Nach dem Rallye-Unfall

09. Februar 2011 13:27; Akt: 09.02.2011 15:56 Print

Kubica kann alle fünf Finger bewegen

Der bei einer Rallye schwer verunglückte Formel-1-Pilot Robert Kubica kann aufatmen. Seine Hand scheint gerettet zu sein. Dennoch muss der Pole noch zweimal unters Messer.

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Am Sonntag hatten die Ärzte im Santa Corona Hospital von Pietra Ligure in einer siebenstündigen Notoperation die rechte, fast abgestorbene Hand von Robert Kubica wieder hergestellt. Der Eingriff scheint sein Ziel nicht verfehlt zu haben. «Die Operation ist perfekt verlaufen. Es ist ein grossartiges Resultat, dass Kubica jetzt die Hand bewegen kann, denn der Eingriff war lang und kompliziert», zitiert «rp-online.de» den behandelnden Arzt Prof. Igor Rossello. Demnach sind alle fünf Finger der verletzten rechten Hand des 26-Jährigen wieder funktionsfähig.

Nun muss der Pole aber erneut operiert werden. Diesmal nicht an der Hand, sondern an der rechten Schulter und am Fuss. Dabei sollen die beim Unfall erlittenen Brüche gerichtet werden. Der Eingriff war ursprünglich auf Donnerstag geplant, soll nun aber am Freitag erfolgen. Drei oder vier Tage später muss eine dritte Operation stattfinden, bei der die Korrektur des ebenfalls gebrochenen rechten Ellbogens vorgesehen ist.

Wie Kubicas Arbeitgeber Lotus-Renault mitteilt, wird der Rennfahrer für zwei bis drei Wochen im Krankenhaus in Pietra Ligure bleiben. Danach will man sich entscheiden, wo der 26-Jährige die Rehabilitation fortsetzen soll. Professor Rosello rechnet mit einer langen Reha-Phase: «Kubica wird täglich viel arbeiten müssen.» Bereits kurz nach dem Unfall hatten die Ärzte mitgeteilt, dass es wohl rund ein Jahr dauern wird, bis die Funktionsfähigkeit der Hand wiederhergestellt sein wird. Sollte es der Zustand des Polen erlauben, wird er in den nächsten Tagen von der italienischen Polizei zum Unfallhergang befragt.

Computer-Animation von Kubicas Unfall

(Video: YouTube)

(mon)

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