Horrorunfall

14. September 2019 12:05; Akt: 14.09.2019 12:06 Print

«Wir glauben an die Stärke unseres Sohnes»

Der Zustand des Nachwuchsrennfahrers Juan Manuel Correa ist weiter ernst. Die Eltern sind an seiner Seite.

Der fürchterliche Crash in Spa-Francorchamps. (Video: Twitter)
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Zwei Wochen nach dem Horrorunfall von Spa-Francorchamps bleibt Formel-2-Pilot Juan Manuel Correa im künstlichen Koma. Wie seine Eltern Juan Carlos und Maria mitteilten, sind Infektionen unter Kontrolle und die Atemwerte weiter stabil. Ausserdem seien «alle Vitalwerte» fortdauernd beständig. Der 20-Jährige mit amerikanischem und ecuadorianischem Pass bleibe in einer Londoner Klinik auf der Intensivstation. Die Eltern sind den Angaben zufolge an seiner Seite.

Die Ärzte hätten sie daran erinnert, dass solange sich die Entwicklung bei ihrem Sohn selbst nur in kleinen Schritten weiter bessere, «ist das alles, wonach wir im Moment fragen können», teilten die Eltern mit. Viele Werte ihres Sohnes hätten sich leicht verbessert, andere hingegen nur geringfügig verschlechtert.

Atemstillstand nach Transport

Vor einer Woche waren bei Correa Komplikationen aufgetaucht. Der Formel-2-Pilot war von einem Krankenhaus in Lüttich nach England transportiert worden. Nach der Ankunft in London wurde ein akutes Atemnotsyndrom festgestellt. Es handele sich um eine Verletzung, die angesichts der Schwere des Unfalls vorkomme, schrieben Juan Carlos und Maria Correa damals. Sie habe aber zu einem Atemstillstand geführt.

«Wir glauben an die Stärke und Entschlossenheit unseres Sohnes. Wir sehen den kleinen Fortschritt als ein Anzeichen, dass er beginnt, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden», teilten seine Eltern nun mit.

Grosse Anteilnahme

Correa hatte sich schwere Beinverletzungen und eine leichte Wirbelverletzung zugezogen, als er in den Wagen des zuvor bereits verunglückten Anthoine Hubert gekracht war. «Zusätzliche Operationen werden notwendig sein, sobald sich der Zustand von Juan Manuels Lungen so weit bessert, dass es für die Ärzte sicher ist, fortzufahren», hiess es in der jüngsten Mitteilung.

Zudem bedankten sich Correas Eltern für die grosse Anteilnahme am Schicksal des jungen Rennfahrers. «Eure Nachrichten helfen ihm zu kämpfen und niemals aufzugeben», schrieben Juan Carlos und Maria Correa.

Der Nachwuchspilot des Sauber-Junior-Teams war am 31. August mit hoher Geschwindigkeit in den zuvor bereits verunglückten Wagen Huberts gekracht. Dabei war Correa enormen Kräften ausgesetzt worden. Er war danach umgehend nach Lüttich transportiert und operiert worden. Der Unfallhergang und die Ursachen, die zu dem Crash führten, werden weiter untersucht. Hubert starb noch am Tag des Unfalls mit 22 Jahren.

Motorsport

(dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rennfahrer am 14.09.2019 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VR46

    Wünsche ihm und seiner Familie viel Kraft! Den Kommentaren nach haben hier einige nicht viel Ahnung vom Rennsport. Ich fahre selber, unter anderem auch in Spa. Ein gewisses Risiko ist dabei, wie bei so vielen Sachen im Leben. Nach eurem Mitleid fragt aber sicher keiner.

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  • Sulj am 14.09.2019 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum immer so negativ!

    Warum müssen hier Leute kommentieren denen Schicksalsschläge überhaupt nicht interessieren, im Gegenteil wenn jemand sein Mitgefühl kund tut wird diese Person noch rhetorisch herunter gezogen. Ist es Neid oder an welchen psychischen Problemen leiden solche Personen.

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  • Leo' am 14.09.2019 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich finde es traurig das die anderen einfach neben ihm durch gefahren sind... Nur 1 hat angehalten...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruedi O am 15.09.2019 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Für Geld und Ruhm

    Haha, so einfach lassen wie uns nicht verstören. Im Gegenteil, macht doch Spass, wenn es so richtig chlöpft und täscht. Dafür zahlt man doch Eintritt. Brot und Spiele für die Plebs. Und schliesslich kennen diese modernen Gladiatoren das Risiko und gehen es freiwillig ein, für Geld und Ruhm - im Gegensatz zu den unfreiwilligen Kämpfern im Colosseum und an vielen andern Orten. Also weiter so!

  • Alfaracingf1 am 15.09.2019 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rennfahrer sind Kämpfer

    Sie wissen genau was Sie tun! Was ich so lese wissen viele hier nicht was sie tun sollten... Einer unser Nachwuchspiloten, gute Besserung Juan Manuel!

  • Gute Besserung am 15.09.2019 06:41 Report Diesen Beitrag melden

    Hüte deine Organe

    Hoffentlich nicht als Organspender registriert, Hirntot Risiko und so.

    • Kein Maschinenleben am 15.09.2019 08:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gute Besserung

      Du kannst ja deine Organe behalten, wenn Du hirntot bist und weiter vor Dich hinvegetieren. Ich brauche meine in einem solch tragischen Fall dann nicht mehr. Ich denke nämlich dann auch nicht mehr an mich.

    • nicht tot am 15.09.2019 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kein Maschinenleben

      es soll schon menschen gegeben haben, die nach hirntod wieder erwachten (googeln Sie mal nahtoderfahrung) - wäre fatal dann zu merken, dass die nieren, ein lungenflügel, ein teil des darms usw fehlt... oder würden die ärzte diesen menschen dann totschlagen, damit es nicht rauskommt?

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  • Roaldo am 15.09.2019 00:11 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    20 Sekündchen soll das Leben der Leserinnen und Leser verändert haben? Vielleicht, indem es mit dieser Schlagzeile mal wieder für einen Lacher im grauen Alltag sorgt...

  • Sulj am 14.09.2019 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum immer so negativ!

    Warum müssen hier Leute kommentieren denen Schicksalsschläge überhaupt nicht interessieren, im Gegenteil wenn jemand sein Mitgefühl kund tut wird diese Person noch rhetorisch herunter gezogen. Ist es Neid oder an welchen psychischen Problemen leiden solche Personen.

    • Markus am 14.09.2019 20:33 Report Diesen Beitrag melden

      Und ein Arbeiter auf der Baustellen?

      Hat gar nichts mit dem zu tun. Aber wenn ein Arbeiter auf der Baustelle erschlagen wird sind es 2 Linien Text wenn es hoch kommt. Da ist Mitgefühl angebracht. Aber nicht bei Risikosportaren wo man Mio. verdient. Tod oder Reichtum. Er hat es selbst gewählt.

    • Mal anderst gesehen am 14.09.2019 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sulj

      Vielleicht, weil jeder seine Trauer anders verarbeitet. Gestorben wird in allen Familien und Lebenslagen. Warum sollte man neidisch sein, auf jemanden der trauert?

    • roll2go am 15.09.2019 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sulj

      Immer wieder diese Neid-Keule - wie bei RF. Rennsport ist nun mal ein Risiko, dass jeder eingeht, der solchen betreibt. Da darf auch das Mitgefühl etwas weniger sein.

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