Club hat sich in den letzten Saisons problemlos in den oberen Tabellenrängen gehalten und zudem zeitweise international einen sehr anständigen Eindruck hinterlassen. Nach Ihrer Logikt müssten wohl fast alle Klubs in die B-Liga?

    • Fibu am 29.06.2011 15:04 Report Diesen Beitrag melden

      ????

      Nur weil Sie keinen Mäzen haben der Geld reinbuttert soll YB ein Provinzklub sein? Es geht um Fussball, nicht um Geldschieberei!!!

    • Bern am 29.06.2011 15:17 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort

      Dann sag mal, welcher Verein ausser Basel könnte sich Khalifa leisten??? Zürich und ihre schulden!? Luzern xD

    • b. isler am 29.06.2011 19:39 Report Diesen Beitrag melden

      hahaha

      ziemlich miese provokation mein lieber:D

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