Fall Schumacher

22. Juli 2014 19:38; Akt: 22.07.2014 21:14 Print

Frankreich bittet Schweiz um Hilfe

Frankreich hat ein Rechtshilfegesuch im Fall Schumacher gestellt. Dies nachdem die Krankenakte des ehemaligen Formel-1-Rennfahrers gestohlen wurde.

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Am 9. September 2014 wurde bekannt, dass Michael Schumacher zur Reha vom Spital nach Hause darf. Am 5. August ist ein Mitarbeiter der Rega wegen dringendem Tatverdacht, die Schumacher-Akte weitergegeben zu haben, verhaftet worden. Einen Tag später fand man ihn erhängt in seiner Zelle. Ein Arztbericht über Schumacher wurde gestohlen - obwohl er offenbar unter einem Decknamen im Verzeichnis abgelegt war. Die Behörden ermitteln. Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer wurde von Grenoble ins Universitätsspital Lausanne CHUV verlegt, wie Schumachers Managerin Sabine Kehm mitteilte. Corinna Schumacher will, dass ihr Mann in ihrer Villa am Genfersee medizinisch versorgt wird. Der deutsche Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg ist beim Rennen in Melbourne auch bei Michael Schumacher - die Seite seines Mercedes ziert «#KeepFightingMichael». Schumis früherer Formel-1-Kollege Philippe Streiff kritisiert, dass der Felsabschnitt, wo Schumacher verunfallte, nicht abgesperrt war. Ferrari-Fans aus aller Welt pilgerten an Schumachers 45. Geburtstag am 3. Januar 2014 zum Spital in Grenoble. Sie gratulierten ihrem Idol und spendeten still Kraft. Auch Flaggen durften nicht fehlen. Die Familie bedankte sich am 2. Januar auf Schumis Website für die grosse Anteilnahme. Bruder Ralf (links) und Vater Rolf Schumacher betreten das Spital. Das Spital in Grenoble, in dem Michael Schumacher im Koma liegt, wird von zahlreichen Journalisten aus der ganzen Welt belagert. Angeblich wurden wichtige Arbeitsabläufe im Spital behindert, weshalb die Medien am 2. Januar vom Gelände verbannt wurden. Am 1. Januar traf Jean Todt (links), Präsident des Automobil-Weltverbands FIA und ehemaliger Teamchef von Ferrari, in Grenoble ein. Rolf Schumacher (M.) vor der Uniklinik in Grenoble, wo sein Sohn schwer verletzt auf der Intensivstation liegt. Vater Rolf und Bruder Ralf Schumacher. Schumacher-Fans zeigen ihre Unterstützung vor dem Spital von Grenoble, drapieren Ferrari-Flaggen. Die Uniklinik in Grenoble: Hier liegt Michael Schumacher auf der Intensivstation, nachdem er bei einem Skiunfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Die französischen Professoren Jean-François Payen (l.) und Emmanuel Gay (r.) informieren gemeinsam mit Professor Gérard Saillant an der zweiten Medienkonferenz zu Schumachers Zustand am 31. Dezember 2013. Die Klinikdirektorin Jacqueline Hubert gibt an der Medienkonferenz Auskunft. Das internationale Interesse am Gesundheitszustand des Formel-1-Stars ist riesig. Ein Mann wirft eine Nachricht in den Briefkasten des Schumacher-Anwesens in Gland VD. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister erhält Genesungswünsche aus aller Welt. Ein Helikopter vor dem Spital in Grenoble. Hier befindet sich Michael Schumacher nach einem Skiunfall in den französischen Alpen. (29. Dezember 2013) Hätte er keinen Helm getragen, wäre Schumacher jetzt mit Sicherheit nicht mehr am Leben, meinen die Ärzte an der ersten Pressekonferenz am 30. Dezember. Sein Zustand sei kritisch, man wage keine Prognose. Schumacher hat ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Spital-Direktor Jean-Marc Grenier spricht vor den Medien. Vor dem Spital haben sich Schumi-Fans versammelt. Sie sind in Gedanken bei ihrem Idol. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister gilt als passionierter Skifahrer. In Madonna di Campiglio ist sogar eine Piste nach ihm benannt.

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Die französischen Behörden ersuchen im Fall Schumacher um Rechtshilfe. Beim Bundesamt für Justiz (BJ) ist am Dienstag ein Rechtshilfegesuch eingegangen, wie ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur sda bestätigt. Das BJ werde das Ersuchen zur weiteren Prüfung an die zuständigen Behörden des Kantons Waadt weiterleiten.

Der schwer verletzte ehemalige Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher war Mitte Juni vom Spital in Grenoble ins Unispital Lausanne verlegt worden. Dabei ist ein Teil seiner Krankenakte gestohlen worden. Das Schreiben mit Angaben zur Behandlung Schumachers war mehreren Medien zum Kauf angeboten worden.

Schumacher war Ende Dezember im französischen Skigebiet Méribel verunfallt. Er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und lag wochenlang im Koma.

(sda)

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