GP von Italien

08. September 2019 17:29; Akt: 09.09.2019 07:40 Print

Leclerc feiert seinen zweiten GP-Sieg in Folge

Im Ferrari-Heimspiel in Monza können die Tifosi jubeln. Leclerc hält dem Druck der Mercedes Stand und gewinnt vor Bottas und Hamilton.

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Charles Leclerc liess sich nach seiner knallharten Triumphfahrt im Vollgas-Tempel von Monza von den Tifosi feiern, Sebastian Vettel erlebte beim Ferrari-Heimspiel ein Fiasko. Der viermalige Formel-1-Weltmeister landete am Sonntag nach einem Dreher und einer Zeitstrafe beim zweiten Sieg seines jungen Stallrivalen nacheinander nur auf dem 13. Platz. Leclerc machte den ersten Ferrari-Sieg im Königlichen Park seit 2010 perfekt. «Yes, yes, yes», brüllte der 21-Jährige in den Boxenfunk.

Zweiter wurde Valtteri Bottas im Mercedes. Der WM-Führende Lewis Hamilton musste sich wegen eines Fahrfehlers im Silberpfeil mit Platz drei und der schnellsten Rennrunde begnügen, hatte sich zuvor nach einem giftigen Zweikampf mit Leclerc aber über zweifelhafte Verteidigungsmanöver des Monegassen beklagt.

Hamilton kommt dem WM-Titel immer näher

Mit nun 284 Punkten ist der Brite seinem sechsten WM-Titel wieder näher gekommen. Der Finne Bottas bleibt mit 63 Zählern Rückstand Gesamtzweiter. Leclerc zog indes am glücklosen Vettel vorbei und ist nun WM-Dritter. Einen starken Tag erwischte Nico Hülkenberg, der im Renault Fünfter wurde.

Bei der Startplatzjagd am Samstag hatte sich die Formel 1 noch nach Kräften blamiert. In Nervenspiel um eine gute Position im Windschatten hatten die Topfahrer erst zu lange an der Box gewartet und dann auf der Strecke das Taktieren und Trödeln übertrieben - prompt war die Zeit für eine letzte schnelle Runde für die Favoriten abgelaufen.

Früher Vettel-Frust

Besonders ärgerlich war das für Vettel, der eigentlich wie zuvor abgesprochen im Sog von Leclerc zur Pole Position rasen wollte. Stattdessen musste er sich auf Rang vier einordnen. «Wir hätten das besser abliefern können und haben unsere Lektion gelernt», sagte Teamchef Mattia Binotto am Sonntag am RTL-Mikrofon. Vettel und Leclerc hätten die Unstimmigkeiten aber miteinander geklärt, versicherte Binotto.


Vettel dreht sich und sorgt für Chaos. (Video: SRF)

Im Rennen aber sammelte Vettel schnell neuen Frust. Nach wenigen Kurven musste er Landsmann Hülkenberg im Renault vorbei lassen. Zu Beginn der zweiten Runde holte sich Vettel zwar Platz vier zurück, leistete sich dann aber wenig später einen folgenschweren Fehler. In der Ascari-Kurve drehte sich der Deutsche und rutschte ins Gras. Quer zur Fahrbahn rollte er auf den Asphalt zurück, Lance Stroll im Racing Point konnte nicht mehr ausweichen und rumpelte über den Frontflügel von Vettels Ferrari. «Er kam auf die Strecke zurück wie ein Idiot», schimpfte der Kanadier am Funk.

Wechsel in der Hierarchie

Umgehend leiteten die Rennkommissare eine Ermittlung ein und verdonnerten Vettel zu einer 10-Sekunden-Strafe, die er vor der Garage abbrummen musste. Mit einer Runde Rückstand war das Rennen für den viermaligen Weltmeister schon in der 13. der 53 Runden gelaufen. Schon im Vorjahr hatte sich Vettel in Monza einen unnötigen Dreher geleistet und einen entscheidenden Rückschlag im Titelkampf erlitten.

In diesem Jahr machte Vettel unter Druck erneut zu viele Fehler und muss inzwischen befürchten, auch in der internen Hierarchie seinem Rivalen Leclerc den Vortritt lassen zu müssen. Der junge Monegasse verteidigte seine Pole Position am Start geschickt gegen Hamilton und blieb auch nach dem Reifenwechsel vorn. Doch es war ganz knapp.

Leclerc verteidigt grenzwertig

Prompt suchte Hamilton seine Chance, doch Leclerc wehrte den Überholversuch des Titelverteidigers knallhart ab. Der Brite musste durch das Kiesbett ausweichen. «Er hat mir keinen Platz gelassen, er hat mich abgedrängt», wetterte der Champion. Die Rennrichter verwarnten Leclerc, sahen aber von einer Strafe ab.

Weiter ging die wilde Hatz. Rundenlang lauerte Hamilton im Windschatten des Spitzenreiters, doch gegen den starken Ferrari-Motor bot sich auf den langen Geraden von Monza keine Überholchance. «Ich brauche mehr Power», funkte Hamilton an die Box. Auch einen Verbremser von Leclerc konnte der Brite nicht nutzen, zumal die Rennleitung auch ein weiteres grenzwertiges Verteidigungsmanöver des Youngsters nicht ahndete. Als Hamilton dann kurz neben die Strecke geriet, war der Weg endgültig frei für Leclerc. Bottas holte auf den letzten Kilometern zwar noch einmal gewaltig auf, patzte dann aber beim Überrunden. So durften die Ferrari-Fans endlich wieder einen Heimsieg bejubeln.

Motorsport

(dpa / dho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Driver am 08.09.2019 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Sorry dieser Vettel gehört ausgewechselt, das Manöver gegenüber Stroll war ja gemeingefährlich!

    einklappen einklappen
  • Rob am 08.09.2019 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    Unmöglich dieser Vettel

    Vettel wird es nie lernen. Besser wäre wenn er gehen würde. Unverbesserlich dieser Vettel.

  • giulio cesare am 08.09.2019 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    hab genug von diesen lehrlingfahrer

    ich hoffe das ferrari endlich diesen kamikaze-sepp ende saison rauswirft

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • unglaublich am 10.09.2019 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    aber wahr

    Was ist denn los mit den Schummelfahrzeugen ? Plötzlich können sie nicht mehr das Knöpfli drehen um mehr Power aus dem Motor rauszuholen ? Kein Hauch eine Chance hatten sie auf der Geraden gegen den Ferrari. Ich denke dieses Jahr ist es gelaufen zu Gunsten der Betrügerbande. Aber das wird auch der letzte WM Titel sein. Ab nächsten Jahr werden wir nur noch rot sehen. FORZA FERRARI.

  • Zweistein am 09.09.2019 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Er durfte gewinnen

    war so mit Mercedes vereinbart worden. Und wer nicht weiss warum, sollte sich mal Gedanken machen oder Schach lernen, soweit es möglich ist mit einem etwas beschränkten Hirn.

  • Je tschergel am 09.09.2019 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brumsport nogo

    Wer ist diese le tschergel? Und was mache er!

  • Il Secondo am 09.09.2019 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ist halt Italien

    Da wurde Ferrari der Sieg ja förmlich geschenkt: Vettel im Quali mit 4 Rädern out of track limit - Trotzdem den 4. Startplatz behalten. Leclerq nach Abdrängen verwarnt, dann aber beim vors Auto fahren von Hamilton nicht bestraft. Passt ja zum Rest des Landes.....

    • Beat G. am 09.09.2019 20:05 Report Diesen Beitrag melden

      Wie im Fussball

      die Italiener haben das Foulspiel mit der Muttermilch aufgesogen.

    • Der Pendler am 10.09.2019 14:26 Report Diesen Beitrag melden

      @ Beat G.

      Und du hast den Neid schon in den Spermien

    einklappen einklappen
  • Rallyfan am 09.09.2019 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wollte nur den Start schauen....

    Ich wollte nur kurz den Start schauen. Dachte mir, Monza wird eh langweilig. Tja. Falsch gedacht. Ich habe das ganze Rennen geschaut. Der Kampf um den Sieg war echt sehenswert. Auch wenn Leclerc etwas zu weit ging. Max-Verstschrotten hätte voll reingehalten und ein Crash ausgelöst. Hamilton ist da anders gestrickt. Sieht man auch an den 5 Titeln. Die holt man nicht als rollende Abrissbirne.

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