Sauber zur Disqualifikation

29. März 2011 16:22; Akt: 30.03.2011 12:58 Print

Sauber verzichtet auf Rekurs

Nach der Disqualifikation beider Sauber-Fahrer hat der Rennstall die Ursache des Problems gefunden - und verzichtet darauf, den Entscheid der Fia anzufechten.

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Peter Sauber war die riesige Enttäuschung über die Disqualifikation seiner beiden Fahrer selbst am Mobiltelefon anzumerken: «Das ist ein brutaler Tiefschlag für mich und das ganze Team. Was das für uns für Auswirkungen haben wird, können wir wohl erst in ein paar Wochen abschätzen.»

Das Team Sauber hat bei der FIA gegen diese Entscheidung rekurriert. Wahrscheinlich gibt es aber wenig Aussicht auf Erfolg. Peter Sauber blieb aber auch in der Enttäuschung professionell: «Dass die Abmessungen am Heckflügel nicht genau stimmen, darf uns natürlich nicht passieren. Das müsste schon in der Fabrik in Hinwil auffallen.»

Das Trostpflaster Performance bleibt: «Wochenlang haben wir nicht gewusst, wo wir genau stehen. Jetzt bin ich erlöst. Das Auto hat sein Versprechen gehalten. Wir durften damit rechnen, dass Kobayashi eine starke Leistung abliefern wird. Aber dass Sergio bei seinem F1-Debüt ein derart starkes Rennen zeigen würde, konnten wir nicht erwarten.»

Ursachenforschung angesagt

Sauber-Technikdirektor James Key kann sich die Panne nicht erklären: «Peter Sauber hat natürlich Recht, wenn er sagt, dass dies schon in der Fabrik hätte auffallen müssen. Auf die Schnelle und in der grossen Enttäuschung kann ich aber noch nicht sagen, warum das in Hinwil niemandem aufgefallen ist», sagte Key am Sonntag. Die Gründe dafür müssten nun analysiert werden.

Derweil verzichtet das Sauber-Team auf einen Rekurs - man akzeptiere das Resultat, obwohl man sich durch die abweichende Konstruktion keinen Vorteil verschafft habe, lässt sich Key auf der Homepage des Rennstalls zitieren. Auch die Ursache des Fehlers scheint nun geklärt: «Wir haben festgestellt, dass es bei dieser einen Dimension des Heckflügels einen Fehler im Kontrollprozess gab. Wir haben bereits entsprechende Massnahmen umgesetzt und einen zusätzlichen Kontrollschritt eingeführt, so dass es einen Vorfall dieser Art in Zukunft nicht mehr geben wird.»

(Peter Haab/tog)

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