Formel 1

27. Oktober 2019 19:31; Akt: 27.10.2019 22:55 Print

Hamilton gewinnt vor Vettel in Mexiko

Lewis Hamilton entscheidet den GP von Mexiko vor Sebastian Vettel und Valtteri Bottas für sich. Dem Briten fehlen damit noch 4 Punkte für den WM-Titel.

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Lewis Hamilton muss trotz seines brillanten Sieges in Mexiko noch ein paar Tage auf seinen sechsten WM-Titel warten. Der Mercedes-Star liess beim Reifenkrimi im Autódromo Hermanos Rodríguez Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel hinter sich, kann aber rechnerisch in den verbleibenden drei Saisonläufen noch immer von Teamkollege Valtteri Bottas eingeholt werden. Der Finne sicherte sich Platz drei und liegt nun 74 Punkte hinter Hamilton.

Hamilton reicht Platz 8

Die WM-Krönung von Hamilton ist wohl nur um eine Woche verschoben. In Austin kann der Brite am kommenden Sonntag den fünften Triumph in den vergangenen sechs Jahren perfekt machen. Hamilton reicht auf dem Kurs in Texas der achte Platz. Vettel hatte sich bereits in Japan im fünftletzten Saisonrennen auch rechnerisch aus dem WM-Kampf verabschieden müssen.

Ferrari-Führung in den ersten Runden

Nach einer Titelfiesta sah es nach den ersten Kilometern nicht wirklich aus. Hamiltons Attacke beim Start wehrte Vettel ab. Innen wollte nun Max Verstappen am Briten vorbei, es wurde aber zu eng. Sie berührten sich gleich zweimal, mussten durchs Gras und verloren Boden. Hamilton fiel zunächst auf Rang fünf zurück. An der Spitze behauptete sich Charles Leclerc trotz eines Fahrfehlers, der auch zum unfreiwilligen Kontakt mit Vettels Ferrari führte.

Reifenpoker in Mexiko

Als erster des Führungsquintetts kam Alexander Albon in die Box zum Reifenwechsel. Danach Leclerc. Er bekam die gleiche Reifenmischung, hiess auch: Der Monegasse musste auf jeden Fall noch mal die Reifen wechseln lassen. Teamkollege Vettel war indessen mit einer Einstopp-Strategie unterwegs. Dann forderte Hamilton den Deutschen heraus, kam früher in die Box. «Lasst ihn fahren», konterte Vettel die Aufforderung des Kommandostandes, nun seinerseits neue Reifen aufziehen zu lassen. Richtig oder falsch? «Es fühlt sich so an, als hätten wir die Reifen zu früh gewechselt», funkte Hamilton, der beim Mexiko-USA-Trip ohne seinen eigentlichen Stamm-Renningenieur auskommen muss. Die Strategie war klar: Hamilton sollte den Sieg holen, am besten noch die schnellste Rennrunde. Wenn Bottas dann nur Vierter würde, wäre der Triumph perfekt. Hamilton zweifelte, Hamilton haderte. «Du kannst das», feuerte Mercedes-Chefstrategie James Vowles ihn nun auch noch über Funk an.

Hamilton mit dem besseren Ende

Als Vettel zum ersten und Leclerc vom zweiten Mal die Reifen wechseln liessen, fuhr Hamilton vorneweg, dahinter Vettel, Bottas und Leclerc. Entschieden schien noch nichts. Bottas kam Vettel zunächst näher. Der Deutsche hielt dem Druck aber ebenso Stand wie vor ihm Hamilton, der nach seinem zehnten Saisonsieg und dem 83. Grand-Prix-Erfolg auch vor der erneuten Krönung steht.

Alfa Romeo glücklos

Die beiden Alfa-Romeo-Fahrer hatten diesmal keine Aussicht auf Punkte. Antonio Giovinazzi rutschte nach einem Reifenwechsel von der Felge, konnte zwar weiterfahren, mehr als Rang 14 lag aber nicht drin. Teamkollege Kimi Räikkönen kam gar nicht erst ins Ziel. Elf Runden vor Schluss musste er den Motor ausschalten.

Motorsport

(dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Unglaublich am 27.10.2019 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Aber wahr

    Was nützt mir das wenn ich das schnellste Auto habe aber die schlechtesten Strategen? In der 2.Saisonhälfte ist Ferrari eindeutig das beste Auto aber mit den schlechtesten Mitarbeiter.

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  • St Rate Gie am 27.10.2019 22:58 Report Diesen Beitrag melden

    Strategie falsch

    Bei Ferrari funktioniert die Strategie nicht! Ob die Mannschaft überhaupt strategisch denken, planen und handeln kann? Habe nichts gegen Mercedes und Hamilton aber es wird F1 eintönig.

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  • Kimi Fan am 28.10.2019 00:52 Report Diesen Beitrag melden

    Lewis

    Wer diesen Zirkus seit 30 oder mehr Jahren verfolgt, weiss das Lewis der beste F1 Pilot der letzten 10 Jahre ist. Wie oft habe ich erlebt, dass dieses Theater totgesagt wurde. Aber Formel E ist ein schlechter Witz im Vergleich...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • muzungu am 28.10.2019 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unfair der Möchtegern.

    normal hätte Vettel gewinnen müssen 2 / 3 Runden früher zum Reifenwechsel rein geholt und Sepp wäre die 1 gewesen Ferrari hat Vettel den Sieg gekostet Vettel hatte 7 bis 8 sek Vorsprung vor Botta der ist mit runde um runde weniger geworden weil sie wollten das der Möchtegern erst den Sieg holt, gut das der Reifenwechsel nicht funktioniert hat. Da sieht man das Ferrari gegen Vettel arbeitet. Auch der Möchtegern war wieder unfair hat Vettel fast hinten auffahren lassen. Gut das er nicht aufs Podest gekommen ist der Möchtegern.

    • Maler50 am 28.10.2019 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @muzungu

      Es war Vettels Entscheid, das Team wollte ihn vorher hereinholen!

    • Edelweiss am 29.10.2019 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @muzungu

      Vermuttlich reden Sie vom Weltmeister 2020? Charles Leclerc? Ferrari hat den Sieg verschenkt, richtig... gegen Vettel hat jedoch niemand gerarbeitet. Wenn die geistige Kapazität die Komplexität der Formel 1 nicht verarbeiten kann wäre die Unterlassung der Meinung eine Option.

    • F1uno am 30.10.2019 12:13 Report Diesen Beitrag melden

      @Edelweiss

      Wieso nutzen Sie die Option nicht

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  • Rolando am 28.10.2019 11:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strategierennen

    Eigentlich müsste die F1 neu "Strategie-Rennen mit Autos " heissen.

  • Syndro am 28.10.2019 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Best of Charles

    Leclerc verpasst es einfach wieder. Fährt nächstes Jahr ohnehin für Alfa. Vettel - top job und hätte gewinnen können wenn ihn Leclerc nicht fast abgeschossen hätte.

    • Edelweiss am 29.10.2019 07:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Syndro

      Ach ja... Neid muss man sich erkämpfen. Ob Vettel nächstes Jahr noch bei Ferrari istc ist unklar. Leclerc ist 2022 noch bei Ferrari und zwar als Nummer 1. Daran wird frühstens Mick Schumacher etwas ändern.

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  • unglaublich am 28.10.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    aber wahr

    Seit der Sommerpause hat Ferrari endlich das schnellste und beste Auto im Feld und zwar auch im Quali aber diese Amateure die sich darum kümmern sollten lieber schwimmen gehen. Es ist nicht auszuhalten und zu akzeptieren was diese ölgöggs veranstalten. Boxenstopp von Leclerc vermasselt aber auch Leclerc selbst hat im entscheidenden Moment einen Fahrfehler begangen. Um nicht von der Strategie zu sprechen. Das sind keine Profis. Mit so vielen Fehler in der ganzen Saison kann man nicht Weltmeister werden. Vor allem diese Saison hat Ferrari den Titel verschenkt.

    • Edelweiss am 29.10.2019 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @unglaublich

      Falsch, Ferrari hat das schnellste Auto auf eine Runde, nicht im Rennen. Sind die Mercedes einmal vorbei, ziehen die einfach davon... Ferrari kann sie nur bändigen solange sie vornen sind.

    • unglaublich am 29.10.2019 15:51 Report Diesen Beitrag melden

      aber wahr

      @Edelweiss....nicht ganz hast Du Recht. Auf der Strecke überholt kein Mercedes einen Ferrari. Das geschieht alles nach dem Boxenstop wenn schon. Die bessere Strategie eben.

    • Rotweiss am 31.10.2019 15:51 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte.

      @Edelweiss bitte nutz die Option.

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  • Kurt am 28.10.2019 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Verstschrotten mal wieder

    Verstappen mal wieder. Ein Jahrhunderttalent. Der es praktisch jedesmal in der ersten Kurve weg wirft. Eigentlich traurig.

    • Jimmy am 28.10.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

      MaxV

      Und rollt dann jedes Mal das ganze Feld von hinten auf. Frage mich was passiert, wenn er die 1. Runde wieder einmal heil übersteht. Auch wenn er gestern nicht viel dafür konnte, meines Erachtens...

    • Edelweiss am 29.10.2019 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jimmy

      Dann wäre er 5. geworden Es gibt zwei Klassen 1 bis 6 und 7 bis 20. Egal woher man kommt mit den drei Top Teams, in der Top 6 ist man immer, auch ohne Talent...

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