Interview mit Grosjean

19. Dezember 2011 23:01; Akt: 19.12.2011 23:28 Print

«Weltmeister ist mein ultimatives Ziel»

von Nicolas Martin - Der in Genf lebende Romain Grosjean kehrt nach 2009 in die Formel 1 zurück. Der Doppelbürger fährt nächste Saison mit dem anderen Rückkehrer Kimi Räikkönen im Lotus.

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Nach sieben F-1-Rennen 2009 für Renault steigt Romain Grosjean nun ins Cockpit von Lotus Renault. (Foto: imago)

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Romain Grosjean, wie haben Sie die Ernennung zum Stammfahrer aufgenommen?
Romain Grosjean:
Ich brauchte einige Tage, um das zu realisieren. Aber nun bin ich einer der glücklichsten Menschen.

Sind Sie am Endziel angelangt?
Absolut nicht, denn mein ultimatives Ziel ist es, Weltmeister zu werden.

Sie weilten zuletzt in der Fabrik bei Lotus Renault in Enstone. Was haben Sie da gemacht?
Ich habe das neue Auto ge­sehen und Tests im Windkanal absolviert.

Lotus hat grosse Ziele für 2012 angekündigt, macht Ihnen das etwas Angst?
Im Gegenteil. Je ambitionierter die Pläne des Teams sind, desto mehr Mittel werden eingesetzt, um über ein gutes Auto zu verfügen, das uns Podestplätze erlaubt – und was mich betrifft, die Marseillaise so oft wie möglich ertönen zu lassen.

Wenn Sie gewinnen, erklingt also die Marseillaise und nicht die Schweizer Hymne?
Ich besitze beide Pässe. Bin somit 50 Prozent Franzose und 50 Prozent Schweizer. Aber in meiner Karriere bin ich immer mit einer französischen Lizenz gefahren. Zudem hat mich ein französisches Unternehmen unterstützt, um in die For­mel 1 zurückkehren zu können. Deshalb fühle ich mich im Cockpit als Franzose.

Welche Eindrücke haben Sie von Ihrem Teamkollegen Kimi Räikkönen?
Er ist ein grosser Fahrer. Er war Weltmeister, und ich werde viel von ihm lernen können. Ich habe ihn in Enstone ge­troffen, wir haben die gleiche ­Wellenlänge. Wir wollen die bestmöglichen Resultate erzielen, ohne uns unnötige Fragen zu stellen.

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