Europa League

22. Februar 2011 21:37; Akt: 22.02.2011 22:03 Print

Zenit vs. YB um zwei Stunden vorverlegt

Der strenge Winter in Russland hat die UEFA veranlasst, den Ankick des Sechzehntelfinal-Rückspiels zwischen Zenit St. Petersburg und den Young Boys von 19 auf 17 Uhr zu vorzuverlegen.

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YB reist mit einem knappen Vorsprung nach St. Petersburg. (Bild: Keystone)

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In St. Petersburg werden nach vergleichsweise mildem Monatsbeginn die tiefsten Durchschnittstemperaturen in der zweiten Februar-Hälfte seit Beginn der Messungen vor 130 Jahren gemessen. Stellenweise sank das Thermometer auf bis zu -30 Grad.

Der Kickoff von Zenits Rückspiel gegen YB war ursprünglich auf 19 Uhr Schweizer Zeit (21 Uhr in St. Petersburg) angesetzt gewesen. Der organisierende FC Zenit beharrte noch am Dienstag darauf. Auch nach dem ersten Training der Young Boys auf dem Kunstrasen direkt neben dem Petrowski-Stadion deutete nichts auf die Vorverschiebung des Spiels hin. Die YB-Verantwortlichen rechneten damit, dass das Programm wie gehabt durchgezogen würde. Die Temperaturen auf der kleinen Insel im Fluss Newa, wo die Arena von Zenit steht, schwankten, je nach Angabe, zwischen -8 und -15 Grad.

Entscheid beim Referee

Die UEFA kennt kein offizielles Reglement, das dem Schiedsrichtern eine Spielabsage oder -verschiebung vorschreibt. Bis zu einer Temperatur von -15 Grad überlässt sie den Entscheid darüber dem Referee, danach werden die Mediziner der beiden involvierten Klubs zu Rat gezogen.

Im konkreten Fall verlangte die UEFA eine Stellungnahme. Die Young Boys antworteten darauf, eine frühere Anspielzeit empfänden sie als «richtig». Der europäische Verband gab dem Einwand des Schweizer Vertreters statt, in St. Petersburg wird nun ab 19 Uhr Ortszeit gespielt.

Spartak vs. Basel nicht betroffen

Bei zu tiefen Temperaturen bieten sich der UEFA nicht allzu viele Varianten. Sie kann den Beginn der Partie vorverlegen, an einem anderen Tag, an einem anderen Ort (wie im Fall von Rubin Kasan gegen Twente Enschede in Moskau und um 13 Uhr Ortszeit) oder im Notfall in der Woche nach dem ursprünglichen Austragungstermin ansetzen.

Nicht betroffen von einer Vorverschiebung ist die Partie zwischen Spartak Moskau und dem FC Basel. Der Anpfiff im Luschniki-Stadion wird um 21 Uhr russischer Zeit (19.00 MEZ) erfolgen, sofern die Temperaturen in der russischen Hauptstadt nicht wieder deutlich sinken.

(sda)