Für Buemi wirds eng

15. Dezember 2011 16:42; Akt: 15.12.2011 16:45 Print

Nur noch vier Formel-1-Cockpits sind frei

Nach dem Rauswurf bei Torro Rosso wird es für den Schweizer Sébastien Buemi schwierig, noch einen Platz in der Formel 1 zu ergattern. Denn 20 der 24 Cockpits sind bereits vergeben.

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Sebastian Vettel (GER) hat einen Vertrag bis 2014. Mark Webber (AUS) fährt auch 2012 für Red Bull. Jenson Button (GBR) hat im Oktober einen neuen Vertrag über mehrere Jahre unterschrieben. Wie lange genau, wollte der Rennstall nicht mitteilen. Lewis Hamilton (GBR) bleibt mindestens 2012 noch Teamkollege von Button. Fernando Alonso (ESP) hat bereits im letzten Frühjahr bei der «Scuderia» bis 2016 verlängert. Felipe Massa (BRA) fährt 2012 bei den Italienern auf Bewährung. Nico Rosberg (GER) steht noch für zwei weitere Saison, also bis 2013, beim deutschen Rennstall unter Vertrag. Michael Schumachers (GER) Kontrakt läuft hingegen Ende Saison 2012 aus. Hier gibt Ex-Weltmeister Kimi Räikkönnen (FIN) 2012 sein Comeback in der Formel 1. Nach zwei Jahren Abstinenz und einem Abstecher in den Rallye-Sport unterschrieb er einen Zweijahresvertrag. Räikkönens Teamkollege ist ebenfalls ein Rückkehrer: Der Schweiz-Franzose Romain Grosjean erhält nach 2009 noch einmal eine Chance in der Formel 1 - vorerst für ein Jahr. Paul di Resta (GBR) sitzt auch 2012 im Cockpit von Force India. Sein neuer Teamkollege heisst Nico Hülkenberg (GER). Kamui Kobayashi (JPN) sitzt mindestens noch in der Saison 2012 im Sauber-Cockpit ... ... genauso wie der Mexikaner Sergio Perez. Das «kleine Red Bull» tritt 2012 mit einem neuen Fahrer-Duo an: dem Australier Daniel Ricciardo ... ... und dem Franzosen Jean-Eric Vergne. Pastor Maldonado (VEN) war für 2012 schon früh gesetzt. Als zweiten Fahrer verpflichtete Williams Bruno Senna. Der Brasilianer verdrängte seinen Landsmann Rubens Barrichello. Witali Petrow ersetzt beim Lotus-Nachfolger den Italiener Jarno Trulli. Sein Teamkollege ist der Finne Heiki Kovalainen. Dessen Vertrag läuft Ende Saison aus. Der 40-Jährige Pedro de la Rosa (ESP) schafft noch einmal den Sprung vom Test- zum Stammfahrer. Bei HRT unterschrieb er einen Zweijahresvertrag. Zweiter Fahrer ist der Inder Narain Karthikeyan, der bereits letzte Saison für HRT fuhr. Timo Glock (GER) hat einen Vertrag bis 2014. Neuer Teamkollege des Deutschen ist der Formel-1-Einsteiger Charles Pic (FRA).

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Es war eine überraschende Meldung, die am Mittwochabend die Motorsport-Fans ereilte: Toro Rosso trennt sich von seinen beiden bisherigen Piloten Sébastien Buemi und Jaime Alguersuari. Bisher war man davon ausgegangen, dass nur einer der beiden über die Klinge springen muss. Doch die zweite Equipe unter der Herrschaft von Red Bull setzt ab sofort auf den 22-jährigen Australier Daniel Ricciardo und den ein Jahr jüngeren Franzosen Jean-Eric Vergne.

Für Buemi und Alguersuari ist die Luft nun dünn. Viele Optionen, um in der Formel 1 zu verbleiben, gibt es für sie nicht. 20 der 24 Cockpits sind für die kommende Saison bereits fix besetzt (siehe Bildstrecke).

Kommt Alguersuari bei HRT unter?

Zum einen hat Williams noch einen Platz frei. Pastor Maldonando ist gesetzt, doch wer sein Teamkollege wird ist noch unklar. «Oldie» Rubens Barrichello, dürfte das Cockpit verlieren. Der Deutsche Adrian Sutil, der bisher bei Force India unter Vertrag stand, könnte erben.

Das spanische HRT-Team hat bisher erst den 40-Jährigen Routinier Pedro de la Rosa unter Vertrag genommen. Weil hier laut «motorsport-magazin.com» eine rein spanische Fahrerpaarung gewünscht wird, könnte der bei Torro Rosso ausgemusterte Jaime Alguersuari durchaus Hoffnungen hegen. Für Sébastien Buemi sind die Chancen aufgrund der Nationalität allerdings mehr als gering.

Bleibt für den Schweizer als kleine Hoffnung eigentlich nur noch Force India. Der indische Rennstall hat offiziell noch keinen Personalentscheid gefällt, aber die Vertragsverlängerung mit dem Briten Paul di Resta gilt als so gut wie sicher.

Verbleib bei Red Bull möglich

Eine denkbare Variante für beide ausgemusterte Fahrer wäre durchaus auch ein Verbleib bei Red Bull. Der Arbeitgeber würde ihnen in diesem Fall einen Platz in einer anderen Rennserie anbieten, NASCAR und IndyCar wären hier wohl die Alternativen.

Möglich ist auch, dass einer der beiden als Testfahrer beim «grossen» Red-Bull-Team unterkommt, um im Notfall Sebastian Vettel oder Mark Webber zu ersetzen. Denn für diesen Fall wären sowohl Buemi als auch Alguersuari besser geeignet, als die beiden Neulinge im «kleinen» Red-Bull-Team von Torro Rosso.

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • reiner zufall am 16.12.2011 00:51 Report Diesen Beitrag melden

    kaum

    red bull ist in der nascar ausgestiegen

  • Üsä am 16.12.2011 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    F1

    Buemi, Träume weiter.

  • Dieter Boos am 16.12.2011 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Time to go!

    Denke die Entscheidung von Torro Rosso ist nachvollziehbar. Beide Fahrer sind etwa gleichwertig und nicht konstant. Da war die beste Lösung gleich beide zu ersetzten anstatt die Würfel entscheiden zu lassen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dieter Boos am 16.12.2011 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Time to go!

    Denke die Entscheidung von Torro Rosso ist nachvollziehbar. Beide Fahrer sind etwa gleichwertig und nicht konstant. Da war die beste Lösung gleich beide zu ersetzten anstatt die Würfel entscheiden zu lassen.

  • Üsä am 16.12.2011 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    F1

    Buemi, Träume weiter.

  • reiner zufall am 16.12.2011 00:51 Report Diesen Beitrag melden

    kaum

    red bull ist in der nascar ausgestiegen

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