Nach Fehlstart

21. März 2011 13:50; Akt: 21.03.2011 16:02 Print

Rauchende Köpfe bei Randy Krummenacher

von Klaus Zaugg, Doha - Die Moto2-Saison 2011 hat für Randy Krummenacher (21) so angefangen, wie die 125er-WM 2010 aufgehört hat: Technische Schwierigkeiten haben ihn daran gehindert, sein Potenzial umzusetzen.

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Randy Krummenacher könnte bei ausbleibenden Resultaten bald Probleme mit seinem Teamchef erhalten.

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Am letzten Donnerstag hatte nach dem vielversprechenden ersten Training (14.) zum GP von Katar die Zigarre von Teambesitzer Marco Rodrigo geraucht. Nach dem Abschlusstraining rauchte Rodrigo nur noch seine Zigarette (29. Platz/10. Startreihe nach einem Sturz) – und nun nach dem Rennen sein Kopf: Es gibt, wie schon letzte Saison in der 125er-Klasse, technische Probleme. «Im Vergleich zum Rennen hatte ich im Training einen Supertöff», sagte Krummenacher nach dem Rennen gegenüber 20 Minuten Online ernüchtert. «Das Vorderrad rutschte und ich konnte erst einigermassen mithalten, als ich meinen Fahrstil geändert hatte. Wir müssen nun herausfinden, wo das Problem liegt.»

Während Krummenacher seinen missglückten Saisonstart schildert, ist die Box ruhig und fast leer. Der Wüstenwind weht Klangfetzen der Deutschen Nationalhymne herüber. Sie wird für Krummenachers Teamkollegen Stefan Bradl (21) gespielt. Bradl hat alle Vorsaisontests, alle Trainings hier in Katar und das Rennen dominiert und haushoch überlegen gewonnen.

Gleicher Töff wie der Sieger

Bradl fährt das gleiche Bike wie Krummenacher. Die Deutsche Edelmarke Kalex. Bradl siegt und Krummenacher rattert hinterher. Das ist der Grund, warum Teamchef Marco Rodari der Kopf raucht: Es kann doch nicht sein, dass die Kalex bei seinem Schützling nicht funktioniert. Noch zwei, drei solcher Rennen wie in Doha und die Luft in der Box (oder zwischen Krummenacher und seinem Teamchef) wird so dick sein, dass sie mit einer Drahtschere geschnitten werden kann.

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