GP in Bahrain

06. Juni 2011 17:54; Akt: 06.06.2011 20:37 Print

Renntag soll zum Tag des Zorns werden

Die Kritik bezüglich der Austragung des Formel-1-Rennens in Bahrain wird immer massiver. Der britische Sportminister Hugh Robertson warnt vor einem «Desaster».

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Die Sicherheitsbedenken bezüglich der Neuansetzung des GP von Bahrain wachsen. (Bild: Keystone)

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Laut Robertson ist mit Protesten am Rande des Grand Prix am 30. Oktober zu rechnen. «Und das ist eine Gefahr», sagte der Brite der Zeitung «Daily Telegraph» am Montag. Politik dürfe nicht über den Sport bestimmen. «Wenn das passiert, führt das zum Desaster.»

Zuvor hatte der Präsident des Zentrums für Menschenrechte in Bahrain, Nabeel Rajab, vor Aufruhr gewarnt. «Die Menschen sind erschüttert und haben am Renntag zum Tag des Zorns aufgerufen, um in jeder Stadt Bahrains ihren Ärger über die Regierung kundzutun», sagte Rajab. Er vermutet reine Profitgier hinter dem Entscheid des Motorsport-Weltrats, den zuvor abgesagten Grand Prix in Sakhir nun doch auszutragen. «Es ist sehr traurig zu hören, dass Profitstreben und wirtschaftliche Interessen einen höheren Stellenwert haben als die Menschenrechte in dieser Region», so Rajab.

Kopfschütteln im Fahrerlager

Der Beschluss vom vergangenen Freitag, doch noch in diesem Jahr im jüngst von blutigen Unruhen erschütterten Bahrain fahren zu wollen, sorgt auch im Fahrerlager immer mehr für Kopfschütteln. Williams-Fahrer Rubens Barrichello verlangte im Namen aller Kollegen auf der brasilianischen Internetseite «Totalrace» Gewissheit über die Sicherheit. «Alle Fahrer haben Bedenken und wollen Sicherheit», sagte der Sprecher der Fahrervereinigung GPDA. «Natürlich müssen wir alle mehr reisen und arbeiten. Die Teams haben insgesamt mehr zu tun. Aber das, was für uns Fahrer wirklich zählt, ist die Sicherheit. Der Rest interessiert nicht», so Barrichello.

FIA hält sich Hintertür offen

Unterdessen hält sich der Automobil-Weltverband (FIA) offenbar eine Hintertür offen. «Wenn wir klare Beweise dafür haben, dass eine riskante Situation vorliegt, wird das sicher berücksichtigt werden», meinte Präsident Jean Todt gegenüber der BBC. Für die Kritik an der FIA zeigte der Franzose aber nur bedingt Verständnis. Der Entscheid für eine Neuansetzung des Rennens sei nach Unterredungen mit Menschenrechtsorganisationen gefällt worden, erklärte Todt. «Wir haben mit einigen Leuten gesprochen, ehe der Vorschlag einstimmig angenommen wurde.»

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • F1 Fan am 07.06.2011 00:01 Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine Frage

    F1 Rennen haben nun mal mehr Relevanz als Menschenrechte. Was soll diese Frage überhaupt? Ich möchte dieses Rennen sehen und es ist mir egal was die Menschen in Bahrain denken. Fertig Schluss!

  • Ferdi am 06.06.2011 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Unstabile Lage

    Die Lage in Bahrain ist nach wie vor sehr, sehr unstabil. Ich verstehe echt nicht, warum nun dieses Jahr doch ein Rennen in dieser Gegend stattfinden soll. Man kann guten Gewissen bis zum nächsten od. übernächsten Jahr warten. Zudem ist am 30.10. ein Rennen in Greater Noida (Indien) geplant. Was wird nun daraus???

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Die neusten Leser-Kommentare

  • F1 Fan am 07.06.2011 00:01 Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine Frage

    F1 Rennen haben nun mal mehr Relevanz als Menschenrechte. Was soll diese Frage überhaupt? Ich möchte dieses Rennen sehen und es ist mir egal was die Menschen in Bahrain denken. Fertig Schluss!

  • Ferdi am 06.06.2011 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Unstabile Lage

    Die Lage in Bahrain ist nach wie vor sehr, sehr unstabil. Ich verstehe echt nicht, warum nun dieses Jahr doch ein Rennen in dieser Gegend stattfinden soll. Man kann guten Gewissen bis zum nächsten od. übernächsten Jahr warten. Zudem ist am 30.10. ein Rennen in Greater Noida (Indien) geplant. Was wird nun daraus???

    • Marco Kaelin am 06.06.2011 19:48 Report Diesen Beitrag melden

      Bahrain

      naja, so unstabil ist es in Bahrain auch nicht. Habe selber 2 Jahre lang dort gelebt. Habe wöchentlich Kontakt zu Kollegen die noch dort leben. Der normale Alltag ist wieder zurückgekehrt. Ausser in ein paar Areas (wo eh kein Ausländer hingeht) ist es ruhig... Ausserdem finden nun Gespräche zwischen der Regierung und den Aufständischen statt (Ich denke dass der Entscheid der FIA OK ist...

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