GP von Japan

02. Oktober 2011 07:51; Akt: 02.10.2011 12:00 Print

Tom Lüthi fährt aufs Treppchen

Tom Lüthi klassierte sich im Moto2-GP von Japan als Dritter und damit erstmals seit Anfang April wieder in den Top 3. Dominique Aegerter wurde in Motegi Achter.

storybild

Tom Lüthi (mit der Nummer 12) konnte seine gute Startposition nutzen. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Lüthi kam beim Start gut weg und nahm den 3. Platz hinter dem späteren Sieger Andrea Iannone aus Italien und dem neuen WM-Leader Marc Marquez aus Spanien ein. Dominique Aegerter verbesserte sich beim Start um vier Positionen auf den 5. Rang. Die beiden Berner verloren in den ersten Runden je zwei Positionen und zwischenzeitlich auch den Anschluss ans Spitzenquartett.

Doch mit fortlaufender Renndauer konnte Lüthi wieder nach vorne aufschliessen. Zu diesem Zeitpunkt allerdings hatten sich Iannone und Marquez schon leicht von Stefan Bradl (De), der in der WM-Wertung nun einen Punkt hinter Marquez zurückliegt, und Simone Corsi (It) abgesetzt. Zumindest dieses Duo konnte Lüthi in den letzten Runden überholen, womit er erstmals seit dem 2. Platz in Jerez (Sp) am 3. April wieder auf dem Podest stand. Zu Sieger Iannone fehlten ihm 3,686 Sekunden. Aegerter schaffte als Achter die fünfte Top-10-Platzierung der Saison.

Krummenacher enttäuschend

Randy Krummenacher startete wegen seines Sturzes zu Beginn des Qualifyings nur von Position 38 am Schluss des Feldes. Nach der ersten Runde hatte sich der Zürcher bereits auf den 27. Platz verbessert. Viel weiter nach vorne reichte es dem Zürcher, der auch im Warm-up vor dem Rennen nochmals gestürzt war, nicht mehr. Letztlich klassierte sich Krummenacher im 24. Rang.

In der 125er-Klasse gelang Johann Zarco nach zuvor sechs zweiten Plätzen in den letzten acht Rennen endlich der erste GP-Sieg. Der Franzose distanzierte WM-Leader Nicolas Terol (Sp) um fast sechs Sekunden. Der Neuenburger Giulian Pedone verpasste als 19. seine ersten WM-Punkte um rund zehn Sekunden.


38. GP-Triumph für Pedrosa

Der Sieg in der MotoGP-Klasse ging in Motegi (Jap) an Dani Pedrosa (38. GP-Triumph), der sich vor Landsmann Jorge Lorenzo durchsetzte. Das spanische Duo profitierte von einem Fehler des Führenden Casey Stoner (Au), der nach einem Verbremser neben die Strecke kam.

Trotz des Fehlers und dem zwischenzeitlichen Rückfall auf den 7. Platz reichte es dem Trainingsschnellsten letztlich noch zum 13. Podestplatz in Serie. In der WM-Wertung führt der Australier immer noch mit 40 Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Lorenzo (300:260).

Stoner hat in knapp zwei Wochen im GP von Australien auf Phillip Island die Möglichkeit, frühzeitig Weltmeister zu werden. Wenn der Honda-Werkfahrer auf seiner Heimstrecke triumphiert und Lorenzo nicht ebenfalls in den Top 3 klassiert ist, sichert er sich zum zweiten Mal nach 2007 (damals auf Ducati) den WM-Titel in der Königsklasse. Es wäre aus Stoners Sicht ein perfektes Szenario, feiert er doch am 16. Oktober auch seinen 26. Geburtstag.

Den ersten Nuller der Saison (und nach 25 Rennen in den Punkten insgesamt) gab es auf dem Twin-Ring-Circuit in Motegi für Valentino Rossi. Der neunfacher Weltmeister stürzte schon in der zweiten Kurve nach dem Start. Dabei kam es auch zu einer Berührung mit Lorenzo, der aber ohne Zeitverlust weiterfahren konnte.

Motegi. Grand Prix von Japan. 125 ccm (20 Runden à 4,801 km/96,02 km): 1. Johann Zarco (Fr), Derbi, 39:49,968 (144,634 km/h). 2. Nicolas Terol (Sp), Aprilia, 5,900 zurück. 3. Hector Faubel (Sp), Aprilia, 13,605. 4. Maverick Viñales (Sp), Aprilia, 16,191. 5. Sandro Cortese (De), Aprilia, 23,422. 6. Jonas Folger (De), Aprilia, 23,661. Ferner: 19. Giulian Pedone (Sz), Aprilia, 1:15,954. - Schnellste Runde: Zarco (9. Runde) in 1:58,508 (145,843 km/h). - 33 Fahrer gestartet, klassiert.

WM-Stand (14/17): 1. Terol 261. 2. Zarco 230. 3. Viñales 190. 4. Cortese 180. 5. Folger 140. 6. Faubel 139.

Moto2 (23 Runden/110,423 km): 1. Andrea Iannone (It), Suter, 43:25,007 (152,599 km/h). 2. Marc Marquez (Sp), Suter, 1,999. 3. Tom Lüthi (Sz), Suter, 3,686. 4. Stefan Bradl (De), Kalex, 4,313. 5. Simone Corsi (It), FTR, 4,647. 6. Alex De Angelis (San Marino), Motobi, 4,813. 7. Bradley Smith (Gb), Tech 3, 10,520. 8. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 10,725. Ferner: 24. Randy Krummenacher (Sz), Kalex, 50,590. - Schnellste Runde: Iannone (21.) in 1:52,307 (153,896 km/h). - 36 Fahrer gestartet, 31 klassiert.

WM-Stand (14/17): 1. Marquez 235. 2. Bradl 234. 3. Iannone 157. 4. De Angelis 132. 5. Corsi 126. 6. Smith 121. 7. Lüthi 121. Ferner: 11. Aegerter 63. 13. Krummenacher 52.

MotoGP (24 Runden/115,224 km): 1. Dani Pedrosa (Sp), Honda, 42:47,481 (161,561 km/h). 2. Jorge Lorenzo (Sp), Yamaha, 7,299. 3. Casey Stoner (Au), Honda, 18,380. 4. Marco Simoncelli (It), Honda, 23,550. 5. Andrea Dovizioso (It), Honda, 23,691. 6. Ben Spies (USA), Yamaha, 37,604. - Schnellste Runde: Pedrosa (11.) in 1:46,090 (162,914 km/h). - 18 Fahrer gestartet, 13 klassiert; ausgeschieden: u.a. Valentino Rossi (It), Ducati (1. Runde/Sturz).

WM-Stand (15/18): 1. Stoner 300. 2. Lorenzo 260. 3. Dovizioso 196. 4. Pedrosa 195. 5. Spies 156. 6. Rossi 139.

Nächstes Rennen: GP von Australien auf Phillip Island am 16. Oktober

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sepp Dahinden am 02.10.2011 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rossi

    Rossi wäre besser bei jamaha geblieben. Ducati macht nur probleme

  • Urs F am 02.10.2011 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Konstrukteursweltmeister

    Wer in einer Sportart/-klasse zu den 5 besten der Welt gehört, dessen Leistungen darf man ruhig honorieren. Im Gegensatz zBsp. zu Fussball wird Motorradsport völlig unterbewertet. Aber Tom Lüthi hin oder her: Was viele Schweizer Medien nicht mal erwähnen, ist dass eine Schweizer Firma, Suter Racing Technology, heute Konstrukteursweltmeister geworden ist, wie auch letztes Jahr schon! Dies ist bisher noch nie dagewesen im Motorsport! Man stelle sich vor, Sauber würde Konstrukteursweltmeister werden, was dann los wäre.. Wie wäre es mal mit etwas Stolz auf die Schweiz anstatt ständig zu nörgeln?

  • denk-mal am 02.10.2011 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    alle6 Monate, und das reicht?

    ich taxiere es nicht als Leistung - das ist vielleicht Glück: aber es reicht alle 6 Monate ein Podestplatz und schon ist Lüthi wieder super - für mich der am meisten überbewertete "Sportler"

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs F am 02.10.2011 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Konstrukteursweltmeister

    Wer in einer Sportart/-klasse zu den 5 besten der Welt gehört, dessen Leistungen darf man ruhig honorieren. Im Gegensatz zBsp. zu Fussball wird Motorradsport völlig unterbewertet. Aber Tom Lüthi hin oder her: Was viele Schweizer Medien nicht mal erwähnen, ist dass eine Schweizer Firma, Suter Racing Technology, heute Konstrukteursweltmeister geworden ist, wie auch letztes Jahr schon! Dies ist bisher noch nie dagewesen im Motorsport! Man stelle sich vor, Sauber würde Konstrukteursweltmeister werden, was dann los wäre.. Wie wäre es mal mit etwas Stolz auf die Schweiz anstatt ständig zu nörgeln?

  • Sepp Dahinden am 02.10.2011 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rossi

    Rossi wäre besser bei jamaha geblieben. Ducati macht nur probleme

  • denk-mal am 02.10.2011 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    alle6 Monate, und das reicht?

    ich taxiere es nicht als Leistung - das ist vielleicht Glück: aber es reicht alle 6 Monate ein Podestplatz und schon ist Lüthi wieder super - für mich der am meisten überbewertete "Sportler"

    • Jaques Meierhofer am 02.10.2011 10:55 Report Diesen Beitrag melden

      Reicht es?

      Genau richtig. Bei den bis jetzt gezeigten Leistungen sind die Beteiligten und die Presse mit wenig zufrieden. In anderen Sportarten würde nicht mal eine Erwähnung folgen.

    • Meinhart Esrohr am 02.10.2011 12:20 Report Diesen Beitrag melden

      Egal

      Trotzdem geil wenn ein Schweizer auf dem Podest steht

    • Thomi am 02.10.2011 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Tom Lüthi

      Das ist einer der härtesten Rennklasse die es gibt, ( gleiche Motoren und Reifen.) Tom ist einer der besten in der Moto 2, erfolg und misserfolg ist ganz nahe beisammen.

    einklappen einklappen
Moto GP News