Überraschung

13. Mai 2012 16:02; Akt: 13.05.2012 19:58 Print

Maldonado triumphiert - zehn Punkte für Sauber

Williams-Pilot Pastor Maldonado gewinnt den GP von Spanien vor Fernando Alonso und Kimi Räikkönen. Für das Sauber-Team holt Kamui Kobayashi mit Rang 5 wichtige Punkte für die WM-Wertung.

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Überraschungssieg beim Grand Prix von Spanien. Pastor Maldonado gewinnt in Montmeló vor Lokalmatador und WM-Leader Fernando Alonso. Kamui Kobayashi wird Fünfter.

Fünf GP's - fünf verschiedene Sieger

Mit Maldonado siegte im fünften Saisonrennen zum fünften Mal ein anderer Fahrer im fünften verschiedenen Auto. Dies hatte es in der Formel-1-Geschichte bislang erst einmal gegeben - vor 29 Jahren.

Alonso ging am Start nach einem harten, aber fairen Duell an Polesetter Maldonado vorbei und kontrollierte anschliessend während des ersten Renndrittels das Geschehen. Maldonado liess sich im erneut erstaunlich schnellen Williams-Auto jedoch nicht abhängen und eroberte nach dem zweiten Boxenstopp die Führung zurück, da Alonso wohl ein bisschen zu spät zum Reifenwechsel in die Ferrari-Box kam. Im weiteren Rennverlauf verteidigte der Venezolaner seine Führung gegen den Asturier geschickt und sorgte für eine weitere Sensation in diesem Jahr.

Durststrecke beendet

Maldonado bescherte Williams den ersten Sieg seit dem Grand Prix von Brasilien vor acht Jahren. Damals, am 24. Oktober 2004, hatte der Kolumbianer Juan Pablo Montoya in einem Auto des britischen Traditionsrennstalls triumphiert. Maldonado, der in seinen vorherigen 23 Grands Prix lediglich fünf Zähler ergattern konnte, klassierte sich vor diesem Wochenende nie in der Nähe der Podestränge. Als bisheriges Bestergebnis stand für den 27-Jährigen der 8. Platz im diesjährigen GP von China in den Statistikbüchern.

Nicht mit Maldonado und Alonso mitzuhalten vermochten die beiden Lotus-Fahrer Kimi Räikkönen und Romain Grosjean, die für ihr Team mit den Rängen 3 und 4 jedoch erneut ein hervorragendes Ergebnis herausfuhren.

Nach dem Triumph der Schock

Nach dem Sensationssieg von Maldonado brach in der Box von Williams-Renault ein Feuer aus. Die Brandursache war vorerst unklar. Laut ersten Angaben erlitten mehrere Personen bei der Flucht vor den Flammen kleinere Verletzungen. Der im Rollstuhl sitzende Teamchef Frank Williams wurde ebenso gerettet wie ein kleiner Junge aus Maldonados Familie, den der venezolanische Sieger laut Augenzeugenberichten höchstpersönlich auf den Schultern aus der Garage trug. Mit Kollegen der anderen Teams löschten Williams-Mechaniker zusammen mit anrückenden Feuerwehrleuten den Brand, der auch auf die Box des Caterham-Teams übergegriffen hatte.

Starkes Rennen von Kobayashi

Der 25-jährige Japaner, als Neunter ins Rennen gegangen, bescherte der Hinwiler Equipe als Fünfter zehn weitere wertvolle Punkte für die Konstrukteurs-Wertung. Sauber hat damit bereits 41 Zähler auf dem Konto. Zum Vergleich: In den letzten beiden Jahren waren es am Saisonende jeweils 44. Kobayashi egalisierte in Katalonien sein Bestergebnis, das er vor Jahresfrist in Monte Carlo aufgestellt hatte.

Für Sergio Perez war das Rennen dagegen schon kurz nach dem Start gelaufen. Der als Fünfter gestartete Mexikaner erlitt nach einem Rencontre mit Grosjean vor der zweiten Kurve einen Reifenschaden hinten links, fiel ans Ende des Feldes zurück und musste an die Box. Nach dem dritten Boxenstopp musste Perez den Sauber C31 dann abstellen, nachdem ein Rad nicht richtig montiert worden war.

Lewis Hamilton, der nach der Eroberung der Pole-Position am Samstagabend disqualifiziert worden war und als Letzter starten musste, kämpfte sich bis in den 8. Schlussrang nach vorne.

Schlussergebnis nach 66 Runden:
1. Pastor Maldonado (Ven), Williams-Renault.
2. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 3,1 Sekunden zurück.
3. Kimi Räikkönen (Fi), Lotus-Renault, 3,8.
4. Romain Grosjean (Sz/Fr), Lotus-Renault, 14,7.
5. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari, 64,6.
6. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 67,5.
7. Nico Rosberg (De), Mercedes, 77,9.
8. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 78,1.
9. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 85,2.
10. Nico Hülkenberg (De), Force India-Mercedes, 1 Runde zurück.

Ausgeschieden u.a.: Sergio Perez (Mex), Sauber-Ferrari; Michael Schumacher (De), Mercedes; Bruno Senna (Br), Williams-Renault.

(sda)

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