Jenson Button

13. Juni 2011 13:09; Akt: 13.06.2011 13:11 Print

«Das beste Rennen meines Lebens»

Der GP von Kanada bot – abgesehen von den Regenpausen – allerbeste Unterhaltung. Das Highlight folgte zwei Kilometer vor dem Ziel.

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Was für ein Sieg! Jenson Button überholt Vettel in der letzten Runde. McLaren feiert seinen Held. Der Brite feierte seinen 10. Sieg in der Formel 1. Der GP von Kanada musste hinter dem Safety-Car gestartet werden. Zu Beginn des Rennens war es noch nicht so schlimmt mit dem Wasser auf der Strecke. Alonso war zu Beginn des Rennens an Vettel dran, musste ihn dann aber ziehen lassen. Alonso fährt ohne Probleme durch das Senna-S, während Hamilton und Webber im Hintergrund ins Schleudern kommen. Die beiden McLaren können Mark Webber gerade noch rechtzeitig ausweichen. Der Red-Bull war nach einem Dreher kurzzeitig falsch unterwegs. Der Streckenposten geniesst den kurzzeitigen Regenunterbruch und verfolgt das Renngeschehen gespannt. Der Ciruit de Villeneuve hat seine Probleme mit den Wassermassen. Der Belag ist nicht mehr auf dem neusten Stand und birgt somit ein grosses Risiko für die F1-Boliden. Kein Kommentar. Alonso (l.) und Vettel (r.) haben als einzige einen klaren Durchblick. Ein Offizieller stoppt die Fahrer mit der roten Flagge. Die Red-Bull-Crew steht im Regen. Der Plastik sollte den Wagen eigentlich vor dem Regen in Schutz nehmen, dafür ist es aber zu spät. WM-Leader Sebastian Vettel nimmt die Regenpause gelassen. Kamuy Kobayashi wartet in seinem Wagen auf eine Wetterbesserung. Kamui Kobayashi verlässt sein Auto und begibt sich in die trockene Box. Die Zuschauer haben die richtigen Vorbereitungen getroffen. Den Fans kann der Regen nichts anhaben. Sieht eher aus wie Schneepflug, auf der Rennstrecke in Montréal ist dies aber eine wirkungsvolle Massnahme gegen den Regen. Während fast 2 Stunden versuchten die Streckenposten alles, um das Wasser von der Strecke zu befördern. Jenson Button fährt rund 4 Stunden nach dem Rennstart als Sieger über die Ziellinie.

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Was war das für ein GP in Montreal. Um 19 Uhr Schweizer Zeit erfolgte der Startschuss zum siebten Saisonrennen der Formel-1-WM. Danach gabs gut dreieinhalb Stunden Unterhaltung. Ein heftiger Regenguss sorgte für eine lange Unterbrechung, der Safety-Car hatte gefühlt am meisten Führungsrunden, Fahrer wie Alonso, Hamilton und Heidfeld flogen von der Strecke, Kamui Kobayashi lag zwischenzeitlich auf Rang 2 und musste sich auf dem letzten Meter noch den sechsten Platz von Felipe Massa wegschnappen lassen. Dafür war Michael Schumacher lange auf Kurs zu seinem ersten Podestplatz seit dem Comeback.

In den letzten Runden wurde der Deutsche aber arg von Mark Webber und Jenson Button – der sechs Boxenstopps einlegen musste (!) – bedrängt. Schumi konnte erst zwei Webber-Angriffe abwehren, musste sich dann aber erst Button und dann auch dem Australier geschlagen geben.

Vettel: «Ich könnte schreien»

Doch das Highlight folgte in der letzten Runde: Sebastian Vettel schien einmal mehr auf dem Weg zum Sieg. Kaum war die Safety-Car-Phase jeweils vorbei, fuhr er der Konkurrenz weg. Bis Button kam. Dieser holte in den Schlussrunden kontinuierlich auf und profitierte rund zwei Kilometer vor dem Ziel von einem Fahrfehler Vettels: «Ich habe mir einen Fehler zum Schluss erlaubt, der mich vielleicht den Sieg gekostet hat. Das ärgert mich natürlich ungemein, und ich will am liebsten schreien», so der Weltmeister. Schreien konnte auch Button. Allerdings vor Glück: «Das war ein fantastisches Rennen, auch wenn ich es nicht gewonnen hätte. Ein unglaublicher Sieg und vermutlich der beste meines Lebens», so der Brite. «Das war auf jeden Fall einer jener GP in denen du nirgends bist und dann plötzlich doch irgendwo. Ich weiss nicht was ich sagen soll.»

Button verbesserte sich in der WM-Wertung auf Rang 2, doch Vettel bleibt 60 Zähler voraus. Darüber dürfte sich der 23-Jährige bald wieder erfreuen.

(fox)

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