Strecke im Bauverzug

28. September 2010 11:31; Akt: 07.10.2010 12:50 Print

Entscheidet ein Taifun die Formel-1-WM?

Vier Rennen stehen in der Formel-1-WM noch aus. Normalerweise. Der Grand Prix von Südkorea könnte noch wegfallen. Denn die Bauarbeiten verzögern sich weiter.

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Bilder von der GP-Strecke in Südkorea während der ersten Testtage am 4. September.

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Es ist spannend wie selten an der Spitze des WM-Klassements der Königsklasse. Mark Webber, Fernando Alonso, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Jenson Button liegen alle innerhalb von nur 25 Zählern. Das ist ein Grand-Prix-Sieg.

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Bei noch vier ausstehenden Rennen eigentlich kein allzu grosses Handicap. Doch womöglich finden nur noch drei Rennen statt. Denn der GP von Südkorea am 24. Oktober steht in der Schwebe. Die Strecke ist noch nicht fertig gebaut. Anfangs September gab es nach der Testfahrt des Inders Karun Chandhok etwas Entwarnung. «Die Garagen und Teamgebäude sehen praktisch fertig aus, die Tribünen auch. An der Strecke selbst ist noch etwas mehr Arbeit notwendig», erklärte der HRT-Fahrer damals und nahm den Kritikern den Wind aus den Segeln.

Ecclestone: «Es ist die Frage, ob wir das Rennen absagen oder nicht»

Scheinbar ist aber die Arbeit an der Strecke noch immer nicht gemacht. Ein Besichtigungstermin wurde kurzfristig abgesagt, die endgültige Streckenabnahme hat die FIA neu auf den 11. Oktober festgelegt – nur 13 Tage vor dem Rennen. Damit widerspricht der weltweite Automobilverband den eigenen Bestimmungen, welche vorschreiben, dass eine Strecke spätestens 90 Tage vor dem Rennen geprüft werden muss. Zudem dürften zu jenem Zeitpunkt schon die ersten Teams von Japan (Rennen am 10. Oktober) Richtung Yeongam unterwegs sein.

Während Bernie Ecclestone bisher die Zweifel immer zurückwies, gab er beim GP von Singapur zu: «Es ist die Frage, ob wir das Rennen absagen oder nicht. Solange eine Strecke nicht abgenommen ist, gibt es immer Sorgen. Wir hoffen, dass wir Glück haben.» Die Organisatoren liessen derweil gegenüber «GMM» verlauten: «Wir werden keine Probleme haben, das Rennen am 24. Oktober durchzuführen. Die Arbeiten sind fast vollständig erledigt.»

Wetterkapriolen in Südkorea

Ob das stimmt, wird sich spätestens am 11. Oktober zeigen. Angeblich fehle auf der Strecke noch die wichtige zweite Asphaltschicht, die Zufahrtsstrassen seien katastrophal und die Versorgung mit Frischwasser und Strom seien nicht gewährleistet, berichtet «f1total.com».

Zu allem Übel tobt auch noch ein Sturm an Südkoreas Südwestküste, was die Bauarbeiten weiter verzögert. Der GP von Südkorea würde übrigens ersatzlos gestrichen werden. Das würde die WM in dieser heissen Phase verfälschen und dürfte höchstens WM-Leader Mark Webber wenig stören.


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(fox)

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