Alfas Formel-1-Bolide

18. Februar 2019 08:34; Akt: 18.02.2019 11:36 Print

Der Name Sauber fährt doch noch mit

Die Teams präsentierten dieser Tage ihre Boliden für die neue Saison. Am Montag enthüllte Alfa Romeo das Auto für 2019.

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Voilà, so sieht der neue Alfa Romeo C38 aus. Das grosse S für Sauber steht zwar nicht mehr drauf, dafür auf dem Heckspoiler Schweiz/Suisse/Svizzera. Und wenn man genau hinsieht, erkennt man auf dem Seitenkasten auch «Sauber Engineering». Das im Zürcher Oberland in Hinwil konzipierte und gebaute Auto hat somit auch äusserlich Swissness an Bord. Die Heckansicht des neuen Autos von Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi. So sah der letztjährige C37 von Alfa Romeo Sauber aus. Valentinstag-Lackierung: Am Donnerstag gewährte Alfa Romeo erstmals einen Blick auf das 2019er-Auto. Kimi Raikkönen führte die Speziallackierung vor. Er soll für den ersehnten WM-Titel sorgen: In Maranello wurde am Freitag der neue Ferrari präsentiert. Seit 2007 warten sie in Italien auf den WM-Titel. Und natürlich hält die Scuderia an der roten Lackierung fest. Jedoch dieses Jahr in einer Matt-Lackierung. Das Design ist keine Überraschung: Der neue McLaren sieht seinem Vorgänger sehr ähnlich. Der MCL34 kommt in Papaya und Vega Blau daher – so nennt der Rennstall die beiden Farben. Hier gibt Fernando Alonso Ende 2018 seinen Abschied aus der Formel 1. Er lässt sich ein paar Doughnuts im alten McLaren-Modell nicht nehmen. Neues Kapitel: Racing Point Formula 1, ehemals Force India, präsentiert in Toronto nur das neue Design für 2019. Der neue Bolide von Lance Stroll (l.) und Sergio Perez wird zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt. Verglichen mit der letztjährigen Lackierung hat sich wenig geändert. Der Hauptsponsor und dessen Farbe sind geblieben. Schwarz-rote Überraschung: Der Red-Bull-Honda RB15. Der ungewohnte Lack ist aber nur für die Tests. In Melbourne beim ersten Rennen der Saison wird Red Bull wieder in gewohnten Farben antreten. Der Mercedes kommt nur leicht verändert daher. Valtteri Bottas hatte die Ehre, den Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+, so die offizielle Bezeichnung, als Erster zu fahren. Am Nachmittag konnte dann auch Lewis Hamilton in Silverstone seine ersten Runden im Mercedes W10 drehen. Für viele Fans ist die Lackierung optisch zu nah an derjenigen von 2018. Als erstes Team hatte das Haas-Formel-1-Team seinen neuen Boliden präsentiert – in London und mit viel Pomp. Der neue Haas kommt schwarz-golden daher... ...und damit ziemlich anders als noch 2018. Toro Rossos neuer Bolide: Der STR14 ist eine überarbeitete Version des Red Bulls von 2018. Farblich ist er sehr nah am STR13 von letzter Saison. Hier das Modell von 2018. Renault will mit dem R.S.19 angreifen. Schwarz und gelb sind die Farben... ...mit denen Renault bereits 2018 unterwegs war. Williams kommt mit neuem Hauptsponsor daher. Entsprechend veränderte sich auch der Look im Vergleich zu 2018.

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In der neuen Saison verzichtet Alfa Romeo auf den Zusatz «Sauber» im Namen des Rennstalls. Doch auf dem am Montag in Barcelona präsentierten Auto für 2019 findet sich der Sauber-Schriftzug am Seitenkasten und eine Schweizer Fahne auf dem Heckspoiler. So ganz konnten die Italiener dann doch nicht auf die Swissness verzichten, zumal das Auto auch bei Sauber in Hinwil im Zürcher Oberland entwickelt wurde.

Video: Der neue Alfa Romeo C38

Als letztes Team päsentierten die Hinwiler das Auto für 2019. (Video: Sauber Motorsport)

Ferrari will in der neuen Saison nun endlich die Vorherrschaft von Mercedes beenden und zurück auf den Weltmeister-Thron. Seit 2007 wartet man in Italien auf den nächsten WM-Titel. Damals wurde Kimi Raikönnen (110 Punkte) mit einem Punkt Vorsprung auf Lewis Hamilton und Fernando Alonso (je 109 Punkte) Fahrer-Weltmeister. Seither ging der Titel siebenmal an Mercedes und viermal an Red Bull.

Am Freitag präsentierte die Scuderia Ferrari als vorletztes Team den neuen Boliden in Maranello. Mit einer grossen Show wurde der neue Wagen von Sebastian Vettel und Charles Leclerc in Italien präsentiert. Auffällig ist die matte Lackierung des neuen Ferrari SF90. Der Name ist Programm - der Autohersteller feiert dieses Jahr sein 90-jähriges Bestehen.

«Als Team tragen wir die Hoffnungen, Erwartungen und den Stolz einer ganzen Nation und von Millionen Fans in aller Welt. Wir akzeptieren diese Verantwortung», sagte Ferrari-Präsident Louis Camilleri.

Haas machte den Anfang

Und dann zeigten Romain Grosjean und Kevin Magnussen das Objekt der Begierde im Royal Automobil Club in London. Die beiden Fahrer des Haas-Formel-1-Teams enthüllen ihren Boliden für die neue Saison. Schwarz-golden kommt er neu daher, nicht mehr schwarz-weiss-rot. Das ganze Drumherum: Pompös und edel. Es geht um den ersten Eindruck der Saison, die Teams haben die Chance, ihre Fans zu überraschen – oder zu enttäuschen.

Haas war letzte Woche das erste Team, das vorlegte. Toro Rosso, Williams und Renault zogen diese Woche nach. Heute enthüllten auch Red Bull und Mercedes ihre neuen Wagen. Die optisch auffallendste Reglement-Änderung schreibt vor, dass die Frontflügel neu simpler und 2 Meter statt nur 1,8 Meter breit sein müssen.

Red Bulls Farb-Coup – aber wohl nur von kurzer Dauer

Ansonsten können die Teams vor allem mit dem Lack für Überraschungen sorgen. Red Bull trumpfte dabei gross auf. Der RB15 ist schwarz-rot gefärbt – doch handelt es sich hierbei wohl nur um eine temporäre Lackierung. Beim ersten Rennen in Melbourne am 17. März soll das Auto wieder in den gewohnten Farben daherkommen. Dieser Twitter-User wünscht sich die auffallende Lackierung aber am liebsten für die ganze Saison:

Erstmals wird Red Bull in diesem Jahr mit Motoren des japanischen Herstellers Honda fahren. «Wir erwarten sehr viel. Es braucht aber sicher auch Zeit. Wir können nicht erwarten, dass es vom ersten Rennen an perfekt läuft», sagte Max Verstappen. Der Niederländer durfte in Silverstone unter Ausschluss der Öffentlichkeit die ersten Kilometer mit dem neuen Auto fahren. Seine Prognose: «Ich bin optimistisch, aber auch realistisch.»

Mercedes schlicht – zu schlicht?

Eher enttäuscht zeigten sich die Mercedes-Fans. Der W10, in dem Weltmeister Lewis Hamilton in diesem Jahr unterwegs sein wird, ähnelt dem Modell von 2018 stark. Zu stark, finden viele Fans auf Twitter.

Hamilton meinte mit Blick auf seine ersten Runden mit dem neuen Auto und vor dem Start in sein siebtes Jahr mit den Silberpfeilen: «Ein neues Auto zu fahren, ist, wie jemanden zum ersten Mal zu treffen – du möchtest so schnell wie möglich alles darüber erfahren, bevor ihr euch auf die gemeinsame Reise begebt.»

Die ersten Testfahrten des Jahres beginnen am Montag in Montmeló bei Barcelona. Der Start in die neue Formel-1-Saison erfolgt am 17. März mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne.

Alle neuen Boliden sehen Sie oben in der Bildstrecke.

Motorsport

(te/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vuko Vic am 13.02.2019 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    Komme nicht ganz draus

    Was genau hat Red Bull geschafft was Mercedes nicht gelang? Die Farbgebung vielleicht?

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  • Joy Dunlop am 13.02.2019 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Byebye

    F1 hat sich wie der Fussball zu einem looser Sport entwickelt. MotoGP ist auch auf dem besten Weg dazu. Schade aber wenn sich alles nur noch um die Kohle dreht geht alles irgendwann zu ende.

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  • Grottenhässlich am 13.02.2019 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Esstisch

    Vorne Spoiler so gross wie ein Esstisch Bäh sieht fürchterlich aus

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cuore Sportivo am 20.02.2019 00:13 Report Diesen Beitrag melden

    Alfa ist Rennsport Geschichte ...

    ..mit vielen Siegen und Erfolgen. Heute erfolgreiche F1 Team tragen nicht (mehr) den Namen Sauber (Mercedes, Red Bull). Die Erfolge kamen jeweils ...danach (im Falle BMW, davor mit anderen Teams). So hoffe ich auch für Alfa Romeo in der nach Sauber Ära auf Erfolg. Es währe Schade, wenn Alfa nur relativ erfolglos, in Sauber Manier in der F1 rumkurven würde.

  • Mathias Borner am 19.02.2019 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Team F1

    ...Hopp Alfa-Sauber-CH!

  • frankyBoy am 18.02.2019 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Vernunft"

    Von mir aus kann dieser Mist aufhören. Auto- und Motorradrennen passen nicht mehr in die heutige Zeit. Auch die stumpfsinnige "Tachosendung" auf SRF mit den rumschleudernden Autos und den blöden Gelächtern der Moderatoren, gehören nicht mehr in unser Fernsehprogramm. Kommt bitte zur Vernunft.

    • luis am 18.02.2019 21:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @frankyBoy

      dann sollte die tv und radio gebühr auch weg...eims stumpfsinn der niemand braucht....und es gibt moch manche dinge die keiner brauch....lassen wir die wirtschaft den bach runter gehen...konsum wird überbewertet....sarkasmus on

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  • Sauber Fean am 18.02.2019 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Name Sauber fährt doch noch mit

    Sieht Cool aus mega schönes Auto Hr Sauber Peter eh ein sehr Bodenständiger Mann Einfach nicht Abgehoben Und ich denke auch das Hinwil sicher nicht geschlossen wird die Werkstatt

  • Yo am 18.02.2019 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Valentins Lackierung top

    Ich habe gehofft, das die Lackierung von Alfa Romero der Valentiens Lackiertes anlehnt. Leider zu früh gefreut. Trotzdem das schönste Auto von allen Teams hat das AR Racing Team finde ich

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