Formel 1

18. Juli 2014 16:17; Akt: 18.07.2014 16:17 Print

Silber dominiert auch auf dem Hockenheimring

Im freien Training zum GP von Deutschland behält Lewis Hamilton im Duell gegen seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg knapp die Oberhand. Der Brite realisiert die Tagesbestzeit.

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Nico Rosberg feiert bei seinem Heim-Grand-Prix einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Gleich nach dem Start crasht Felipe Massa (l.) spektakulär, überschlägt sich und muss das Rennen beenden. Für Sauber reicht es erneut nicht in die Punkteränge. Adrian Sutil (Bild) scheidet aus, Esteban Gutierrez wird 14. Da kann man den Kopf schon mal hängen lassen. Steuert in Hockenheim dem nächsten Sieg entgegen: WM-Leader Nico Rosberg holt sich zum fünften Mal in dieser Saison die Pole-Position. Der Mercedes allein auf weiter Flur auf dem Kurs in Hockenheim. 0,2 Sekunden langsamer als Rosberg dreht der Finne Valtteri Bottas seine schnellste Runde. Er startet mit seinem Williams von Platz zwei aus. Dass Williams schnell unterwegs ist in Hockenheim unterstreicht auch Routinier Felipe Massa, der sich Platz 3 sichert. Teamkollege Lewis Hamilton ist das Qualifying bereits im ersten Abschnitt zu Ende. Er fliegt nach einem Defekt an der Bremsscheibe ab und crasht mit hoher Geschwindigkeit in die Reifenstapel. Alles okay bei Hamilton. Der Brite steigt unbeschadet aus seinem Boliden aus. Er wird das Rennen am Sonntag von Platz 15 in Angriff nehmen. Sauber läuft es einmal mehr nicht gut. Adrian Sutil geht von Position 16 aus ins Rennen. Noch langsamer ist der Mexikaner Esteban Gutierrez. Er startet hinter Sutil von Position 17 aus. Nico Rosberg fährt im dritten Training überlegen zur Bestzeit. Er nimmt Teamkollege Lewis Hamilton sechs Zehntel ab. Das schmeckt Hamilton natürlich nicht. Er wird versuchen, im Qualifying zurückzuschlagen. Bei Sauber tritt die erhoffte Leistungssteigerung noch nicht ein. Gutierrez fährt auf Rang 15, Sutil muss sich mit dem 19. Platz zufrieden geben. Gewohntes Bild auf dem Hockenheimring: Wie meistens diese Saison dominiert Mercedes die Konkurrenz. Im ersten freien Training fährt Nico Rosberg die Bestzeit. Am Nachmittag ist es Teamkollege Lewis Hamilton, der die schnellste Runde dreht. Adrian Sutil fährt im Sauber erst auf Rang 10, dann 14.

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Nicht nur im Titelrennen liegen WM-Leader Rosberg und Hamilton bei vier Punkten Differenz nah beisammen, sondern auch in den beiden freien Trainings vom Freitag. Die erste Session entschied Rosberg um 65 Tausendstel für sich, die zweite am Nachmittag, als auch die weichere Reifenmischung (Supersoft) eingesetzt wurde, ging mit 24 Tausendstel Vorsprung an Hamilton.

Dritter im Tagesklassement wurde Daniel Ricciardo im Red Bull-Renault. Mit lediglich einer Zehntelsekunden Rückstand auf Hamilton fiel der Rückstand des Australiers auf das in diesem Jahr dominierende Mercedes-Duo gering aus. Nicht auf Touren kamen am Nachmittag derweil Weltmeister Sebastian Vettel (8.) und Fernando Alonso (9.). Derweil Vettel in Hockenheim noch nie gewinnen konnte, sind die Erinnerungen des Ferrari-Fahrers an den Circuit in Nordbaden bestens. Dreimal bereits - so auch bei den letzten beiden Austragungen 2010 und 2012 - triumphierte der zweifache Weltmeister aus Spanien.

Hülkenberg hofft auf Besserung

Saubers Adrian Sutil, neben Rosberg, Vettel und Nico Hülkenberg einer von vier deutschen Lokalmatadoren, lässt die Sauber-Verantwortlichen aufgrund der Trainingseindrücke auf Besserung hoffen. Zweimal klassierte sich der in Oensingen SO wohnhafte Bayer in der vorderen Ranglistenhälfte. Als 11. büsste er in der aussagekräftigeren zweiten Übungseinheit lediglich eine Sekunde auf Hamiltons Bestzeit ein. Sein Teamkollege Esteban Gutierrez, der das Cockpit am Morgen dem holländischen Testfahrer Giedo van der Garde überlassen hatte, wurde auf Platz 18 geführt.

Wolff auf Rang 15

Zwei Wochen nach ihrer Premiere stand Susie Wolff für Williams in Hockenheim erneut im Einsatz. Die 31-jährige Schottin stimmte in der ersten Trainingssession das Auto für den WM-Fünften Valtteri Bottas ab. Wegen eines technischen Defekts war sie in England nur vier Runden weit gekommen, in Hockenheim absolvierte Wolff deren 22 und belegte am Ende den 15. Platz.

Hockenheim. Grand Prix von Deutschland. Freies Training. Erster Teil: 1. Nico Rosberg (De), Mercedes, 1:19,131. 2. Lewis Hamilton (Gb), Mercedes, 0,065 Sekunden zurück. 3. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 0,292. 4. Daniel Ricciardo (Au), Red Bull-Renault, 0,566. 5. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 0,702. 6. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 0,966. 7. Kevin Magnussen (Dä), McLaren-Mercedes, 0,974. 8. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 1,079. 9. Daniil Kwjat (Russ), Toro Rosso-Renault, 1,206. 10. Adrian Sutil (De), Sauber-Ferrari, 1,374. 11. Felipe Massa (Br), Williams-Mercedes, 1,411. 12. Jean-Eric Vergne (Fr), Toro Rosso-Renault, 1,455. 13. Nico Hülkenberg (De), Force India-Mercedes, 1,461. 14. Sergio Perez (Mex), Force India-Mercedes, 1,467. 15.* Susie Wolff (Gb), Williams-Mercedes, 1,638. 16.* Giedo van der Garde (Ho), Sauber-Ferrari, 1,651. 17. Romain Grosjean (Fr/Sz), Lotus-Renault, 2,472. - 22 Fahrer klassiert. - * = Test-/Ersatzfahrer.

Zweiter Teil: 1. Hamilton 1:18,341. 2. Rosberg 0,024. 3. Ricciardo 0,102. 4. Räikkönen 0,546. 5. Magnussen 0,619. 6. Massa 0,683. 7. Button 0,880. 8. Vettel 0,907. 9. Alonso 0,988. 10. Valtteri Bottas (Fi), Williams-Mercedes, 1,044. 11. Sutil 1,076. 12. Kwjat 1,111. 13. Perez 1,240. 14. Hülkenberg 1,252. 15. Vergne 1,419. 16. Maldonado 1,817. 17. Grosjean 2,017. 18. Esteban Gutierrez (Mex), Sauber-Ferrari, 2,163. 19. Bianchi 2,987. 20. Ericsson 3,529. 21. Chilton 3,557. 22. Kobayashi 5,387. - 22 Fahrer im Training.

(sda)

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