Tests in Barcelona

08. März 2011 15:39; Akt: 08.03.2011 16:27 Print

Formel-1-Teams geben sich den letzten Schliff

Verstellbare Heckflügel, KERS und neue Einheitsreifen: Bei den letzten Tests müssen die Formel-1-Teams die Karten auf den Tisch legen. Noch sind nicht alle bereit.

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Da die Tests und das erste Saisonrennen in Bahrain abgesagt werden mussten, stehen in Barcelona seit heute Dienstag die letzten Testfahrten auf dem Programm, bevor am 27. März in Australien die neue Formel-1-Saison beginnt. Fünf Tage lang versuchen die Fahrer und Teams auf dem Circuit de Catalunya ihre Boliden zu optimieren und sich für den Saisonstart in Down Under in eine gute Ausgangslage zu bringen.

Die Neuerungen auf die Saison 2011 machen allen 12 Teams noch zu schaffen. Neben den verstellbaren Heckflügel und das wiedereingeführte Energierückgewinnungssystem KERS sorgen vor allem die neuen Einheitsreifen von Pirelli für Diskussionen. «Das Problem ist, dass der Reifen zu schnell abbaut. Er hält zwischen 10 und 16 oder 17 Runden. Dann ist er kaputt und zerschossen, da kann der Fahrer machen, was er will», erklärt Weltmeister Sebastian Vettel.

Die neuen Pneus konnten ausserdem noch nicht unter Ernstkampf-Bedingungen getestet werden. In Barcelona steigt das Quecksilber nicht über 20 Grad, in Melbourne werden aber Temperaturen jenseits von 30 Grad erwartet. Wie lange die Reifen halten werden, weiss momentan noch niemand. Bei Red Bull rechnet man beim Eröffnungsrennen mit bis zu vier Boxenstopps, was übrigens ganz im Sinne von Bernie Ecclestone ist. Der Formel-1-Boss plädiert immer wieder für spektakulärere Rennen.

Red Bull und Ferrari top

Trotz aller Bedenken scheint Red Bull vor den finalen Tests die Nase vorn zu haben. Alles lief bei den roten Bullen bisher nach Plan. Neben dem Weltmeister-Team hat auch Ferrari seine Hausaufgaben erledigt. Beim Topspeed können Massa und Alonso aber nicht ganz mit Vettel und Webber mithalten. Lotus-Renault scheint sich hinter den beiden Topteams für Überraschungen zu positionieren. Mercedes mit Michael Schumacher sowie McLaren mit den Ex-Weltmeistern Lewis Hamilton und Jenson Button müssen sich noch deutlich steigern. Noch bleibt Zeit, doch sie drängt.

(pre)

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