Dakar Rallye

03. Januar 2016 13:31; Akt: 03.01.2016 16:14 Print

Unfall im Prolog – 1. Etappe wird abgesagt

Der Auftakt zur 38. Ausgabe des Rallye Dakar wird von einem Unfall überschattet. Beim Prolog über elf Kilometer kollidiert ein Wagen mit Zuschauern.

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Der umstrittene Wettkampf fordert das nächste Todesopfer. Rund 700 nordwestlich von Buenos Aires kommt es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen, darunter vier private. Einer der Fahrer stirbt. Der Unfall auf dem Highway fordert das 68. Todesopfer im Rahmen der Rallye Dakar seit 1980. Der Australier Toby Price wird von einem Helikopter begleitet. Ein Lichtblick. Und so sieht das Camp am Ende der neunten Etappe aus. Pech für Leader Sébastian Loeb. Der Franzose verunfallt in der achten Etappe. Glück im Unglück: Loeb und sein Co-Pilot Daniel Elena werden beim Crash nicht verletzt. Danach muss die Crew, Loeb und Elena übernehmen das selber, den Wagen reparieren. Das braucht viel Zeit. Denn der Peugeot ist schwer gezeichnet. Aber das Team kriegt das Auto wieder hin und der Franzose kann die Etappe zu Ende fahren. Loeb verliert bis ins Ziel viel Zeit und hat am Ende über eine Stunde Rückstand auf den Tagessieger Nasser Al-Attiyah. Sebastien Loeb (l.) wird nach seiner Triumphfahrt von Evo Morales, dem Präsidenten Boliviens in Empfang genommen. Der Franzose gewinnt die fünfte Etappe und baut den Vorsprung im Klassement aus. Der Spanier Juan Pedrero Garcia nimmt die 4. Etappe in Angriff. Zeit, sich die atemberaubende Landschaft Argentiniens anzuschauen, hat er kaum. Ein Hingucker: das satte Grün der Bäume. Von Argentinien geht es während der vierten Etappe nach Bolivien auf den Salar de Uyuni, den grössten Salzsee der Welt. Auch auf der dritten Etappe kämpfen die Fahrer mit dem Untergrund. In diesem Moment interessiert sich nur der Fotograf für die Leckereien auf dem Grill. Warum nicht ein Selfie mit dem vorbeirauschenden Mini. Nichts ist unmöglich, Toyota! Yzeed Alrahji und Timo Gottschalk in Aktion während der zweiten Etappe. Der Kameramann wusste hoffentlich, auf was er sich einlässt. Richtig, das ist ein Mini-Logo. Und das sind seine Fahrer: Der Spanier Nani Roma sucht nach einem Ausweg aus dem Schlamm. Und das ist der Sieger der zweiten Etappe: Sébastien Loeb (r.) neben Stéphane Peterhansel, der auf Rang zwei fuhr. Hoch über dem vielen Schlamm: Die Landschaft zwischen Villa Carlos Paz und Termas de Rio Hondo (Argentinien) ist traumhaft schön. Wegen schlechter Witterungsbedingungen wird die erste Etappe des Rallye Dakar abgesagt. Die chinesische Pilotin Guo Meiling fuhr beim Prolog mit ihrem Mini in eine Publikumsgruppe. 13 Zuschauer wurden beim Unfall verletzt. Auch die Fahrerin schien nach dem Zwischenfall angeschlagen. Vor dem Start Mini geht bei der Rallye Dakar 2016 als Titelverteidiger an den Start. Peugeot stellt dieses Auto unter anderem Rekord-Rallyeweltmeister Sebastien Loeb zur Verfügung, der erstmals an der Rallye Dakar teilnimmt. Der Holländer Tom Coronel nimmt mit diesem Buggy zum dritten Mal teil

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Wegen schlechter Witterungsbedingungen ist die erste Etappe des Rallye Dakar am Sonntag abgesagt worden. Rennleiter Etienne Lavigne begründete den Entschluss mit Sicherheitsbedenken. Bei dem schlechten Wetter auf der Strecke von Buenos Aires nach Villa Carlos Paz hätten laut Informationen des Veranstalters keine Rettungshubschrauber aufsteigen können.

Am Samstag waren bei einem Unfall im Prolog 13 Zuschauer verletzt worden. Die Chinesin Guo Meiling vom deutschen X-raid-Team raste mit ihrem Mini in eine Gruppe von Fans. Angesichts der Bilder wurden Erinnerungen an die lange Reihe von Unglücksfällen beim beim bekanntesten Rallye der Welt wach. Fast 70 Tote zählte das Rallye Dakar in seiner gut 40-jährigen Geschichte.

Die 38. Ausgabe der Veranstaltung geht über 13 Etappen und 9000 Kilometer durch Argentinien und Bolivien bis nach Rosario. Insgesamt messen sich 560 Teilnehmer in 347 Fahrzeugen auf der Strecke: 136 Motorräder, 111 Autos, 55 Trucks und 45 Quads. Mit Damien Udry und Nicolas Monnin sind auch zwei Schweizer am Start. Seit 2009 wird das Dakar Rallye in Südamerika ausgetragen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schlugkeisser am 03.01.2016 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da es sich um ein...

    ...internationales Rennen handelt darf man ruhig "die" Rallye sagen ;) (Es ist ja eigentlich auch DIE (grösste) Rallye überhaupt ;) )

  • martin am 03.01.2016 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit nicht gewährleistet

    leider ist die Sicherheit an Rennveranstaltungen oft mangelhaft bis nicht vorhanden wenn sie nicht auf Rennstrecken stad finden. Zuschauen stehen auf der Außenseite einer Kurfe genau da wo das Fahrzeug hin fliegt/Rutscht wenn es zu schnell ist.

    einklappen einklappen
  • Niki Lauda am 03.01.2016 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Beste Fahrer

    Viel Glück Tom!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Niki Lauda am 03.01.2016 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Beste Fahrer

    Viel Glück Tom!!!

  • Schlugkeisser am 03.01.2016 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da es sich um ein...

    ...internationales Rennen handelt darf man ruhig "die" Rallye sagen ;) (Es ist ja eigentlich auch DIE (grösste) Rallye überhaupt ;) )

  • martin am 03.01.2016 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit nicht gewährleistet

    leider ist die Sicherheit an Rennveranstaltungen oft mangelhaft bis nicht vorhanden wenn sie nicht auf Rennstrecken stad finden. Zuschauen stehen auf der Außenseite einer Kurfe genau da wo das Fahrzeug hin fliegt/Rutscht wenn es zu schnell ist.

    • Patrick am 03.01.2016 14:55 Report Diesen Beitrag melden

      Sicherheit

      Dieses Risiko kennt auch jeder Zuschauer...

    • lily maus am 03.01.2016 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @martin

      das ist rennsport pur

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