Super League

16. Februar 2019 18:46; Akt: 17.02.2019 00:13 Print

Thun schlägt St. Gallen, Lugano gewinnt in Luzern

Der FC Thun hat seine starke Form bestätigt. Gegen den FC St. Gallen siegen die Berner Oberländer 3:1. Luzern verliert gegen Lugano 0:3.

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Es werden die Zeiten kommen, in denen Siege des FC Thun nicht mehr als Überraschungen, sondern als Enttäuschungen gewertet werden. Das Team der Stunde in der Super League siegt in St. Gallen 3:1.

Höhenflug hält an

Hatten die Thuner schon im Herbst vollauf überzeugt, sind sie nun mit 3:1-Siegen in Lugano und St. Gallen sowie einem 1:1 daheim gegen den mächtigen Kantonsrivalen YB in die Rückrunde gestartet. Besser geht es fast nicht. Goalgetter Dejan Sorgic steht stellvertretend für die selbstbewussten Auftritte der Berner Oberländer. Der Stürmer traf in der Ostschweiz auf seine typische Art zwei weitere Male und erhöht seine Ausbeute in dieser Meisterschaft auf 15 Tore.

Bei aller Bewunderung für die Leistungen der Mannschaft von Trainer Marc Schneider muss man festhalten, dass der Match für die ihrerseits nicht enttäuschenden St. Galler sehr unglücklich lief. Vor dem 0:1 hätten sie in zwei Szenen 1:0 oder gar 2:0 in Führung gehen können. Weitere gute Chancen hatte das Team von Trainer Peter Zeidler auch in der zweiten Hälfte, aber es reichte nur zum Ehrentor des eingewechselten Axel Bakayoko in der 94. Minute, wenige Sekunden vor dem Abpfiff.

Fähndrich im Fokus

Schiedsrichter Lukas Fähndrich leitete den sehr intensiven Match grundsätzlich sehr gut. Aber es unterliefen ihm zwei kuriose Fehlentscheide, je einer auf beiden Seiten. Fähndrich übersah, obwohl er in einer guten Position stand, ein klares Foul an der St. Galler Neuerwerbung Jérémy Guillemenot im Thuner Strafraum. Zu diesem Zeitpunkt stand es 0:3, aber die Partie dauerte noch rund 20 Minuten. Zuvor hatte Fähndrich Bakayoko in der 68. Minute verwarnt. Er verwarnte jedoch den falschen Spieler. Das Foul hatte Majeed Ashimeru begangen, der in der ersten Halbzeit schon die Gelbe Karte gesehen hatte. Der erneut stark spielende Ashimeru hätte also vom Platz gestellt werden müssen.

Luzerns Kampf mit sich selbst

Der FC Luzern findet in der Rückrunde nicht von der Verliererstrasse. Beim 0:3 daheim gegen Lugano setzte es die dritte Niederlage in Folge ab. Es war in der vergangenen Woche einiges Los im FC Luzern: Da war die Suspendierung von Stürmer Tomi Juric, da waren die Gerüchte um die mögliche Verpflichtung von Donis Avdijaj, und da war nicht zuletzt der Frust und Ärger über Schiedsrichter Urs Schnyder, der den FCL am Mittwoch gegen Sion Punkte gekostet haben soll. Da war schlicht genug los, dass es in der Mannschaft von René Weiler hätte Spuren hinterlassen müssen. Es zeigte Wirkung, wenn auch später als angenommen.

Was die Luzerner vor eigenem Anhang in den ersten 30 Minuten aufführten, war kein Auftritt der Verunsicherung, sondern einer voller Mut und Zuversicht. Keine Minute war gespielt, da liess Pascal Schürpf hinter Lugano-Goalie Noam Baumann die Latte erbeben. Bis zum Ende der Startviertelstunde kamen für den FCL mehrere weitere Möglichkeiten dazu, bei denen Baumann allerdings nichts mehr dem Zufall überlassen wollte und souverän parierte.

Sadikus Treffer, Elekes Ellbogenschlag

Der Bruch im Spiel des Heimteams kam mit der ersten richtigen Chance der Gäste. Er kam mit der Flanke des Luganesen Carlinhos in der 32. Minute und dem nachfolgenden Kopfball am zweiten Pfosten von Armando Sadiku. Der 27-jährige albanische Internationale schoss das zuvor in der Rückrunde wie Luzern noch sieglose Lugano bei seinem ersten Einsatz in der Startformation seit seiner Rückkehr sogleich zum wichtigen Sieg. Nach langer Verletzungspause war Sadiku in der Winterpause vom spanischen Erstligisten Levante ins Tessin zurückgekehrt, wo er bereits 2017 äusserst erfolgreich unterwegs gewesen war.

Mitten auf dem Weg, das Handicap aus der ersten Halbzeit zu korrigieren, wurde Luzern von einem kapitalen Aussetzer seines Stürmers Blessing Eleke ausgebremst. In der 69. Minute liess sich der 22-jährige Nigerianer im Vorfeld eines FCL-Corners zu einem Ellenbogenschlag hinreissen, wofür er mit Gelb-Rot vom Platz flog. Damit öffnete Eleke den Tessinern Alexander Gerndt (77.) und Jonathan Sabbatini (86.) die Tür zur endgültigen Entscheidung.

St. Gallen - Thun 1:3 (0:1)
11'016 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 16. Sorgic (Glarner) 0:1. 59. Stojanovic (Eigentor) 0:2. 71. Sorgic (Tosetti) 0:3. 94. Bakayoko (Ashimeru) 1:3.
St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger, Hefti, Quintilla, Wittwer; Nuhu (64. Bakayoko); Sierro, Ashimeru; Kutesa (64. Guillemenot), Rapp, Ruiz (64. Tafer).
Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues, Sutter, Joss (82. Kablan); Gelmi, Bigler; Tosetti (89. Hunziker), Stillhart, Spielmann; Sorgic (77. Salanovic).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Barnetta, Itten, Stergiou und Wiss (alle verletzt), Kchouk, Vilotic und Ben Khalifa (alle nicht im Aufgebot). Thun ohne Hediger (gesperrt und verletzt), Costanzo, Ferreira, Karlen und Righetti (alle verletzt). Super-League-Debüt von Ruiz und Guillemenot. 41. Kopfball von Stillhart ans Lattenkreuz.
Verwarnungen:29. Ashimeru (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 32. Spielmann (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 68. Bakayoko, 84. Tosetti (beide Foul), 92. Quintilla (Foul).

Luzern - Lugano 0:3 (0:1)
7758 Zuschauer. - SR Jaccottet.
Tore: 32. Sadiku (Carlinhos) 0:1. 78. Gerndt (Carlinhos) 0:2. 86. Sabbatini (Gerndt) 0:3.
Luzern: Salvi; Schwegler (66. Custodio), Lucas, Cirkovic, Sidler (84. Ndenge); Grether (78. Schmid); Schneuwly, Schürpf, Schulz; Demhasaj, Eleke.
Lugano: Baumann; Sulmoni, Maric, Kecskes, Mihajlovic; Piccinocchi (46. Covilo), Sabbatini; Carlinhos (86. Brlek), Vecsei, Gerndt; Sadiku (74. Bottani).
Bemerkungen: Luzern ohne Vargas (gesperrt), Kakabadse, Knezevic, Rodriguez (alle verletzt) und Juric (intern suspendiert). Lugano ohne Lavanchy, Crnigoj und Macek (alle verletzt). 1. Lattenschuss Schürpf.
Verwarnungen: 7. Eleke (Foul). 29. Schulz (Foul). 35. Piccinocchi (Foul). 45. Sulmoni (Foul). 61. Baumann (Zeitverzögerung). 69. Gelb-Rote Karte gegen Eleke.

Fussball

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Müller am 16.02.2019 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Respekt an Thun! Auch mit relativ bescheidenen Mitteln kann man viel erreichen! Gratulation nach Thun von einem Aarau Fan

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  • FC Thun Fan am 16.02.2019 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ich liebe euch!

    SOOOOgeil Dejan Sorgic macht den 2. Knaller rein. FC Thun ihr seit meine Helden! Die Bescheidenheit und harte Arbeit zahlt sich aus.

  • Frani am 16.02.2019 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sg

    Thun macht überragende Arbeit.St Galler Hüppi und Sutter bitte Anschauungsuntericht bei Thun.Schwache Leistung von den Spielern.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Viererkette am 16.02.2019 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Solange der FCSG Coach nicht merkt

    das Hefti kein Innenverteidiger sondern ein Aussenverteidiger ist, und Wittwer als Aussenverteidiger in der SuperLeague völlig überfordert zu sein scheint, wird der FCSG keinen Schritt weiter kommen.

  • Fred Knall am 16.02.2019 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    Bratworscht

    Ich liebe sie heiss. Danke an diese alle welche die Leichenfinger ausschliesslich mit Senf essen.

    • Rond om de Säntis am 17.02.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fred Knall

      ..und verhindert somit diesen komischen Dialekt zu sprechen..Senf her Senf her oder ich bringe die querliegende Zahnbürste nicht aus dem Hals

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  • Frani am 16.02.2019 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sg

    Thun macht überragende Arbeit.St Galler Hüppi und Sutter bitte Anschauungsuntericht bei Thun.Schwache Leistung von den Spielern.

    • SmartFan am 16.02.2019 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Frani

      Dieser Kommentar spricht mir richtiggehend aus dem HerzenWas Andi Gerber und Marc Schneider jedes Jahr in Bescheidenheit mit diesem Verein erreichen das ist grosse Klasse. Bei ihnen steht nicht Geld, aber der Mensch im Vordergrund

    • Thuner am 17.02.2019 01:55 Report Diesen Beitrag melden

      über jahre gewachsen....

      wenn ihr die füsse still halte in der ostschweizt, und die zwei mal 2-3 saison mit dem ziel nicht abzusteigen, arbeiten lässt wer weiss was 2022 möglich wäre..... hediger war eh gsperrt, Fight CAPITANO #17.

    • Fuessballo hoi am 17.02.2019 16:16 Report Diesen Beitrag melden

      Match geschaut?

      Das Spiel hätte lange auch kippen können, SG hatte viele Möglichkeiten. Wenn man den Kader mit vor 2-3 Jahren vergleicht haben Sutter und Hüppi enorm viel erreicht - viele junge Talente, die sicher noch für einige Highlights verantwortlich sein werden.

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  • Nörgler am 16.02.2019 21:44 Report Diesen Beitrag melden

    Tabellenkeller

    Wart ihr mental schon in der Fasnacht? Luzern wird bald wieder dort sein, wo sie hingehören. Entweder Absturz schon vor der Winterpause oder nach der Winterpause. Sturz aber immer.

    • Gvatter Bär am 17.02.2019 05:17 Report Diesen Beitrag melden

      Ellenbogen

      Und wieder war natürlich der Schiri schuld. So werden die Pilatusheuer absteigen. Spätestens am Schmudo wird Weiler die Finken klopfen!

    • hubsy2005 am 17.02.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

      Hang zur Mittelmässigkeit

      Missmanagement vom unfähigen Vorstand, seit ewiger Zeit äusserst bescheidenes Budget für Spielereinkäufe und kurzsichtiges Denken. Wer da von der Mannschaft eine Etablierung im oberen Tabellendrittel erwartet ist naiv. Angeschmiert ist wie eh und je eines der besten Publikums der Schweiz.

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  • Pat am 16.02.2019 21:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hühnehaufen FCSG

    Was war das? Zeindler lässt unseren jungen dynamischen Verteidiger draussen, ersetzt diesen mit Quintilla, der als Mittelfeldstratege in den letzten Spielen brilliert hatte und lässt mit einem 3 Mann Sturm antreten, der sich gegenseitig auf die Füsse steht. Keine Ballstafetten, dafür Fehlpässe zuhauf. Sutter, unser Sortchef sagt schon vor dem Spiel, das sich die Mannschaft noch finden müsse (?). Ich schäme mich für die gezeigte Leistung. Zeindler und Sutter scheinen die grösste Fehlbesetzung zu sein Und... weshalb wird die Mannschaft ständig vendändert? Wo ist die Stammelf?