Brasilien - Rumänien

07. Juni 2011 13:50; Akt: 07.06.2011 16:14 Print

Wie Ronaldo den Fussball veränderte

«Il Fenomeno» Ronaldo läuft heute noch einmal im Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft auf. Zum Abschiedsspiels widmet Nike dem ewigen WM-Torschützenkönig einen exklusiven Spot.

Ronaldos Abschiedsspot: «Before (B.R.) and After Ronaldo (A.R.)» von Nike.
Fehler gesehen?

Zur Ehrung seiner langjährigen, erfolgreichen Karriere widmet ihm Nike einen Abschiedsspot: «Vor und nach Ronaldo» zeigt exemplarisch, was Ronaldo dem Fussball gebracht hat.

Der nicht mehr ganz fitte dreifache «Weltfussballer des Jahres» soll im Testspiel gegen Rumänien etwa in der 30. Minute eingewechselt werden und bis zur Pause spielen. «Es wird emotional werden», glaubt der 34-jährige Stürmer, der am 14. Februar das Ende seiner aktiven Laufbahn verkündet hatte, schon vor dem Spiel.

Ohne Abschiedsspiel wollte er nicht weg

Ohne Abschiedsspiel wollte Brasiliens Fussballverband CBF Ronaldo nicht ziehen lassen. Die «Seleção» weiss, was sie ihm zu verdanken hat. Zweimal wurde Brasilien mit Ronaldo Weltmeister (1994 und 2002) und er ist mit 15 Toren WM Rekordtorschütze. «Meine Geschichte mit der 'Seleção' war ein wunderbarer Traum, den ich gelebt habe. Es war der glücklichste Moment und das wichtigste Trikot, das ich in meiner Laufbahn getragen habe», sagte Ronaldo in einem der Interviews der vergangenen Tage. «Die ‹Seleção› gab mir Popularität, gab mir Status und gab mir Stolz.»

Der in seiner Karriere oft vom Verletzungspech verfolgte Ronaldo beendete seine Laufbahn vor rund vier Monaten beim brasilianischen Erstligisten Corinthians São Paulo, wo er seit Dezember 2008 unter Vertrag stand. Die Fangemeinschaft habe ihn aufgenommen wie keine zweite, schwärmte der Stürmer mit der «Nummer 9», der sich nun nach dem Abschied ganz seiner eigenen Firma widmen möchte.

Am Ende nur noch Quälerei

In Europa spielte «Ronaldo Luís Nazário de Lima» für den PSV Eindhoven, FC Barcelona, Inter Mailand, Real Madrid und AC Mailand. Er war Liga-Torschützenkönig in Spanien und den Niederlanden, holte mit Real Madrid zwei Meistertitel, gewann mit Inter Mailand den UEFA-Cup und wurde zweimal zu «Europas Fussballer des Jahres» gekürt (1997, 2002).

Zum Schluss aber war es doch eine arge Quälerei für den in die Jahre gekommenen Stürmer, der von Brasiliens Medien auch gerne schon mal mit «O Gordo» (Der Dicke) bezeichnet wurde. «Ich kämpfe gegen die Waage und die Schmerzen», räumte er selbst 2010 ein und nährte so Gerüchte über seinen vorzeitigen Ausstieg. Eigentlich lief der Vertrag bei Corinthians noch bis Ende 2011.