Ausstieg aus FOTA

02. Dezember 2011 17:57; Akt: 02.12.2011 17:57 Print

Ferrari und Red Bull sorgen für Stunk

Die Formel-1-Teamvereinigung (FOTA) bricht auseinander. Ferrari und der Weltmeister-Rennstall Red Bull erklären wegen des Streits um die Kostenbremse ihren Ausstieg aus der FOTA.

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Ferrari steigt definitiv aus der Teamvereinigung FOTA aus. (Bild: AP)

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Ferrari, dessen Präsident Luca di Montezemolo selbst einige Zeit FOTA-Chef war, bestätigte den Entschluss. Über das Ende der Mitarbeit von Red Bull in der FOTA berichtete «autosport.com». Mit dem schweren Zerwürfnis haben die gemeinsamen Zukunftsplanungen der Teams einen heftigen Rückschlag erlitten. Nun droht ein erneutes finanzielles Wettrüsten.

«Es war eine schwere Entscheidung», hiess es in der Ferrari-Mitteilung. «Die Formel 1, wie der Rest der Welt, macht gerade eine schwere Zeit durch», schrieb die Scuderia. Ferrari sicherte zwar die weitere Mithilfe bei der Ausarbeitung der Sparpläne zu. Der Autobauer stellte aber auch klar, dass man in der Königsklasse dahin zurückkehren müsse, wieder ein Testfeld für fortschrittliche Technologien zu sein. Die Anzahl der Testtage müsse ebenfalls wieder erhöht werden, mahnte Ferrari. Diese Forderungen dürften mit Kosteneinsparungen eher schwer zu vereinbaren sein.

Die Teams hatten sich am vergangenen Wochenende beim Grossen Preis von Brasilien nicht über die weiteren Inhalte des sogenannten Ressource Restriction Agreement einigen können. «Ich denke, dass ein RRA wichtig ist für die Formel 1 und ich denke, dass sich darin alle Teams einig sind», hatte Red-Bull-Teamchef Christian Horner nach einem ergebnislosen Treffen in São Paulo gesagt. Es sei noch nicht ganz klar, wie dies mit den verschiedenen Geschäftsmodellen vereinbar sei.

Streit der Teams freut Ecclestone

Daraufhin hiess es, die vier Top-Teams Red Bull, Ferrari, McLaren und Mercedes wollten sich noch vor der Sitzung des Motorsport-Weltrats am 7. Dezember in Indien zusammensetzen und einen Konsens finden. Denn es geht um die Zukunft der Formel 1. Zerstrittene Teams würden Geschäftsführer Bernie Ecclestone bei den Verhandlungen um einen neuen Grundlagenvertrag, der unter anderem die Verteilung der Einnahmen regelt, in die Karten spielen.

Immer wieder wurde von der Konkurrenz spekuliert, dass vor allem Red Bull sich den Erfolg und die Vorherrschaft einiges kosten lässt. 205 Millionen Euro investierte das Privatteam des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz in diesem Jahr - und wurde mit zwei Titeln wieder reich belohnt.

(sda)

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