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20. März 2011 19:49; Akt: 20.03.2011 21:50 Print

Lüthi auf dem Podest - Aegerter in den Punkten

Tom Lüthi ist der Start in die Saison 2011 mit einem Podestplatz geglückt. Auch Dominique Aegerter schaffte es in die Punkteränge. Geschlagen wurde hingegen Valentino Rossi.

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Tom Lüthi: Nach hartem Kampf mit Takahashi und De Angelis noch auf dem Podest.

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Seit seinem WM-Debüt 2002 ist Lüthi noch nie mit einem Podestplatz in die neue Saison gestartet. In Katar realisierte er seinen insgesamt sechsten Podestplatz in der Moto2-Klasse - den ersten seit Anfang September 2010, als er in Misano (It) ebenfalls Dritter wurde. «Nach den guten Testresultaten ist dieser Saisonstart sicherlich ein gutes Omen für diese Saison», freute sich Lüthi.

Um den Sieg konnte der Schweizer zwar nie mitreden: Stefan Bradl (De), der aus der Pole-Position gestartet war, dominierte die Konkurrenz vom Start bis ins Ziel und erreichte 4,330 Sekunden vor Andrea Iannone (It) und 5,137 Sekunden vor Lüthi. «Ich versuchte zwar nach dem Start, an Bradl dranzubleiben, aber ich hatte zu wenig Beschleunigung in den Kurven», bedauerte Lüthi, «da musste ich den Verstand walten und ihn davonziehen lassen.»

Starkes Manöver in zweitletzter Runde

Lüthi sicherte sich das Podest mit einem starken Manöver kurz vor Rennschluss. Der Berner hatte sich während mehreren Runden einen harten Kampf mit Iannone und Yuki Takahashi geliefert, fiel zwischenzeitlich auf Rang 4 zurück und überholte dann Takahashi in der zweitletzten Runde. «Ich sah, dass Iannone vorne davonfuhr und ich wusste, dass ich in dieser Kurve schneller war als Takahashi», beschrieb Lüthi das entscheidende Manöver. Obwohl Lüthi in der letzten Runde aufgrund seines stark abgebauten Hinterreifens am Limit fuhr, konnte er den Japaner, der in diesem Jahr die Moriwaki-Maschine von Weltmeister Toni Elias übernommen hat, und den herannahenden Alex de Angelis (San Marino) in Schach halten. Der Schweizer lag im gesamten Rennen in den vorderen Rängen; nach dem Start noch Zweiter hinter Bradl, fiel Lüthi nie weiter als auf Platz 4 zurück.

Für einen weiteren Schweizer bedeutete Platz 13 ebenfalls ein Erfolgserlebnis. Dominique Aegerter, der nach einem schlimmen Sturz bei Testfahrten in der gesamten Saisonvorbereitung stark verunsichert wirkte und auch in den freien Trainings in Katar nicht auf Touren kam, sicherte sich drei WM-Punkte. Der Oberaargauer klassierte sich damit zum neunten Mal in Folge in den WM-Punkterängen. Lehrgeld zahlte dagegen Randy Krummenacher. In seinem ersten Moto2-Rennen verlor der Zürcher Oberländer über 50 Sekunden auf Sieger Bradl, was lediglich zu Platz 27 reichte. Krummenacher selbst hatte eine Klassierung in den Top 15 angestrebt.

In der 125-ccm-Klasse klassierte sich der Neuenburger Giulian Pedone bei seinem WM-Debüt im 26. und drittletzten Rang. Das Rennen der kleinsten Hubraum-Klasse gewann Nicolas Terol vor Tom Lüthis ehemaligem Teamkollegen Sandro Cortese (De).

Stoner gewinnt Saison-Auftakt - Rossi geschlagen

Casey Stoner gewann im Nachtrennen von Katar den ersten Grand Prix der Saison. Der Australier gewann sein erstes MotoGP-Rennen nach seiner Rückkehr von Ducati zu Honda. Valentino Rossi musste sich auf Ducati mit Rang 7 begnügen.

Stoner, der 2007 Weltmeister geworden war, setzte sich vor Weltmeister Jorge Lorenzo und seinem Honda-Markenkollegen Dani Pedrosa durch. Die beiden Spanier verloren fast dreieinhalb - beziehungsweise fünf Sekunden - auf Stoner. «Das ist ein perfekter Start für mich bei Honda», so Stoner.

Dem 25-jährigen Australier liegt der Rundkurs mitten in der Wüste. Er holte sich nicht nur die Pole-Position im Qualifying, sondern realisierte bei seinem sechsten Start in Katar den fünften Sieg. Neben Stoner schafften es vier weitere Honda-Piloten in die Top 5.

Valentino Rossi reihte sich dort ein, wo er in den Trainings und im Qualifying in etwa abgeschnitten hatte. Der neunfache Weltmeister hatte über die gesamten 22 Rennrunden offensichtlich Mühe mit seiner Ducati. Einzig beim Start sorgte er für einen kurzen Glanzmoment, als er sich von Position 9 aus kurz auf den zweiten Zwischenrang vorkämpfte. Danach lieferte er sich die meiste Zeit ein Duell mit dem Amerikaner Ben Spies, seinem Nachfolger bei Yamaha. Spies erreichte das Ziel als Sechster mit fast sechs Sekunden Vorsprung auf «Doktor» Rossi.

Losail. Grand Prix von Katar. 125 ccm (18 Runden à 5,380 km = 96,840 km):

1. Nicolas Terol (Sp), Aprilia, 38:28,687 (151,005 km/h).
2. Sandro Cortese (De), Aprilia, 7,710 Sekunden zurück.
3. Sergio Gadea (Sp), Aprilia, 9,147.
4. Efren Vazquez (Sp), Derbi, 9,514.
5. Jonas Folger (De), Aprilia, 9,698.
6. Johann Zarco (Fr), Derbi, 15,260.

Ferner:
26. Giulian Pedone (Sz), Aprilia, 1:54,387

Schnellste Runde:
Terol (3.) in 2:06,463 (153,151 km/h). - 30 Fahrer gestartet, 28 klassiert.

WM-Stand (1/17): 1. Terol 25. 2. Cortese 20. 3. Gadea 16. 4. Vazquez 13. 5. Folger 11. 6. Zarco 10.

Moto2 (20 Runden = 107,600 km):
1. Stefan Bradl (De), Kalex, 40:38,549 (158,848 km/h).
2. Andrea Iannone (It), Suter, 4,330.
3. Thomas Lüthi (Sz), 5,137.
4. Alex de Angelis (San Marino), Motobi, 5,925.
5. Yuki Takahashi (Jap), Moriwaki, 6,621.
6. Simone Corsi (It), FTR, 14,217.

Ferner:
13. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 20,837.
27. Randy Krummenacher (Sz), Kalex, 50,544

Ausgeschieden u.a.:
Marc Marquez (Sp), Suter (4.), Sturz. - Schnellste Runde: De Angelis (9.) in 2:01,003 (160,062 km/h). - 39 Fahrer gestartet, 32 klassiert.

WM-Stand (1/17):
1. Bradl 25.
2. Iannone 20.
3. Lüthi 16.
4. De Angelis 13.
5. Takahashi 11.
6. Corsi 10.

MotoGP (22 Runden = 118,360 km):
1. Casey Stoner (Au), Honda, 42:38,569 (166,536 km).
2. Jorge Lorenzo (Sp), Yamaha, 3,440.
3. Dani Pedrosa (Sp), Honda, 5,051.
4. Andrea Dovizioso (It), Honda, 5,942.
5. Marco Simoncelli (It), Honda, 7,358.
6. Ben Spies (USA), Yamaha, 10,468.
7. Valentino Rossi (It), Ducati, 16,431

Schnellste Runde: Stoner (13.) in 1:55,366 (167,883 km/h). - 16 Fahrer gestartet, 13 klassiert.

WM-Stand (1/18):
1. Stoner 25.
2. Lorenzo 20.
3. Pedrosa 16.
4. Dovizioso 13.
5. Simoncelli 11.
6. Spies 10.
7. Rossi 9.

(sda)

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