FCB-CEO Roland Heri

03. Februar 2019 13:53; Akt: 03.02.2019 13:53 Print

«Wir sind keine Staubsaugerverkäufer»

von E. Tedesco, Basel - Dem FCB brechen die Zuschauer weg. Erstmals seit 2007 verkaufte Rotblau weniger als 20'000 Jahreskarten. Das gibt in Basel zu reden.

CEO Roland Heri über den Schwund bei den Jahreskartenverkäufen. (Video: 20 Minuten)
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Am Freitag machte die «Basler Zeitung» publik, dass der Verkauf der Saisonkarten eingebrochen ist. Zum ersten Mal seit 2007 (damals 19'965 Abos) habe der FC Basel die 20'000er-Marke nicht erreicht. Die «BaZ» schrieb von 18'000 verkauften Jahreskarten - rund 3000 weniger im Vergleich zum Vorjahr in dem es noch 21 157 waren. Gleichentags bestätigt CEO Roland Heri die rückläufigen Zahlen im Abo-Verkauf. Der Geschäftsführer kommt extra nach der Medienkonferenz von Trainer Marcel Koller und Sportchef Marco Streller persönlich im Mediencenter vorbei, um Auskunft zum Thema zu geben.

«Tatsächlich freuen wir uns über 19'467 Jahreskartenbesitzer», sagt Heri. «Diese Zahl entspricht einem Rückgang von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.» In diesen von Heri bestätigten 19'467 Saisonkarten sind aber auch jene aus dem Hospitality-Bereich enthalten. Über die Gründe rätselt der FCB noch. Die sportliche Talfahrt in den letzten Monaten sei nur ein möglicher Grund.
«Ich weiss nicht, ob GC auf Teufel komm raus spielen wird», sagt FCB-Trainer Marcel Koller vor dem Rückrundenstart bei GC. (Video: 20 Minuten)

Die Suche nach den Gründen

«Wir sind keine Staubsaugerverkäufer und haben niemand angerufen, damit er eine Jahreskarte kauft, wie man auch lesen konnte.» Man habe aber rund 300 Personen erreicht und sich in einem persönlichen Gespräch nach den Gründen erkundigt. «Da ist ein wenig von der viel zitierten Ermüdung die Rede, weil man heutzutage sehr viel Fussball konsumieren kann. Ein anderer ist auch, dass wir in dem einen oder anderen Spiel nicht die Leistung auf den Platz bringen konnten, die sich das Publikum gewünscht hat. Die Gründe sind vielfältig. Wir sind jetzt dabei, eine Analyse zu erstellen», sagt Heri. Ob man mit den Ergebnissen der Analyse an die Öffentlichkeit gehen wird, konnte der Basler CEO nicht versprechen.

«Es tut uns um jeden einzelnen Fan leid und wir tun alles dafür, damit sich das wieder ändert - vor allem mit begeisterndem Fussball auf dem Platz», so Heri. «Wir hoffen auch, dass wir den einen oder anderen mit einem tollen Start noch überzeugen können, doch noch eine Jahreskarte zu erstehen.»

Koller kann gegen GC aus dem Vollen schöpfen

Der von Heri angesprochene Start erfolgt am Sonntag in Zürich. Der FCB trifft auf die Grasshoppers (im Liveticker ab 16.00 Uhr). «GC macht einen guten Eindruck, sie stehen unter Druck und werden alles daran setzen, uns ein Bein zu stellen», sagt Marcel Koller, der optimistisch in die zweite Saisonhälfte geht. Der FCB-Trainer kann beim Rückrundenstart mit Ausnahme des verletzten Eray Cömert (Schulter) aus dem Vollen schöpfen.

Mit Marek Suchy, Eder Balanta, Kevin Bua, Samuele Campo, Valentin Stocker und Carlos Zambrano kehren sechs verletzte Spieler zurück. Auf die Ziele für die Rückrunde angesprochen, sagt Koller: «Den Rückstand auf YB zu verkürzen, den zweiten Platz zu verfestigen. Und auch der Cup bleibt ein grosses Ziel, auch wenn wir wissen, dass uns in Sion ein schwieriges Spiel erwartet.»
Das sagt Sportchef Marco Streller über die Ziele des FCB im Frühjahr 2019. (Video: 20 Minuten)



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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bänzli Live am 03.02.2019 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    Wir sind doch keine Staubsaugerverkäufer, benehmen uns aber öfters so

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  • FcSion am 03.02.2019 14:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erfolgsfan

    Nun sieht man eben, dass doch der ein oder andere Erfolgsfan vorhanden ist.

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  • Bebbilisk1 am 03.02.2019 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach ...

    Wir wollen Herzblut und Leidenschaft, spürbar gelebt von der Mannschaft wie auch vom Staffing und der Führung! Ein nach wie vor "noch" treuer FCB-Fan

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Die neusten Leser-Kommentare

  • YB Bär am 04.02.2019 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    wie süss ist das

    wir in Bern kennen halt solche peinliche Probleme nicht! Selbst für das Spiel gegen Lugano! Lugano! Lugano! hat YB 900'000 Ticketanfragen erhalten und 450'000 officiell YB Fanatics wollen eine Jahreskarte kaufen. Denkt an meine Worte: YB ist Schweizermeister, Cupsieger und Champions League Sieger

  • Freak18 am 04.02.2019 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hm?

    Solte besser wechseln zum Staubsaugerverkäufer.

  • Verteidiger am 03.02.2019 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Leider Standart

    Leider ist das überall so und die Leistung ist ja auch nicht besonders z.B. heute gegen GC mit einem Man weniger.

  • Beltran Leyva am 03.02.2019 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch!hat nichts mit treue zu tun!

    Ich bin nach wie vor treuer Bebbi,nur werde ich sicher keinen einzigen Cent für diese schwachen Leistungen auf dem Platz aber vorallem aber in der Chefetage ausgeben!Genauso wenig kaufe ich mir ein Stocker Shirt! verlieren ist keine schande,aber 90min. lustlos und genervt auf dem platz herumzuschlendern verdient doch nicht noch zuspruch?!

    • Hobby Tschütteler am 03.02.2019 18:19 Report Diesen Beitrag melden

      Rot/blaue Schmerzgrenze ...

      Nun, Langeweile könnte ich z.B. auch in allen privaten TV-Konsortien haben, vor allem die mit den Ligen A wie Abzocke; ich hab seit Kindheit für den FC Basel gefiebert, gezahlt und immer wieder gefroren ... jetzt seh den Anlass nicht mehr und die Tabelle sehe ich mir am Montagmorgen in der Zeitung an, inzwischen eher als Randnotiz.

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  • KPI Neueinstellen am 03.02.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wer 3 Jahre Staubsager verkauft hat,

    kennt das Wesen und Herz seiner Kundschaft. Wer mal 3 Jahre FCB verkauft hat sucht nach Argumenten warum es so schwierig (geworden) ist oder zu einer Abteilung bei Ringier. Nein, die Modefans bringen nie verlässlich Geld in einen Club - sind vielmehr so wie die Schnäppchen-Jäger im Ausverkauf. Fazit: das Publikum merkt wenn es nicht mehr stimmig ist, und für die löööli Stimmung gibt es beim FCB auf allen Rängen Leute. Die einen das Cüpli in der Hand, die andern die Pyros.