GP von Sotschi

11. Oktober 2015 18:49; Akt: 11.10.2015 19:34 Print

Finnische Kollision und ein «mutiger Russe»

Im Grand Prix von Sotschi ereignen sich gleich mehrere spektakuläre Zwischenfälle. Einer davon führt zu einem Umsturz in der letzten Runde.

Räikkönen und Bottas geraten in der letzten Runde aneinander. (Quelle: YouTube/Sarah Onzu)
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Sergio Pérez lachte sich ins Fäustchen. Obwohl er wenige Sekunden zuvor, in der letzten Runde des GP von Sotschi, gleich von zwei Finnen überholt worden war. Der Mexikaner musste in einer Kurve Valtteri Bottas und Kimi Räikkönen vorbeiziehen lassen, statt Platz 3 hiess es plötzlich Platz 5. Augenblicke später setzte Räikkönen im Ferrari zum Angriff auf seinen Landsmann an – und stiess gleich beide vom Podest, weil er mit Bottas' Williams kollidierte (Video oben). Dieser kommentierte trocken: «Was zum Teufel hat er getan?!»

Pérez profitierte und fuhr doch noch erstmals seit eineinhalb Jahren aufs Podest. «Eine Runde vor Schluss schien schon alles verloren, und ich war wirklich unglücklich mit mir selber. Dass ich es doch noch aufs Podest geschafft habe, ist fantastisch», sagte der Mexikaner. Räikkönen konnte immerhin weiterfahren und überquerte die Ziellinie mit seinem beschädigten Auto als Fünfter, während Bottas als Zwölfter ausserhalb der Punkteränge klassiert wurde.

Zwei Finnen, zwei Meinungen

Die beiden Finnen vertraten danach unterschiedliche Ansichten. «Ich weiss nicht, ob er mich nicht gesehen hat. Ich habe noch versucht, so weit wie möglich einzulenken, aber ich hatte keinen Platz mehr», sagte Räikkönen, für den es ein Rennunfall war. Bottas dagegen fand: «Ich habe niemanden gesehen. Ich war vorne, und plötzlich traf mich etwas. Ich bin sehr enttäuscht, dass ich mit null Punkten dastehe.» Die Rennkommissare waren übrigens gleicher Meinung wie Bottas und belegten Räikkönen mit einer 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe, die durch das Rennende in eine 30-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt wurde, was ihn auf Platz 8 spülte. Dadurch steht Mercedes als Team-Weltmeister fest.


Grosjean mit 250 km/h in die Bande

Für eine Schrecksekunde hatte Romain Grosjean in der 12. Runde gesorgt. Der für Frankreich startende Genfer konnte seinen Boliden nicht mehr auffangen, nachdem das Heck aus bisher ungeklärten Grunden blockiert hatte, und schlug mit 250 km/h in die Bande ein. Glücklicherweise entstieg der 29-Jährige dem Lotus-Wrack unverletzt.


Schon in der ersten Runde war es zu einer Kollision gekommen. Kurz nach dem Start drehte sich Nico Hülkenberg im Force India auf den Curbs und fuhr quer über die Strecke. Sauber-Pilot Marcus Ericsson konnte nicht mehr ausweichen und erwischte den Deutschen. Für beide war das Rennen zu Ende.


Ein Kapitel der anderen Art schrieb ein Streckenposten. Nachdem sich am Toro Rosso von Carlos Sainz ein Teil des Heckflügels gelöst hatte und auf dem Asphalt liegengeblieben war, stürmte er kurzerhand auf die Strecke und entfernte es. Das brachte dem Mann ein Lob des heranbrausenden Sebastian Vettel ein, der seinem Team via Funk meldete: «Wir haben einen sehr mutigen Russen, der eben über die Strecke gerannt ist.»


(kai)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • raceroomer am 11.10.2015 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Final-Lap Klassiker

    Solche Crashs in der letzten Runde kenne ich virtuell zugut;D Am liebsten würde ich danach jeweils den Computer aus dem Fenster schmeissen xD Gehört aber auch zum Rennsport dazu. Meiner Meinung nach hätte Bottas den überschüssigen Kimi überholen lassen können und beim raus beschleunigen direkt wieder kontern können.

  • I Know it am 11.10.2015 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gutes Rennen heute

    Eines der spannendsten Rennen in letzter Zeit. Schade das Rosberg so früh raus war, hätte vorne auch spannend werden können

  • Ueli am 11.10.2015 21:29 Report Diesen Beitrag melden

    Sauber

    Gratulation an das Sauber-Team. Tolle Arbeit wir glauben auch im 2016 an das Team.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stefan Lutz am 11.10.2015 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neues F1-Sprichwort

    Wenn zwei Finnen sich streiten, lacht am Ende der Mexikaner!

  • Ueli am 11.10.2015 21:29 Report Diesen Beitrag melden

    Sauber

    Gratulation an das Sauber-Team. Tolle Arbeit wir glauben auch im 2016 an das Team.

  • I Know it am 11.10.2015 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gutes Rennen heute

    Eines der spannendsten Rennen in letzter Zeit. Schade das Rosberg so früh raus war, hätte vorne auch spannend werden können

  • Gentleman am 11.10.2015 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Formel Farce

    Dueser Mist ist ja nicht mehr anzusehen , immer trifft es den armen Rosberg und profitieren tut nur dieser Jammerlappen von Hamilton. Es ist ne Schande einen Deutschen Piloten mit deutschem Auto zu verschmähen ! Ein Glück ist Schumi bei Ferrari und Benetton glücklich geworden, ich an seiner Stelle wäre geradewegs an die Box gefahren und hätte den Helm dem Lauda an die Birne geknallt, so eine Blamage. Ich guck keine Minute mehr Formel Farce!

    • mipachma am 11.10.2015 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gentleman

      ein gentlemen schmeisst niemandem einen helm an den kopf. nie. unter gar keinen umständen.

    einklappen einklappen
  • Jochen Rindt am 11.10.2015 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Taktik

    Wenn Sauber die zwei Safety-Car Phasen besser genutzt hätten, wäre auch Nasr weiter vorne

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