Töff-WM 2011

06. März 2011 20:33; Akt: 12.03.2011 14:04 Print

WM-Start in Katar nicht gefährdet

von Klaus Zaugg, Jerez - Erfolgreicher Abschluss der Töfftests für Tom Lüthi (24) und Randy Krummenacher (20). Der Saisonstart in Katar am 20. März ist nicht in Gefahr.

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Tom Lüthi ist für die neue Töff-WM bereit. (Bild: Keystone/AP)

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Die Revolution in der arabischen Welt hindert den Töffzirkus nicht daran, die Saison am 20. März mit dem Nacht-GP von Katar in Doha zu beginnen. Die Maschinen sind am Sonntagabend hier in Jerez für die Flugreise nach Katar verpackt worden. «Es gibt keine Probleme in Katar», sagt Tom Lüthis Teammanager Terrell Thien.

Es gibt auch keine Probleme für Tom Lüthi im sportlichen Bereich. Der Emmentaler war während der ganzen Vorsaisontests der konstanteste Fahrer und fuhr Spitzenzeiten mit der Regelmässigkeit eines Schweizer Uhrwerks. Dabei stand die Gewöhnung an die neue Maschine (er ist von Moriwaki auf Suter umgestiegen) im Vordergrund.

«Fühle mich rundum wohl»

In Jerez hat Lüthi am Freitag, Samstag und Sonntag fast 200 Runden abgespult und während der ganzen Vorsaisontests (in Valencia, Estoril und Jerez) ist er nicht ein einziges Mal gestürzt. «Ich fühle mich rundum wohl. Ich war schnell und stürzte nie – das gibt ein gutes Gefühl und Selbstvertrauen.» Er ist auch am Sonntag nie mit dem Messer zwischen den Zähnen gefahren. Es wäre wohl noch schneller gegangen. Doch er sagt gegenüber 20 Minuten Online: «Es wäre arrogant zu sagen, ich hätte locker schneller fahren können. Es ist einfach so, dass ich nicht ans Limit gehen musste.»

Randy Krummenacher (20), letzte Saison in der 125-er-WM auf Platz 9, hat sich während der Vorsaisontests in der Moto2-Klasse als zweitbester Klassenneuling hinter 125-er-Weltmeister Marc Marquez (18) etabliert. «Ich war immer sicher, dass ich mithalten kann. Nun tut es gut, dafür auch schwarz auf weiss mit den Resultatlisten in den Beweis in den Händen zu halten.» Krummenacher fährt das deutsche High-Tech-Produkt Kalex, sein Teamkollege Stefan Bradl (21) ist in Jerez Bestzeit gefahren. Die Befürchtungen, die Kalex könnte sich als Bastelprodukt herausstellen, waren also gänzlich unbegründet.

Aegerter kommt langsam

Dominique Aegerter (20) hat sich am Sonntag doch noch verbessert. Zwar ist die 16. Testzeit letztlich hinter den Erwartungen (Top Ten). Aber er hat in Jerez rund 180 sturzfreie Runden gedreht. «Das Selbstvertrauen kehrt langsam aber sicher wieder zurück.» Der Berner hat einen schönen Teil der Zweifel und Ängste nach dem fürchterlichen Teststurz in Valencia (das Vorderrad rutschte bei 180 km/h weg) auf den Knochen und der Seele gefahren.

Abschluss Töfftests in Jerez (Sp). Moto2.

1. Stefan Bradl (De), Kalex, 1:42,697.
2. Marc Marquez (Sp), Suter, 0,283 Sekunden zurück.
3. Yuki Takahashi (Jap), Moriwaki, 0,358.
4. Tom Lüthi (Sz), Suter, 0.738.
5. Simone Corsi (It), FTR, 0,805.
6. Aleix Espargaro (Sp), Kalex, 0,807.
7. Julian Simon (Sp), Suter, 0,845.
8. Scot Redding (Gb), Suter, 0,868.
9. Michele Pirro (It), Moriwaki, 1,054.
10. Claudio Corti (It), Suter, 1,105.

11. Julien Cluzel (Fr), Suter, 1,159.
12. Kenan Sofuoglu (Tür), Suter, 1,492.
13. Randy Krummenacher (Sz), Kalex, 1,506.
14. Max Neukirchner (De), FTR/MZ, 1,514.
15. Bradley Smith (Gb), Tech 3, 1;542.
16. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 1,681.
17. Alex De Angelis (San Marino), Motobi, 1,697.
18. Andrea Iannone (It), Suter, 1,797.
19. Javier Fores (Sp), Suter, 1,857.
20. Esteve Rabat (Sp), FTR, 1,936. – 38 Piloten klassiert.

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