Renault braucht Ersatz

08. Februar 2011 08:35; Akt: 08.02.2011 08:46 Print

Kommt Heidfeld für Unfallopfer Kubica?

Robert Kubica ist nach einem kurzen Aufwachen aus dem künstlichen Koma gestern für mindestens 24 Stunden wieder ruhiggestellt worden. Nun muss ein Nachfolger für den Polen gefunden werden.

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Waren vor zwei Jahren Teamkollegen bei BMW-Sauber: Nick Heidfeld und der verunfallte Robert Kubica. (Foto: Keystone)

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Die siebenstündige Operation, während der zwei Ärzteteams sich um die schweren Verletzungen am rechten Arm und Bein des Polen kümmerten, sei gut verlaufen. «Roberts genereller Zustand ist viel besser heute», lautete die Mitteilung von Kubicas Arbeitgeber Lotus-Renault. Weitere Operationen sind möglich. Kubica sei gestern im Santa Corona Hospital von Pietra Ligure von den Ärzten kurz aufgeweckt worden und habe mit seinen Verwandten ge­sprochen. Er habe die Finger seiner rechten Hand bewegen können.

Eine verlässliche Prognose zum Heilungsverlauf wird frühestens in sechs Monaten möglich sein. Noch länger dürfte es dauern, bis Kubica sich vollständig erholt haben wird. «Selbst bei einem optimalen Heilungsprozess wird es mindestens ein Jahr dauern, bis er seine Hand wieder vollständig bewegen kann», sagte Professor Mario Igor Rossello, Chefarzt der San-Paolo-Klinik in Savona.

Ersatzmann gesucht

Inzwischen kündigte Renault-Teamchef Eric Bouillier an, zusammen mit Kubicas Teamkollegen Witali Petrow nach Italien zu Kubica zu fliegen. Allerdings muss sich Bouillier auch Gedanken darüber machen, wer sich in Kubicas Boliden setzen soll. In der Poleposition befindet sich offenbar der Deutsche Nick Heidfeld. Aber auch sein Landsmann Nico Hülkenberg ist ein Thema. Im Gespräch sind auch die vertragslosen Vitantonio Liuzzi, Pedro de la Rosa und Giancarlo Fisichella.

Wie auch immer: Bereits in zwei Tagen stehen Tests in Jerez an und am 13. März beginnt die Saison in Bahrain. The show must go on.

(20 Minuten)

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