Dominique Aegerter

21. März 2011 14:05; Akt: 21.03.2011 16:00 Print

Zwei SMS für einen VIP-Servie

von Klaus Zaugg, Doha - Dominique Aegerter (20) hat nach grossem Kampf beim GP von Katar den 13. Platz herausgefahren – und ist nicht zufrieden.

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Dominique Aegerter kämpft um den teaminternen VIP-Service.

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Der «Rohrbach Rossi» (er kommt aus Rohrbach bei Langenthal) hat die schwierigste Phase seiner Karriere hinter sich: In den Vorsaisontests und bei den ersten vier Trainings zum GP von Katar blieb er fast immer weit hinter den Erwartungen. Erst im Abschlusstraining fand er sein Selbstvertrauen (15.). Und nun ist ihm zum Saisonauftakt mit Platz 13 ein Exploit gelungen.

So sieht es Aegerter allerdings gegenüber 20 Minuten Online nicht. «Ein neunter Platz wäre möglich gewesen. Ich hatte nach einem guten Start Mühe, den Rhythmus zu halten und habe dann erst in der letzten Runde zum Schlussspurt angesetzt. Das war zu spät. Ich hätte vielleicht vier oder fünf Runden vor Schluss angreifen müssen. Dann hätte ich noch ein paar Plätze gutmachen können. Smith, Simon, Espargaro und Hernandez lagen in Reichweite.» Zur Erklärung: Es handelt sich um die Fahrer, die sich auf den Plätzen neun, zehn, elf und zwölf klassierten.

Gibts den teaminternen VIP-Service?

Aegerter hat in diesem ersten Rennen zur Moto2-WM seinen türkischen Teamkollegen und zweifachen Supersport-Weltmeister Kenan Sofuoglu (26) hinter sich gelassen. Das ist wichtig: Im Laufe einer Saison gibt es in einem Team nie zwei gleichberechtigte Fahrer. Spätestens nach einem Viertel der Rennen bekommt der besser klassierte Pilot mehr unbewusst als bewusst eine Vorzugsbehandlung. Die Mechaniker und Betreuer und der Teamchef kümmern sich intensiver um ihn. Diesen teaminternen VIP-Service könnte nun erstmals Aegerter bekommen. Eine wichtige Dienstleistung hat der Berner so oder so: Die Betreuung von Mentaltrainerin Marlies Bernhard. Sie hat ihm vor dem Rennen noch einmal zwei Motivations-SMS geschickt. Was stand drin? Aegerter: «Das bleibt unter uns. Sie sagt mir halt, was ich tun muss, um mich entspannen zu können ...»

Ein gutes Zeichen ist sein leiser Zorn nach dem 13. Platz zum Saisonauftakt so oder so. «Das mag nach den Schwierigkeiten bei den Vorsaisontests ja ein gutes Resultat sein. Aber mein Ziel sind die Top Ten. Also kann ich nicht zufrieden sein.»

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