Europe League

16. Februar 2011 22:30; Akt: 16.02.2011 22:34 Print

YB tritt ohne Komplexe gegen den Favoriten an

von Peter Berger - Hoher Besuch in Bern: Mit Zenit St. Petersburg kommt der russische Meister. YB beabsichtigt aber nicht, in Ehrfurcht zu erstarren.

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Lulic (l.) und Degen unterhalten sich über Gegner Zenit. (Keystone)

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Zenit St. Petersburg ist ein Schwergewicht im internationalen Fussball. Grösster Fan ist Staatspräsident Dmitri Medwedew. Sponsor der Erdgas-Konzern Gazprom. Die Russen haben 2008 den Uefa-Cup gewonnen. Diese Saison soll nun der Triumph im Nachfolger-Wettbewerb folgen. Im Herbst hat Zenit unter Coach Luciano Spalletti (It) in der Europa League als einziges Team keinen Zähler abgegeben.

«Zenit ist nicht nur Favorit, sondern der Top-Favorit auf diesen Titel», sagt Vladimir Petkovic. Der YB-Trainer fordert dennoch mutig: «Wir wollen im europäischen Wett­bewerb bleiben.» Dazu müssen die Berner heute im Sechzehntelfinal-Hinspiel eine gute Ausgangslage schaffen. «Mir wäre ein 0:0 lieber als ein 3:2», sagt David Degen und gibt damit die Devise vor: «Keinen Gegentreffer kassieren.» Der YB-Mittelfeldrenner weiss um die Favoritenrolle der Russen. «Aber das beeindruckt uns nicht.» Ins gleiche Horn bläst Senad Lulic: «Wir spielten zuhause gegen Tottenham und Fenerbahce auch gut. Hier haben wir eine gute Chance, im Rückspiel dürfte es dann schwieriger werden.»

Die Berner hoffen vor allem darauf, dass die Russen noch nicht im Spielrhythmus sind. Die Saison beginnt dort erst im März. «Wenn, dann ist dies unser einziger Vorteil. In allen anderen Bereichen ist Zenit der Favorit», betont Petkovic. Der Coach will dennoch einen beherzten Auftritt sehen: «Wenn wir selbstbewusst und intelligent nach vorne spielen, können wir Zenit in Schwierigkeiten bringen.»