Formel 1

01. September 2019 14:36; Akt: 01.09.2019 21:36 Print

Tod des Freundes trübt Leclercs Premiere

Charles Leclerc gewinnt erstmals in der Formel 1 und beschert Ferrari in Spa den ersten Saisonsieg.

Vor dem Rennen gedenkt die Formel 1 dem verstorbenen F2-Piloten Anthoine Hubert mit einer Schweigeminute.
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Premierensieg mit Trauerflor für Charles Leclerc: Der 21 Jahre alte Monegasse hat am Sonntag beim Grossen Preis von Belgien seinen ersten Grand-Prix-Erfolg eingefahren. Fast genau 24 Stunden nach dem tödlichen Unfall seines ehemaligen Rennkumpels und guten Freundes Anthoine Hubert auf dem legendären Kurs in Spa-Francorchamps verzichtete Leclerc in seinem Formel-1-Ferrari auf grossen Jubel. «Es ist schwer, so ein Wochenende zu geniessen. Trotzdem wird ein Traum wahr», sagte Leclerc und widmete den Erfolg Hubert: «Dieser Sieg ist für Anthoine.»

Er verwies WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes auf den zweiten Platz, Dritter wurde dessen Stallrivale Valtteri Bottas. Für Leclercs hochdekorierten deutschen Teamkollegen Sebastian Vettel startete die zweite Saisonhälfte nach der Sommerpause mit einer weiteren schweren Enttäuschung. Der 32 Jahre alte viermalige Weltmeister verpasste nach Schwierigkeiten mit den Reifen das Podest und wurde nur Vierter.

Schweigeminute für Hubert

Als normales Rennen wird dieser Grosse Preis von Belgien nicht in Erinnerung bleiben, auch wenn die Rennfahrer die Visiere runter klappten und Gas gaben. Eine Absage hatte nicht zur Disposition gestanden. Dennoch traf der Tod Huberts auch die Stars der Motorsport-Königsklasse hart, bevor es losging versammelten sich alle Piloten zu einer Schweigeminute um einen Helm des Franzosen. Dessen Mutter und Bruder kämpften hinter Sonnenbrillen mit den Tränen. Auch die Fahrer rangen um Fassung.

Als dann aber die roten Ampeln erloschen, wurde es gleich turbulent auf dem legendären Kurs in den Ardennen - zum Glück diesmal ohne schlimmere Folgen. Pole-Mann Leclerc kam gut weg, Teamkollege Vettel wurde direkt von Hamilton attackiert, der Brite zog am Deutschen vorbei, doch Vettel konterte umgehend. Hinter der legendären Eau Rouge eroberte der 32-Jährige, der in Spa vor einem Jahr gewann, seitdem aber nicht mehr, den zweiten Platz zurück.

Verstappen und Räikkönen kollidieren

Soweit kam Max Verstappen erst gar nicht. Das Heimrennen für den in Belgien geborenen Niederländer war nach rund zwei Kilometern schon vorbei. Der Sieger des Österreich- und Deutschland-Rennens kollidierte mit seinem Red Bull in der ersten Kurve mit dem Alfa Romeo von Routinier Kimi Räikkönen - innen wollte sich Verstappen vorbeidrücken, es wurde aber zu eng.

Für Verstappen ist nach dem Crash mit Räikkönen in Kurve 1 das Rennen bereits vorbei. (Quelle: SRF)

Beim anschliessenden Mutstück durch die Eau Rouge brach die Radaufhängung, Verstappen landete in den Reifenstapeln, passiert war dem 21-Jährigen aber nichts, es war sein erster Ausfall nach 20 Rennen, in denen er mindestens immer Fünfter wurde. Räikkönen beendete das Rennen letztlich als 16. und vorletzter. Da Teamkollege Antonio Giovinazzi kurz vor Schluss ausfiel, nimmt Alfa Romeo keine Punkte aus Belgien mit.


Der Rennsport trauert um Anthoine Hubert


Motorsport

(dpa)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • socom am 01.09.2019 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    kimi muss ihn auch nicht sehen (platz lassen), weil die kurve klar ihm gehört, und es für max absolut keine lücke für einen angriff gab.

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  • Simon am 01.09.2019 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Stäuble weg!

    Runde 19 standing ovation. (Aufrgrund der Rennnummer Hubert) Stäuble interpretierte das, dass Max Verstappen aus der Boxengasse den Fans zuwinkte.

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  • Nenatto am 01.09.2019 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Was macht Kubica in der F1?

    Erlöst doch endlich Kubica von seiner Demütigung, das ist ja ein Witz!

Die neusten Leser-Kommentare

  • noldi am 03.09.2019 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Was??? Leclerc wird nicht bestraft und darf vor Hamilton gewinnen. Haben die aufpasser nichts gefunden Uhi uhi.

  • Guschtaf am 02.09.2019 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    I like only red

    Ich bin halt neutral. Der Bessere soll gewinnen (Wenns nur ein Ferrari ist...)

  • Thomas Schmidig am 02.09.2019 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Giovinazzi muss sofort weg...!!!

    Neben dem traurigen Tod des jungen F2-Piloten gab es für mich noch ein weiteres, extrem unschönes Trauerspiel mit anzusehen. Sauber (Bzw. politisch korrekt Alfa Romeo) steht aktuell auf dem absolut unverdienten 8. Platz in der WM-Rangliste. In Anbetracht des extrem guten und schnellen Chassis, welches die Hinwiler diese Saison gebaut haben ein extremes Desaster. Sauber könnte mit zwei gleichwertigen, Formel 1 -würdigen Fahrern locker auf dem 6. WM-Platz stehen was für nächste Saison wichtige Millionen Dollar in die Teamkasse einbringen würde. Bitte endlich weg mit diesem Anfänger Giovinazzi.

  • f.alonso am 01.09.2019 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    go leclerc

    bravo charles!!! ich als jahrelanger alonso fan habe in f1 einen neuen favoriten gefunden. freue mich auf zukünftige, tolle duelle gegen max und co. weiter so charles. hoffe ich habe heute einen zukünftigen weltmeister gewinnen sehen.

  • Roger Beniot am 01.09.2019 18:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Der Junglenker darf ungestraft Kimi abschiessen - warum geniesst der Denkmalschutz???

    • wolly am 03.09.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

      Feststellung

      Was solls grillenhirn Verstappen kann seit beginn nur crashen. So ist es.

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