Randy Krummenacher

13. Juni 2011 20:10; Akt: 13.06.2011 20:25 Print

«Tom Lüthi ist immer noch mein Vorbild»

von Andy Huber - Zum zweiten Mal in Folge war Randy Krummenacher mit seinem 11. Platz beim Moto2-GP in Silverstone bester Schweizer. Doch von einer Wachablösung will der sympathische Zürcher nichts wissen.

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Der Zürcher Randy Krummenacher will trotz seiner Erfolge in der Moto2-Klasse auf dem Boden bleiben. (Keystone)

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Randy Krummenacher, in Silverstone haben Sie Ihre Kollegen Tom Lüthi und Dominique Aegerter klar dominiert, waren in allen vier Trainings und im Rennen schneller: Sind Sie die neue Nummer 1 der Schweiz?
Randy Krummenacher: Ganz sicher nicht! Verglichen mit Tom habe ich noch nicht viel erreicht. Er wurde 2005 in der 125-ccm-Klasse ja Weltmeister. Nein, Tom ist immer noch ein Vorbild für mich. Aber natürlich bin ich nach dem harzigen Saisonstart ganz zufrieden mit mir. Und in Silverstone wäre sogar mehr dringelegen, hätte ich nicht dem stürzenden Raffaele de Rosa ausweichen müssen. Doch ich nehme die fünf WM-Punkte auch so gerne.

In der WM-Wertung liegen Sie mit 29 Zählern auf dem 12. Rang. Welches sind Ihre Ziele für den Rest der Saison?

Dranbleiben. Ich muss noch sehr viel lernen, meine Erfahrungen sammeln. Wenn ich jetzt eine gewisse Konstanz hinbringe, wäre das super. Also ganz nach dem Motto: Vollgas geben und immer schön bescheiden bleiben. Das ist auch eine Kopfsache. Wenn man überheblich wird, ist man in diesem Business schnell weg vom Fenster. Ich denke ­jedoch, dass ich in letzter Zeit reifer geworden bin.

Wie muss man sich den privaten Randy Krummenacher vorstellen – setzen Sie sich in Ihrer Freizeit auch mal auf ein Motorrad?
Nein. Das wäre mir viel zu gefährlich und zu langweilig. (Lacht) Deshalb habe ich wohl immer noch den Lernfahrausweis. Bei uns darf man auf der Autobahn ja nur 120 Kilometer fahren. Im Rennen hingegen kommst du schnell mal auf Tempo 160. Das ist das wahre Rennfeeling. Da kribbelt es einen wirklich.

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